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Krankheiten referenzindex «Reiter-Syndrom - Therapie»

Reiter-Syndrom - TherapieReiter-Syndrom - Therapie

Bei einem Reiter-Syndrom müssen die unterschiedlichen Beschwerden separat behandelt werden. Hautärzte, Rheumatologen und Augenärzte arbeiten eng zusammen und stimmen ihre Therapien aufeinander ab.

Eine noch "frische" Infektion behandelt der Arzt mit entsprechenden Antibiotika. Harnwegsinfekte sind durch Sexualkontakte übertragbar; deshalb muss der Partner ebenfalls untersucht und therapiert werden. Die Erkrankten sollten Safer-Sex betreiben, bis sie und ihr Partner behandelt und nachuntersucht sind.

Gegen die Gelenkentzündungen beim Reiter-Syndrom haben sich in der Behandlung neben physikalischen Anwendungen (zum Beispiel Kältetherapie) vor allem Schmerz- und entzündungshemmende Mittel (nicht-steroidale Antirheumatika) bewährt. Körperliche Anstrengungen, vor allem mit einer hohen Gewichtsbelastung der entzündeten Gelenke, sollten vermieden werden.

Kortison wirkt stark entzündungshemmend und kommt bei besonders schweren Krankheitsverläufen des Reiter-Syndroms zum Einsatz, so in Fällen, bei denen mehrere Gelenke beteiligt sind oder die Bindehautentzündung auf die Regenbogenhaut übergreift (Iridozyklitis). Falls damit keine ausreichende Besserung zu erreichen ist, werden schrittweise auch Chemotherapeutika oder Immunsuppressiva eingesetzt. Nur in sehr seltenen Fällen des Reiter-Syndroms sind chirurgische Eingriffe wie eine Entfernung der Gelenkinnenhaut (Synovektomie) oder eine Gelenksumstellung (Arthroplastie) notwendig.


Kommentar «Reiter-Syndrom - Therapie»