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«Itracol HEXAL»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST ITRACOL HEXAL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Itracol HEXAL ist ein Arzneimittel mit breitem Wirkungsspektrum zur Behandlung von Pilzerkrankungen.
Itracol HEXAL wird angewendet bei
Oberflächlichen Pilzinfektionen
Itracol HEXAL ist wenn eine äußerliche Behandlung nicht wirksam ist zur Behandlung folgender Pilzerkrankungen angezeigt:
- Pilzerkrankung der Haut (z. B. Tinea corporis, Tinea cruris, Tinea pedis, Tinea manus)
- Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)
- durch Pilze (Dermatophyten und/oder Hefen) verursachte Infektionen der Finger- und Zehennägel, die mit Onycholysis und/oder Hyperkeratose (Nagelablösung mit vermehrter Hornhautbildung) einhergehen
- durch Pilze (Aspergillus spp., Hefen [Candida], Fusarium spp.) verursachte Hornhautentzündung des Auges (mykotische Keratitis).
Pilzerkrankungen der Schleimhäute und/oder innerer Organe (systemische Mykosen)
Itracol HEXAL ist zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Schleimhäute und/oder innerer Organe (systemische Mykosen) angezeigt, wie Candidose, Aspergillose, nichtmeningealer Kryptokokkose (bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem mit Kryptokokkose und allen Patienten mit Kryptokokkose des zentralen Nervensystems sollte Itracol HEXAL nur angewendet werden, wenn Therapien der ersten Wahl ungeeignet erscheinen oder unwirksam sind), Histoplasmose, Sporotrichose, Paracoccidioidomykose, Blastomykose und anderen selten auftretenden systemischen oder tropischen Mykosen.
Itracol HEXAL kann zur Behandlung einer KryptokokkenMeningitis angewendet werden bei Patienten,
- die auf Amphotericin B/Flucytosin nicht ansprechen
- oder bei denen Amphotericin B/Flucytosin auf Grund einer Nierenschädigung oder aus anderen Unverträglichkeitsgründen nicht angezeigt sind.
Was ist bei Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen?
Da zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Itracol HEXAL nur begrenzt Erfahrungen vorliegen, wird die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen. Kinder und Jugendliche sollten nur mit Itracol HEXAL behandelt werden, wenn der mögliche Nutzen die möglichen Risiken überwiegt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Itracol HEXAL darf nicht eingenommen werden, wenn Sie
• überempfindlich (allergisch) gegen Itraconazol oder einen der sonstigen Bestandteile von Itracol HEXAL sind (aufgelistet in Abschnitt 6. Weitere Informationen)
• schwanger sind, glauben, dass Sie schwanger sind oder werden könnten (siehe unter Abschnitt Schwangerschaft)
• eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
Astemizol, Mizolastin oder Terfenadin (Antihistaminika gegen Allergien)
Bepridil zur Behandlung einer Angina pectoris (einengende Brustschmerzen)
Nisoldipin (Anwendung bei hohem Blutdruck)
Cisaprid (Anwendung bei Magenverstimmung)
Midazolam zum Einnehmen oder Triazolam (Schlafmittel bzw. Mittel gegen Angstgefühle)
Atorvastatin, Lovastatin oder Simvastatin (Anwendung zur Cholesterinsenkung)
Pimozid und Sertindol (bei Zuständen, die die Gedanken, Gefühle und/oder das Verhalten betreffen)
Levacetylmethadol zur Behandlung bei Drogenmissbrauch (Opioid-Abhängigkeit)
Dihydroergotamin, Ergotamin und Eletriptan (gegen Migränekopfschmerz)
Ergometrin und Methylergometrin (Anwendung nach einer Entbindung)
Chinidin und Dofetilid (gegen Herzrhythmusstörungen)
• Zeichen einer schweren Herzfunktionsstörung (ventrikuläre Dysfunktion, Herzinsuffizienz) haben oder eine Herzschwäche haben oder hatten (siehe unter Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Itracol HEXAL ist erforderlich“).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Itracol HEXAL ist erforderlich,
• wenn Sie weitere Arzneimittel einnehmen. Bei Anwendung von Itracol HEXAL besteht die Möglichkeit wichtiger Arzneimittelwechselwirkungen, die Krankheitserscheinungen auslösen können. Beachten Sie daher bitte die Abschnitte „Itracol HEXAL darf nicht eingenommen werden“ und „Bei Einnahme von Itracol HEXAL mit anderen Arzneimitteln“ und fragen Sie hierzu Ihren Arzt.
