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«Dynastat 40 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einerInjektionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dynastat ist ein Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung. Es wird in Faltschachteln geliefert, die 1, 3 oder 5 Durchstechflaschen enthalten sowie zusätzlich 1, 3 oder 5 Glasampullen mit einem Lösungsmittel, um den Inhalt der Durchstechflaschen aufzulösen.

Dynastat wird angewendet zur Behandlung von Schmerzen. Die Injektion wird Ihnen von einem Arzt oder einer Krankenschwester, üblicherweise in einem Krankenhaus oder einer Klinik, gegeben, z. B. nach einer Operation. Es gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten COX-2-Hemmer (dies ist die Abkürzung für Cyclooxygenase-2-Hemmer).

Schmerzen und Schwellungen werden manchmal durch Substanzen im Körper verursacht, die Prostaglandine genannt werden. Dynastat wirkt, indem es den Gehalt an diesen Prostaglandinen senkt. Es gibt andere Prostaglandine, die die Magenschleimhaut schützen oder eine Blutgerinnung verursachen und die durch Dynastat nicht beeinflusst werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Dynastat darf nicht angewendet werden:

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Parecoxib oder einen der sonstigen Bestandteile von Dynastat sind;
  • wenn Sie bereits einmal eine schwere allergische Reaktion (besonders eine schwerwiegende Hautreaktion) auf ein Arzneimittel hatten;
  • wenn Sie bereits einmal allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen) auf Arzneimittel hatten, die man als „Sulfonamide“ bezeichnet (bestimmte antibakterielle Wirkstoffe zur Behandlung von Infektionen);
  • wenn Sie derzeit ein Magen- oder Darmgeschwür oder Blutungen im Magen-Darm-Bereich haben;
  • wenn Sie bereits einmal allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen) auf Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder andere nicht steroidale Antirheumatika (z. B. Ibuprofen) oder auf COX-2-Hemmer hatten, wie etwa pfeifender Atem (Bronchospasmus), stark verstopfte Nase, juckender Hautausschlag, Rötung oder Schwellung im Gesicht, an Lippen oder Zunge, andere allergische Reaktionen oder Nasenpolypen;
  • wenn Sie im letzten Drittel der Schwangerschaft sind;
  • wenn Sie stillen;
  • wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden;
  • wenn Sie an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn) leiden;
  • wenn Sie eine Herzleistungsschwäche haben;
  • wenn Sie auf eine Herzoperation vorbereitet werden oder auf einen Eingriff an den Arterien (einschließlich Herzkranzgefäße);
  • wenn Sie eine nachweisliche Herzkrankheit und/oder Krankheit mit einer Durchblutungsstörung im Gehirn haben (z. B. wenn Sie einen Herzinfarkt, Schlaganfall, Mini-Schlaganfall (transitorische ischämische Attacke) oder eine Blockade eines Blutgefäßes zum Herzen oder zum Gehirn hatten oder wegen einer solchen Blockade operiert wurden);
  • wenn Sie Probleme mit der Durchblutung (periphere arterielle Verschlusskrankheit) haben oder hatten oder wenn Sie an Ihren Beinarterien operiert wurden.

Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, werden Sie die Injektion nicht erhalten.
Informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Dynastat ist erforderlich

Stellen Sie sicher, dass Ihr Arzt vor der Anwendung von Dynastat weiß,

  • wenn Sie bereits einmal ein Geschwür, eine Blutung oder einen Durchbruch im Magen-Darm-Trakt hatten. Dynastat darf nicht angewendet werden, wenn Sie derzeit ein Magen- oder Darmgeschwür oder Blutungen im Magen-Darm-Bereich haben.
  • wenn Sie Acetylsalicylsäure oder andere nicht steroidale Antirheumatika (z. B. Ibuprofen) einnehmen,
  • wenn Sie rauchen,
  • wenn Sie Diabetes mellitus haben,
  • wenn Sie Angina pectoris, Blutgerinnsel, Bluthochdruck oder einen erhöhten Cholesterinspiegel haben,
  • wenn Sie ein Arzneimittel zur Hemmung der Plättchenfunktion einnehmen (z. B. Acetylsalicylsäure),
  • wenn Sie Ansammlungen von Flüssigkeit im Gewebe haben (Ödeme),
  • wenn Sie eine Leber- oder Nierenerkrankung haben. Dynastat darf nicht angewendet werden, wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben.
  • wenn Sie zu wenig Flüssigkeit im Körper (Dehydratation) haben – dies kann auftreten, wenn Sie Durchfall oder Erbrechen (sich übergeben) hatten, oder keine Flüssigkeiten trinken konnten,
  • wenn Sie eine Infektion haben, da in diesem Fall Fieber, ein Zeichen für eine Infektion, unterdrückt sein kann,
  • wenn Sie Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung verwenden (z. B. Warfarin),
  • wenn Sie als Frau planen, schwanger zu werden.

Dynastat kann zur Erhöhung des Blutdrucks oder zur Verschlechterung von bestehendem hohem Blutdruck führen, was eine Verstärkung der Nebenwirkungen, die mit Herzbeschwerden zusammenhängen, bewirken kann. Ihr Arzt wird daher gegebenenfalls Ihren Blutdruck während der Behandlung mit Dynastat überwachen.

