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Krankheiten referenzindex «Wechseljahre»

WechseljahreWechseljahre

Wechseljahre beginnen meist zwischen Anfang und Mitte vierzig. Die Phase der Wechseljahre wird auch als Klimakterium bezeichnet. Wechseljahre sind durch einen dauerhaften Rückgang der Hormonproduktion geprägt. In der ersten Phase der Prämenopause treten meist noch keine typischen Beschwerden auf, jedoch sinkt der Östrogenspiegel langsam ab. In der Perimenopause können die typischen Beschwerden der Wechseljahre auftauchen. Der Zeitraum danach bis etwa zum 65. Lebensjahr wird als Postmenopause bezeichnet.

Häufige Beschwerden während der Wechseljahre sind:

  • Hitzewallungen, insbesondere im Bereich von Gesicht und Oberkörper
  • Schweißausbrüche und Herzklopfen
  • Kopfschmerzen und Schwindelgefühl
  • Unruhe, depressive Verstimmungen und Schlafstörungen
  • Kreislaufstörungen
  • Auch psychische Faktoren wie Familie, Lebenssituation und Umfeld beeinflußen die Beschwerden

Ungefähr 20% der Frauen haben keine oder kaum Beschwerden während dieser Zeit. Ihr Körper kann auf Hilfe von außen verzichten. Doch bei einem Fünftel aller Frauen sinkt der Hormonspiegel so schnell, daß dies als körperliche und seelische Belastung empfunden wird. Wenn die ersten Anzeichen auftreten, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber sprechen. Er kann Ihnen bei der Umstellung auf diesen neuen Lebensabschnitt helfen und für Sie die richtige Behandlung erstellen. Mit fortschreitendem Alter kann es durch die fehlenden Hormone zur Rückbildung der Schleimhäute in der Scheide, Hauterschlaffung, Knochenschwund, Herz-/Kreislaufbeschwerden, Schwächung der Beckenbodenmuskulatur und damit einhergehende Inkontinenz sowie zu nachlassendem Haarwuchs und Haarausfall kommen.

Tipps und Ratschläge zu Wechseljahren

Diese Zeit des Wechsels ist mit einer Umstellung in vielen Bereichen des Lebens verbunden. Ganz wichtig ist es, diesen Wandel als natürlichen Prozeß zu erfahren, in der die nachfolgende Lebensphase nicht weniger Reize bietet als die vorangegangenen Jahre.

  • Sport hilft gegen viele Begleiterscheinungen der Wechseljahre. So kann die Muskulatur und das Bindegewebe gestrafft, der Knochenstoffwechsel angeregt und dem Übergewicht vorgebeugt werden. Durch viel Bewegung lassen sich die Abbauvorgänge im Organismus verlangsamen. Bevor Sie sich zur sportlichen Aktivität aufschwingen, sollten Sie sich jedoch einer ärztlichen Untersuchung unterziehen, bei der Ihre körperliche Belastbarkeit festgestellt wird.
  • Der Arzt kann östrogenhaltige Medikamente verordnen, die die Beschwerden lindern.
  • Salbeitee hemmt die Schweißabsonderung und kann damit gegen die unangenehmen Hitzewallungen eingesetzt werden.
  • Wechselfußbäder helfen gegen Kreislaufbeschwerden, Schlaflosigkeit oder Bluthochdruck: Die Füße 5 Minuten in warmes Wasser, 30 Sekunden in kaltes Wasser, 5 Minuten warmes Wasser; dann wiederum 30 Sekunden in kaltes Wasser setzen. Die Füße dann abtupfen und warme Wollsocken anziehen!
  • Naturheilkundliche Verfahren werden als wirksame Ergänzung und Alternative zur Hormontherapie während der Wechseljahre angewandt.
  • Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist in dieser Lebensphase besonders wichtig.

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