Verständigen Sie sofort Ihren Arzt,
• wenn Sie während der Anwendung von Itracol HEXAL ungewöhnliche Empfindungen in Ihren Händen oder üßen haben wie Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schwäche.
• wenn Sie Symptome eines Hörverlustes bei sich beobachten. Der Hörverlust geht für gewöhnlich vorüber, sobald die Behandlung mit Itraconazol eingestellt wird, kann aber bei einigen Patienten bestehen bleiben.
Sie müssen Ihren Arzt vor der Verabreichung von Itracol HEXAL informieren, wenn Sie unter Folgendem leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben:
• einem Herzproblem einschließlich einer Herzfunktionsstörung (ventrikuläre Dysfunktion, dekompensierte Herzinsuffizienz). Itracol HEXAL könnte es verschlimmern.
Wenn Sie eine der unten aufgeführten Beschwerden bekommen, hören Sie mit der Einnahme von Itracol HEXAL auf und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt darüber:
Kurzatmigkeit
unerwartete Gewichtszunahme
Anschwellen Ihrer Beine oder Ihres Bauchs
Gefühl ungewöhnlicher Müdigkeit
nächtliches Aufwachen mit Kurzatmigkeit
• einem Leberproblem oder Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut). Ihr Arzt wird die Behandlung nur beginnen, wenn der erwartete Nutzen größer ist als das Risiko einer Leberschädigung. In diesen ällen wird Ihr Arzt die Leberfunktion kontrollieren.
Nehmen Sie Itracol HEXAL nicht mehr ein und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf, wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Itracol HEXAL folgende Beschwerden auftreten:
Appetitlosigkeit
Übelkeit
Erbrechen
ungewöhnliche Müdigkeit
Bauchschmerzen
ungewöhnlich dunkler Urin
• wenn Sie eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion haben. Die Dosierung von Itracol HEXAL muss dann eventuell angepasst werden.
• wenn Sie ein geschwächtes Immunsystem haben, z. B. bei Neutropenie (verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen), AIDS oder nach einer Organtransplantation. Die Dosierung von Itracol HEXAL muss dann eventuell erhöht werden.
• wenn Sie AIDS-Patient sind und eine Pilzerkrankung der Organe haben (wie Sporotrichose, Blastomykose, Histoplasmose, Kryptokokkose [mit und ohne Hirnhautentzündung]), wird Ihr behandelnder Arzt prüfen, ob Sie eine sogenannte Erhaltungstherapie durchführen müssen.
• wenn Sie bereits früher gegen ein anderes Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen allergisch reagiert haben.
• wenn Sie zu wenig Magensäure haben. Die Aufnahme von Itraconazol aus den Kapseln in den Körper wird dadurch beeinträchtigt. Wenn Sie säureneutralisierende Arzneimittel (z. B. Aluminiumhydroxid) einnehmen müssen, sollten Sie diese frühestens zwei Stunden nach der Einnahme von Itracol HEXAL einnehmen. Patienten mit Magensaftmangel (Achlorhydrie), bestimmte AIDS-Patienten oder Patienten, die Arzneimittel zur Verminderung der Magensekretion (z. B. H2-Antagonisten, Protonenpumpenhemmer) einnehmen, sollten Itracol HEXAL mit einem Cola-Getränk einnehmen.
