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Krankheiten referenzindex «Rotaviren»

RotavirenRotavirenRotaviren

Beschreibung

Rotaviren sind die häufigste Ursache für schwere, akute Durchfall-Erkrankungen bei Säuglingen und Kindern. Das Virus ist hochansteckend, leicht übertragbar und breitet sich schnell aus, insbesondere in den Wintermonaten. Schon kleinste Mengen an Viruspartikeln reichen für eine Infektion aus.

Besonders betroffen sind Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Der Grund dafür liegt in der noch fehlenden Immunität in dieser Altersgruppe. Aber auch ältere Kinder erkranken noch häufig an Magen-Darm-Infektionen mit Rotaviren. Menschen über 60 Jahren erkranken ebenfalls oft. Bei jüngeren Erwachsenen verursachen Rotaviren meist nur leichtere Formen von Durchfall. Insgesamt sind bei Jugendlichen und Erwachsenen Noroviren-Infektionen verbreiteter - diese verursachen etwa die Hälfte aller Magen-Darm-Infekte.

Eine Infektion mit dem Rotavirus ist in Deutschland seit 2001 meldepflichtig. Im Jahr 2009 traten hierzulande mehr als 62.000 Erkrankungsfälle auf, 2010 wurden mehr als 52.000 Fälle  gemeldet. Die tatsächliche Zahl der Erkrankten liegt vermutlich noch höher, da nicht alle Infektionen erkannt und gemeldet werden. Typischerweise erkranken die meisten Personen in den Monaten Februar bis April an den Viren.

Ein Ansteckungsrisiko besteht während des akuten Krankheitsstadiums und solange die Viren über den Stuhl ausgeschieden werden (meist nicht länger als acht Tage). In Einzelfällen (zum Beispiel bei Frühgeborenen) kann dieser Zeitraum aber auch länger sein.

Der Name Rotavirus beruht auf der optischen Ähnlichkeit mit einem Rad (lat. rota = Rad). Es gibt insgesamt sieben verschiedene Virengruppen (Serogruppen A bis G), die sich jeweils in mehrere Untergruppen aufteilen. Die weltweit größte Bedeutung haben Rotaviren der Serogruppe A.


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