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Krankheiten referenzindex «Reiter-Syndrom - Ursachen»

Reiter-Syndrom - Ursachen

Wie das Reiter-Syndrom genau entsteht, ist noch weitgehend unklar. Typisch ist, dass das Syndrom Tage bis Wochen nach einer Harnwegsinfektion, Geschlechtskrankheit oder Erkrankung des Magen-Darm-Trakts auftritt. Bestimmte Bakterien (Chlamydien, Shigellen, Salmonellen oder Yersinien) gelten als Hauptverursacher.

Das Reiter-Syndrom stellt eine Fehlregulation des Immunsystems dar. Für die These einer Autoimmunerkrankung spricht, dass sich in feingeweblich untersuchtem Gelenkmaterial von Reiter-Patienten Erbmaterial und Oberflächenantigene von Bakterien wie Chlamydien, Ureaplasmen und anderen Mycoplasmen finden lassen. Offensichtlich bildet der Körper gegen diese Zellreste Antikörper, die dann auch die Gelenkinnenhaut (Synovia), Sehnen und Faszien (ein bestimmtes Bindegewebe) angreifen. Dadurch entstehen die für das Reiter-Syndrom typischen Entzündungen.

Anfällig für das Reiter-Syndrom sind insbesondere solche Menschen, die das Gewebemerkmal HLA-B27 aufweisen. Etwa 60 bis 80 Prozent der Reiter-Patienten besitzen dieses Merkmal. HLA-B27 lässt sich auch bei einer Vielzahl von Patienten mit entzündlichen Gelenkerkrankungen nachweisen, beispielsweise bei Morbus Bechterew.

 


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