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«Falithrom® 1,5 mite/Falithrom® Filmtabletten»

Falithrom® 1,5 mite/Falithrom® Filmtabletten


Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Phenprocoumon hemmt die Blutgerinnung. Es wird auch als Vitamin-K-Gegenspieler (Antagonist) bezeichnet.Die Bildung der Blutgerinnungsfakoren findet in der Leber statt. Dafür benötigt die Leber Vitamin K, das sie über die Nahrung (Gemüse) oder mittels Darmbakterien gewinnt.Phenprocoumon verdrängt das Vitamin K in der Leber und hemmt so die Produktion von Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren. Auf diese Art wird die Gerinnungsfähigkeit des Blutes vermindert. Bei jedem Patienten, der Phenprocumon einnimmt, muss bestimmt werden, wie hoch die Dosis an Wirkstoff sein muss, um eine ausreichende Hemmung der Blutgerinnung zu erzielen.Die Blutgerinnungsfähigkeit muss während der Therapie regelmäßig durch einen Bluttest (INR-Wert) kontrolliert werden. Ob und wie lange Phenprocoumon eingenommen werden muss, ist abhängig von der Art der Erkrankung.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Blutgerinnsel in der Lunge (Lungenembolie)
  • Blutgerinnungshemmung
  • Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
  • Thrombose (Blutgerinnsel)

Packungsgrößen

  • 100 Filmtbl. (N3) mite
  • 20 Filmtbl. (N1)
  • 50 Filmtbl. (N2)
  • 100 Filmtbl. (N3)
  • 20 Filmtbl. (N1) mite
  • 50 Filmtbl. (N2) mite

Warnhinweise!

  • Jede Person, die mit starken Blutgerinnungshemmern (Cumarine) behandelt wird, muss einen vom Arzt ausgestellten Ausweis über die gerinnungshemmende Therapie bei sich tragen. Es müssen regelmäßige Kontrollen der Gerinnungswerte (Quickwert) durchgeführt werden.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Akute Blutungen (z.B. Magendarmblutungen) oder eine erhöhte Neigung zu Blutungen, aufgrund einer Gerinnungsstörung oder durch Einnahme gerinnungshemmender Medikamente.
  • Nach Operationen
  • Netzhauterkrankungen mit Blutungsgefahr
  • Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • Sonderform der Lungentuberkulose mit Hohlraumbildung im Lungengewebe (kavernös)

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft darf das Medikament nicht angewendet werden.
  • Während der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Leberentzündung (Hepatitis)
  • Erhöhte Blutungsneigung
  • Blutungen
  • Abnahme der Knochendichte bei langfristiger Therapie
  • Verstärkter Haarausfall, der sich meist wieder zurückbildet
  • Geschwürige Hautdefekte
  • Magenschmerzen, Blutungen der Magenschleimhaut, Magen-Darm-Geschwüre, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung (Gelegentlich)
  • Blutergüsse (Gelegentlich)
  • Lebensgefährliche Blutungen (Selten)

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme zahlreicher anderer Medikamente kann es zu Wechselwirkungen mit Phenprocoumon kommen. Vor allem kann die gerinnungshemmende Wirkung verstärkt oder abgeschwächt werden. So verstärken z. B. Acetylsalicylsäure und bestimmte andere Schmerz- und Rheumamittel die Gerinnungshemmung. Fragen Sie deshalb Ihren Arzt oder Apotheker, falls Sie noch weitere Medikamente einnehmen.


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