Schwangerschaft
Nehmen Sie Itracol HEXAL nicht ein, wenn Sie schwanger sind, es sei denn Ihr Arzt hat Ihnen dazu geraten, weil Sie eine lebenserhaltende Therapie benötigen und der mögliche Nutzen die möglichen Risiken überwiegt.
Über die Anwendung von itraconazolhaltigen Kapseln während der Schwangerschaft liegen nur im begrenzten Umfang Informationen vor. In Erfahrungen nach Markteinführung wurde über älle von angeborenen Missbildungen berichtet. Dazu gehören Missbildungen des Skeletts, des Urogenitaltrakts, des Herz-Kreislauf-Systems, des Auges, der Chromosomen sowie Mehrfach-Missbildungen. Bisher wurde nicht festgestellt, dass Itracol HEXAL die Ursache dafür war.
Epidemiologische Daten hinsichtlich der Einnahme von Itraconazol während der ersten drei Monate der Schwangerschaft - meistens mit nur einer kurzzeitigen Therapiedauer - zeigten kein erhöhtes Missbildungsrisiko.
Wenn Sie im gebärfähigen Alter sind, müssen Sie eine Schwangerschaft durch geeignete Verhütungsmaßnahmen während der Behandlung und bis zu 4 Wochen nach Behandlungsende verhindern.
Stillzeit
Itraconazol wird nur in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden. Daher muss der Nutzen einer Behandlung mit Itracol HEXAL gegenüber dem Risiko des Stillens sorgfältig abgewogen werden. Im Zweifelsfall sollten Sie nicht stillen. Bitte fragen Sie hierzu Ihren Arzt.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Itracol HEXAL kann gelegentlich Schwindelgefühl, Verschwommensehen/Doppeltsehen oder Hörverlust hervorrufen. Fahren Sie nicht und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie diese Beschwerden haben.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Itracol HEXAL
Dieses Arzneimittel enthält Glucose und Sucrose. Bitte nehmen Sie Itracol HEXAL erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

WIE IST ITRACOL HEXAL EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Itracol HEXAL immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
1 x täglich 2 Hartkapseln
(entspr. 200 mg Itraconazol)
oder
1 x täglich 1 Hartkapsel
Wenn Sie eine größere Menge Itracol HEXAL eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie Itracol HEXAL in zu hoher Dosierung eingenommen haben, sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen. Zur Überdosierung stehen bisher keine Daten zur Verfügung. Es sollten unterstützende Maßnahmen eingesetzt werden. Innerhalb der ersten Stunde nach Einnahme kann eine Magenspülung vorgenommen werden. Gegebenenfalls kann Aktivkohle verabreicht werden. Itraconazol kann nicht durch Blutwäsche entfernt werden. Spezielle Gegenmaßnahmen sind nicht bekannt.
Wenn Sie die Einnahme von Itracol HEXAL vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Itracol HEXAL abbrechen
Sie sollten die Behandlung mit Itracol HEXAL nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt vorzeitig abbrechen. Die Wirksamkeit von Itracol HEXAL könnte bei vorzeitigem Abbrechen der Behandlung gemindert sein.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Itracol HEXAL mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Es gibt einige Arzneimittel, die Sie während der Einnahme von Itracol HEXAL nicht einnehmen sollten. Diese sind unter der Überschrift „Itracol HEXAL darf nicht angewendet werden" aufgelistet.
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Itracol HEXAL?
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden, weil diese verhindern könnten, dass Itracol HEXAL richtig wirkt:
• Rifampicin, Rifabutin und Isoniazid (Antibiotika gegen Tuberkulose)
• Phenytoin, Carbamazepin und Phenobarbital (Antiepileptika)
• Johanniskraut (ein pflanzliches Arzneimittel gegen Depressionen)
Wenden Sie Itracol HEXAL nicht innerhalb von 2 Wochen nach Einnahme der oben genannten Arzneimittel an.
• Arzneimittel zur Verminderung oder Neutralisierung der Magensäure (siehe auch unter „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Itracol HEXAL ist erforderlich").