Anwendung von anderen Arzneimitteln und Dynastat

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenschwester, wenn Sie andere Medikamente einnehmen bzw. vor kurzem (in der letzten Woche) eingenommen haben – auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, die Sie selbst gekauft haben. Arzneimittel können sich manchmal gegenseitig beeinflussen. Ihr Arzt kann die Dosierung von Dynastat oder anderer Arzneimittel verringern, oder es kann erforderlich sein, dass Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen. Besonders wichtig zu erwähnen ist:

  • Acetylsalicylsäure oder andere entzündungshemmende Arzneimittel
  • Fluconazol – angewendet bei Pilzinfektionen
  • ACE-Hemmer – angewendet bei hohem Blutdruck oder Herzstörungen
  • Cyclosporin oder Tacrolimus – angewendet nach Transplantationen
  • Warfarin – oder andere Arzneimittel, um eine Blutgerinnung zu hemmen
  • Lithium – angewendet zur Behandlung von Depressionen
  • Rifampicin – angewendet bei bakteriellen Infektionen
  • Antiarrhythmika – angewendet bei unregelmäßigem Herzschlag
  • Phenytoin oder Carbamazepin – angewendet bei Krampfanfällen
  • Theophyllin – angewendet bei Asthma
  • Methotrexat – angewendet bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen und bei Krebs
  • Antidepressiva – angewendet bei Depression
  • Neuroleptika – angewendet bei Psychosen

Dynastat kann zusammen mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure angewendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Wenn Sie schwanger sind, müssen Sie Ihren Arzt darüber informieren, da Dynastat möglicherweise für Sie nicht geeignet ist. Sie werden Dynastat in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft nicht erhalten.
  • Wenn Sie stillen, dürfen Sie Dynastat nicht erhalten. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat: in der Gesamtbewertung kann es für Sie besser sein abzustillen, um die Injektionen zu erhalten.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wenn Sie sich nach dieser Injektion benommen oder schläfrig fühlen, sollen Sie weder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen noch Maschinen bedienen, bis Sie sich wieder wohl fühlen.

Wie wird es angewendet?

Dynastat wird Ihnen von einem Arzt oder einer Krankenschwester gegeben. Diese werden das Pulver auflösen, bevor sie Ihnen die Injektion geben, und sie werden die Lösung in eine Vene oder einen Muskel injizieren. Sie werden Dynastat nur für einen kurzen Zeitraum erhalten und nur zur Schmerzlinderung.

Wenn sich Partikel in der Injektionslösung befinden oder das Pulver bzw. die Lösung verfärbt sind, wird das Produkt nicht mehr verwendet.

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 40 mg.

Es kann sein, dass Sie eine weitere Dosis – entweder 20 mg oder 40 mg – 6 bis 12 Stunden nach der ersten Dosis erhalten.
Innerhalb von 24 Stunden werden Sie nicht mehr als 80 mg erhalten.

Einige Patienten werden niedrigere Dosierungen erhalten:

  • Personen mit Leberproblemen
  • Personen mit schweren Nierenerkrankungen
  • Patienten über 65 Jahre mit einem Körpergewicht von weniger als 50 kg
  • Personen, die Fluconazol einnehmen

Wenn Dynastat zusammen mit starken Schmerzmitteln wie z. B. Morphin angewendet wird, ist die Dosis von Dynastat die gleiche wie oben angegeben.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen Dynastat nicht erhalten. Personen im Alter von 18 Jahren und darüber werden die Erwachsenendosis erhalten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Dynastat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei einigen Personen, denen Dynastat gegeben wird, kann es zu Nebenwirkungen kommen. Wenn Sie irgendeine der nachfolgenden Nebenwirkungen beobachten, oder irgendwelche anderen Effekte durch die Injektionen, die nicht aufgeführt sind, informieren Sie einen Arzt oder eine Krankenschwester, da einige dieser Nebenwirkungen so schwerwiegend sein könnten, dass eine unverzügliche medizinische Behandlung erforderlich ist.

Beenden Sie die Anwendung von Dynastat und informieren Sie umgehend Ihren Arzt,

  • wenn Sie bei sich einen Ausschlag oder ein Geschwür am Körper (z. B. Haut, Mund, Augen, Gesicht, Lippen oder Zunge) oder irgendein anderes Zeichen einer allergischen Reaktion feststellen (beispielsweise Hautausschlag, Schwellung des Gesichts, der Lippen oder der Zunge, wodurch es möglicherweise zu pfeifendem Atem, Atem- oder Schluckbeschwerden kommen kann) – Dies kommt selten vor.
  • wenn Sie bei sich Blasenbildung der Haut oder Hautablösung feststellen – Dies kommt selten vor.
  • Hautreaktionen können jederzeit auftreten, am häufigsten jedoch während des ersten Behandlungsmonats; im Vergleich mit anderen COX-2-Hemmern scheint die Melderate für diese Reaktionen bei Valdecoxib höher zu liegen,
  • wenn Sie Gelbsucht haben (Gelbfärbung der Haut oder des Weißen in den Augen),
  • wenn Sie bei sich Anzeichen für Blutungen im Magen oder Darm feststellen, wie z. B. schwarzer oder blutiger Stuhl oder Bluterbrechen.

