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«Antra®»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Omeprazol hemmt die Magensäure. Es wird bei Entzündungen und Geschwüren im Magen-Darm-Trakt angewendet, die durch Magensäure verursacht oder verstärkt werden.Die Magensäure wird in Zellen der Magenwand produziert. Von dort wird sie über einen Transportmechanismus, die Protonenpumpe, in den Magen ausgeschüttet. Omeprazol ist ein Protonenpumpen-Hemmer. Er blockiert die Protonenpumpe und unterdrückt damit die Abgabe von Magensäure aus der Magenschleimhaut in den Magen. Die angegriffene Schleimhaut wird nicht mehr von der aggressiven Magensäure geschädigt und kann gut abheilen.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Darreichungsform

Magensaftresistente Tabletten.

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen.

Warnhinweise!

  • Bei schwerer Einschränkung der Leberfunktion sollten regelmäßig die Leberenzyme untersucht werden.
  • Da Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol den Säuregrad im Magen verringern, erhöht sich geringfügig das Risiko für Magen-Darm-Infektionen durch z.B. Salmonellen und Campylobacter.
  • Omeprazol kann unter anderem Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel sowie Sehstörungen auslösen. Dadurch wird die Fähigkeit, Kraftfahrzeuge zu führen oder Maschinen zu bedienen, eingeschränkt.
  • In folgenden Fällen sollten Sie sich vom Arzt untersuchen lassen, um eine bösartige Erkrankung auszuschließen: Bei Auftreten beunruhigender Beschwerden (wie deutlicher Gewichtsverlust, wiederholtes Erbrechen, Bluterbrechen, Schluckstörungen, Blutstuhl), bei Verdacht auf ein Magenschwür oder wenn ein solches bereits bekannt ist. Die Einnahme von Omeprazol kann in diesen Fällen die Symptome verdecken und die Diagnose verzögern.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil
  • Nicht zusammen mit Atazanavir (HIV-Medikament) einnehmen.

Patienten mit der seltenen erblichen Fruktose-Intoleranz, mit Glukose-Galaktose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mengel sollten Antra nicht einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Häufig: Durchfall, Verstopfung, Blähungen (evtl. mit Bauchschmerzen), Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen
  • Gelegentlich: Veränderungen der Leberenzyme, Juckreiz, Hautausschlag, Hautentzündung, Haarausfall, Überempfindlichkeit der Haut gegen Sonnenlicht (Photosensibilität), übermäßige Schweißbildung (Hyperhidrose), Sehstörungen (Verschwommensehen, Schleiersehen, Einschränkung des Gesichtsfeldes), Hörstörungen (z.B. Tinnitus), Geschmacksveränderungen, Unwohlsein

Wechselwirkungen

Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol sollten nicht zugleich mit dem HIV-Medikament Atazanavir eingenommen werden, weil dessen Wirksamkeit sonst abnimmt.

Omeprazol verschlechtert die Aufnahme der Anti-Pilzmittel Ketoconazol und Itraconazol aus dem Magen-Darm-Trakt.

Omeprazol wird über ein bestimmtes Enzymsystem (Cytochrom P450) in der Leber abgebaut. Andere Arzneimittel, die ebenfalls über dieses Enzymsystem abgebaut werden, können mit Omeprazol Wechselwirkungen eingehen. Dazu gehören beispielsweise Digoxin (Herzmittel), Phenytoin (gegen Epilepsie), Warfarin (Blutgerinnungshemmer), verschiedene Benzodiazepine (Beruhigungsmittel, z.B. Diazepam), sowie die Antidepressiva Citalopram, Imipramin und Clomipramin.

Die gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die Johanniskraut enthalten, sollte vermieden werden, da sich sonst die Wirksamkeit von Omeprazol verringert.


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