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Krankheiten referenzindex «Reizdarm - Tipps»

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Lebensstil im Blick

Es gibt einige Maßnahmen, mit denen sich Reizdarm-Patienten selbst helfen können. Beschwerden wie Schmerzen, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall lassen sich lindern, wenn man einige Dinge beachtet. Wichtig ist aber, dass Sie zunächst einen Arzt aufsuchen.

Ein wichtiger Ansatzpunkt beim Reizdarm-Syndrom ist die Veränderung des Lebensstils. Dazu gehört die Ernährungsweise, eine bessere Stressbewältigung und der Verzicht auf Medikamente, welche die Reizdarm-Symptome auslösen oder verschlimmern können. Führen Sie ein Tagebuch, um herauszufinden, was Ihre Beschwerden verursacht: Tages- und Arbeitsrhythmus, Stress, Ernährungsgewohnheiten oder Medikamente.

Alle Selbsthilfemaßnahmen sind auf jeden Fall einen Test wert, auch wenn sie das Grundproblem nicht beseitigen. Probieren Sie es aus!

Schmerz, lass nach!

In manchen Situationen ist schnelle Schmerzlinderung gefragt. Es gibt einige Tipps, die beim Reizdarm-Syndrom gut tun und entkrampfen:

  • Wärme wirkt entspannend. Wickeln Sie eine heiße Wärmeflasche in ein Tuch und legen Sie diese auf den Bauch.
  • Auch ein Leibwickel wirkt entkrampfend: Tuch mit lauwarmem Wasser tränken, auswringen und auf den Bauch legen. Darüber ein Baumwolllaken gefolgt von einer Wolldecke. Mindestens 30 Minuten liegen bleiben.
  • Eine Tasse warmer Tee (Anis-Kümmel-Fenchel oder Baldrian) entspannt.
  • Atemübungen vor dem geöffneten Fenster machen.
  • Entspannt auf den Rücken legen, mit kreisenden Bewegungen langsam und bewusst den Bauch massieren.
  • Nehmen Sie ein Bad mit Lavendel- oder Melissenöl.
  • Machen Sie einen Spaziergang.
  • Atmen Sie gleichmäßig und tief in den Bauch hinein.

Ernährung: Ausgewählt und ausgewogen

Bei vielen Reizdarm-Patienten löst das Essen starke Bauchschmerzen aus oder sie haben das dringende Bedürfnis, zur Toilette zu gehen. Viele verlässt die Lust, überhaupt etwas zu essen. Allgemein gilt:

  • Keine großen Portionen essen (besonders bei sehr fetthaltigen Speisen), stattdessen mehrere kleine Mahlzeiten
  • Nicht hastig zwischendurch oder in Stresssituationen essen
  • Gut kauen
  • Genussmittel wie Kaffee, schwarzer Tee, Mate-Tee, koffeinhaltige Getränke (z.B. Coca Cola) oder Zigaretten meiden
  • Terminzwänge und Hektik vermeiden
  • Unangenehme Debatten während der Mahlzeiten vom Leib halten

Bei Verstopfung wirkt Folgendes:

  • Immer frühstücken (Kleie in den Speiseplan aufnehmen)
  • Viel Obst und Gemüse essen
  • Viel Flüssigkeit aufnehmen

Bei Durchfall gilt:

  • Nicht zu viele Ballaststoffe essen (z.B. Kleie)
  • Koffein- und Alkoholkonsum reduzieren
  • Wenig Milchprodukte essen

Und bei Blähungen und Bauchschmerzen heißt es:

  • Wenig Ballaststoffe zu sich nehmen
  • Keine blähenden Gemüsesorten wie Bohnen, Zwiebeln oder Kohlgerichte essen

Stress: Balance finden

Versuchen Sie, Stress besser zu bewältigen. Überlegen Sie, in welchen Situationen Sie in Stress geraten, versuchen Sie diese zu umgehen und lernen Sie Entspannungstechniken. Ausreichend Ruhe, körperliche Bewegung und Entspannungsübungen können eine Hilfe beim Stressabbau sein. Beispiele sind:

  • Zu lange Arbeitszeiten vermeiden
  • Sich morgens Zeit für den Toilettengang nehmen
  • Keine Alkoholexzesse
  • Für Ruhe und Entspannung während der Mahlzeit sorgen
  • Entspannungstechniken lernen: Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga oder Atemübungen

Bewegung: Spazieren und radeln

Regelmäßige körperliche Bewegung hilft manchen Reizdarm-Betroffenen, besser mit ihren Beschwerden zurecht zu kommen. Bewegungsübungen zur Aktivierung des Darmes wie Gymnastik, regelmäßige Spaziergänge oder Radfahren sind wichtig.

Medikamente: Auslöser weg

Manche Medikamente stören die Darmfunktion und verursachen Nebenwirkungen wie Blähungen und Bauchschmerzen. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, prüfen Sie, ob diese Medikamente nicht zu Reizdarm-Symptomen wie Verstopfung oder Durchfall führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Manche Medikamente, die ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind, können Magenprobleme verursachen. Informieren Sie deshalb immer Ihren Arzt, welche Medikamente Sie einnehmen!


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