Sehr häufige Nebenwirkungen,

diese können bei mehr als 10 von 100 Behandelten auftreten.
• Übelkeit

Häufige Nebenwirkungen,

diese können bei 1 bis 10 von 100 Behandelten auftreten.

  • Der Blutdruck kann erhöht oder erniedrigt sein,
  • Sie können Rückenschmerzen bekommen,
  • Knöchel, Beine und Füße können anschwellen (Flüssigkeitsretention),
  • Sie können sich wie betäubt fühlen – Ihre Haut kann ihre Schmerz- und Berührungsempfindlichkeit verlieren,
  • Sie können Erbrechen, Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen, Verstopfung, Blähungen und Winde bekommen,
  • es kann eine Störung der Nierenfunktion auftreten, die durch Untersuchungen nachgewiesen werden kann,
  • Sie können sich erregt fühlen, oder es fällt Ihnen schwer einzuschlafen,
  • Schwindelgefühl,
  • es besteht ein Risiko auf Blutarmut – Veränderungen der roten Blutkörperchen nach einer Operation, die Müdigkeit und Atemlosigkeit verursachen können,
  • Sie können einen rauen Hals oder Schwierigkeiten beim Atmen bekommen (Kurzatmigkeit),
  • Ihre Haut kann jucken,
  • Ihre Urinmenge kann geringer sein als gewöhnlich,
  • es kann sich bei Ihnen eine Entzündung des alveolären Kieferknochens entwickeln (Entzündungen und Schmerzen nach einer Zahnextraktion),
  • vermehrtes Schwitzen,
  • niedrige Kaliumspiegel bei Bluttestergebnissen.

Wenn einer dieser Effekte bei Ihnen auftritt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester.

Gelegentliche Nebenwirkungen,

diese können bei weniger als 1 von 100 Behandelten auftreten.

  • Herzattacke,
  • es besteht das Risiko einer zerebrovaskulären Erkrankung z. B. eines Schlaganfalls oder einer vorübergehenden ischämischen Attacke (vorübergehend verminderter Blutfluss ins Gehirn), eines Mini-Schlaganfalls, einer Angina oder einer Blockade von Blutgefäßen zum Herz oder zum Gehirn,
  • Blutgerinnsel in der Lunge,
  • ein bestehender Bluthochdruck kann sich verschlechtern,
  • es können Geschwüre im Verdauungstrakt auftreten, chronischer Magensäurerückfluss,
  • Ihr Herzschlag kann verlangsamt sein,
  • niedriger Blutdruck im Stehen,
  • es kann eine Leberfunktionsstörung auftreten, die durch Blutuntersuchungen nachgewiesen werden kann,
  • Sie können leichter blaue Flecken bekommen aufgrund einer niedrigen Anzahl von Blutplättchen,
  • Operationswunden können sich entzünden, ungewöhnliche Absonderung aus Operationswunden,
  • Hautverfärbungen oder -blutungen,
  • Komplikationen mit der Hautheilung nach Operationen,
  • hohe Blutzuckerwerte,
  • Schmerzen oder Reaktionen an der Injektionsstelle,
  • Ausschlag oder erhabener juckender Ausschlag (Nesselsucht),
  • Anorexie (Appetitverlust),
  • Gelenkschmerzen,
  • Hohe Blutenzymspiegel, die auf eine Verletzung oder Stress des Herzens, des Gehirns oder des Muskelgewebes hindeuten,
  • Mundtrockenheit,
  • Muskelschwäche,
  • Ohrenschmerzen,
  • ungewöhnliche Bauchgeräusche.

Wenn einer dieser Effekte bei Ihnen auftritt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester.

Seltene Nebenwirkungen

diese können bei weniger als 1 von 1000 Behandelten auftreten.

  • Ausschlag oder Geschwüre in allen Körperbereichen (z. B. an der Haut, im Mund, den Augen, dem Gesicht, den Lippen oder der Zunge) oder irgendwelche andere Zeichen für Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Schwellungen des Gesichtes, der Lippen und der Zunge, pfeifender Atem, Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken (möglicherweise tödlich),
  • Schwellungen, Blasenbildung oder Abschälen der Haut,
  • Nierenversagen und akutes Nierenversagen,
  • Herzleistungsschwäche, Herzinfarkt,
  • Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag,
  • Atemlosigkeit,
  • Hepatitis (Leberentzündung),
  • Entzündung der Speiseröhre,
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (kann zu Bauchschmerzen führen),

Wenn einer dieser Effekte bei Ihnen auftritt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen vor der Zubereitung erforderlich.

Ihr Arzt wird Dynastat nach Auflösen in dem Lösungsmittel so bald wie möglich verwenden.

Wenn sich Partikel in der Injektionslösung befinden oder das Pulver bzw. die Lösung verfärbt sind, wird die Lösung nicht mehr verwendet.


Bewertungen «Dynastat 40 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einerInjektionslösung»