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Krankheiten referenzindex «Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs)»

Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs)Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs)Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs)


Ein Rektumkarzinom ist ein bösartiger Tumor im Mastdarm, dem etwa 15 bis 20 Zentimeter langen, letzten Teil des Dickdarms, der meist durch Polypen entsteht. Mögliche Symptome, die auf ein Rektumkarzinom hinweisen, sind unter anderem Blut im Stuhl und Schmerzen beim Stuhlgang.

Vergleich von Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) und Dickdarmkrebs Präparateausschnitt eines neoadjuvant vorbehandelten Rektumkarzinomes mit therapiebedingter teilweiser Nekrose (Absterben) des Tumors
Ebenso wie der Dickdarmkrebs entsteht der Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) zumeist auf dem Boden von Polypen. Aufgrund der anatomischen Besonderheiten im kleinen Becken mit der unmittelbaren Nachbarschaft von Blase, Scheide bzw. Prostata, Schließmuskelapparat und Beckenwand existieren jedoch prinzipielle Unterschiede bei der Behandlung eines Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) im Vergleich zu einem Dickdarmkrebs.

Auch bei den Metastasierungswegen muss das Rektumkarzinom differenziert betrachtet werden. Während sich ein Rektumkarzinom im oberen und mittleren Rektumdrittel im Wesentlichen wie ein Dickdarmkarzinom verhält und als primäres Metastasierungsorgan die Leber aufweist, metastasieren Rektumkarzinome im unteren Rektumdrittel über die Lymphwege zunächst auch in die Leistenlymphknoten und über die Blutbahn in die Lunge.

Symptome beim Rektumkarzinom


Frühformen von Rektumkarzinomen (Mastdarmkarzinomen) verursachen unter Umständen überhaupt keine Symptome, was die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen unterstreicht. Blut- und Schleimabgänge sind genauso Alarmsymptome für ein Rektumkarzinom wie wechselnde Stuhlkonsistenz und krampfartige Schmerzen beim Stuhlgang.

Diagnostik beim Rektumkarzinom


Die Diagnostik beim Rektumkarzinom umfasst neben der Mastdarmspiegelung mit Entnahme von Proben zur Diagnosesicherung auch die totale Dickdarmspiegelung zum Ausschluss von höher gelegenen Zweittumoren. Diese Zweittumore kommen bei einem Rektumkarzinom mit einer Häufigkeit von etwa 7 Prozent vor. Wird ein Rektumkarzinom nachgewiesen, erfolgt eine Endosonografie (Ultraschall des Darminneren mit einer speziellen Sonde) sowie eine Schnittbilddiagnostik des kleinen Beckens. Hierbei sollte, wann immer möglich, der Magnetresonanztomografie vor der Computertomografie der Vorzug gegeben werden. Daneben müssen im Rahmen der Fernmetastasensuche eine Ultraschalluntersuchung der Oberbauchorgane sowie eine Untersuchung der Lunge erfolgen. Die Tumormarker CEA und 19 – 9 sollten bei einem Rektumkarzinom als Ausgangswert für die spätere Tumornachsorge ebenso bestimmt werden.

Kommentar «Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs)»