Folgende Arzneimittel erhöhen die Plasmakonzentration von Itraconazol. Die Dosierung von Itracol HEXAL muss deshalb eventuell reduziert werden:
• Ritonavir oder Indinavir (Mittel gegen HIV)
• Clarithromycin oder Erythromycin (Antibiotika gegen Infektionen)
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Itracol HEXAL Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
Arzneimittel können schwere allergische Reaktionen auslösen. Wenden Sie Itracol HEXAL nicht weiter an und informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Folgendes bei Ihnen auftritt:
• plötzlich auftretende Atembeschwerden, Schwierigkeiten beim Atmen, Schwellungen im Gesicht, Ausschlag, Juckreiz (besonders, wenn er den ganzen Körper betrifft) oder schwerwiegende Hautveränderungen einschließlich Blasenbildung und Abschälen der Haut.
• starke Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, ungewöhnliche Müdigkeit, Bauch(Magen)schmerzen, ungewöhnlich dunkel gefärbter Urin oder heller Stuhl. Dies könnten Symptome ernsthafter Leberprobleme sein.
Sie sollten Ihren Arzt auch sofort wissen lassen, wenn bei Ihnen irgendeine der unten aufgeführten Nebenwirkungen auftritt:
• Symptome, die einem Herzversagen ähneln, wie Kurzatmigkeit, unerwartete Gewichtszunahme, Anschwellen der Beine, ungewöhnliche Erschöpfung, wiederholtes Aufwachen in der Nacht
• Lichtempfindlichkeit, Kribbelgefühl, Taubheitsgefühl oder Schwäche in den Gliedmaßen
• Verschwommensehen/Doppeltsehen, Ohrgeräusche, Verlust der ähigkeit, die Blase zu kontrollieren oder verstärkter Drang Wasser zu lassen
• Symptome eines Hörverlustes
Andere Nebenwirkungen umfassen:
Häufig:
Bauchschmerzen, Übelkeit, Hautausschlag.
Gelegentlich:
Überempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Empfindungen wie Taubheitsgefühl, Kribbelgefühl oder Schwäche in Ihren Händen oder üßen (Parästhesie), Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), unangenehmer Geschmack, Blähungen, Erhöhung des Bilirubins im Blut, Erhöhung der Aktivität der Leberenzyme Alanin-Aminotransferase und Aspartat-Aminotransferase, Nesselsucht (Urtikaria), Haarausfall, Juckreiz, Menstruationsstörungen, Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme).
Selten:
Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Leukopenie), vermindertes Schmerzempfinden (Hypästhesie), Sehstörungen, Ohrengeräusche (Tinnitus), Atemnot (Dyspnoe), starke Schmerzen im Oberbauch, oft einhergehend mit Übelkeit und Erbrechen (Pankreatitis), erhöhte Leberenzymaktivität, häufiges Wasserlassen (Pollakisurie), Fieber.
Nicht bekannt:
Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie) oder der Blutplättchen (Thrombozytopenie), schwere Überempfindlichkeitserscheinungen (anaphylaktische, anaphylaktoide Reaktion), Serumkrankheit, schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut (angioneurotisches Ödem), erniedrigter Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie), Erhöhung bestimmter Blutfettwerte (Hypertriglyzeridämie), periphere Neuropathie, verschwommenes Sehen und Doppeltsehen, vorübergehender oder dauerhafter Hörverlust, Herzschwäche mit Anzeichen wie Kurzatmigkeit, unerwarteter Gewichtszunahme, geschwollenen Beinen oder geschwollenem Bauch, ungewöhnlicher Erschöpfung oder neu auftretenden Durchschlafstörungen (dekompensierte Herzinsuffizienz), Lungenödem, plötzliches Leberversagen, Leberentzündung, schwere Lebervergiftung (Hepatotoxizität), schwere arzneimittelallergische Hautreaktionen (wie toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, akute generalisierte exanthematöse Pustulose, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis oder leukozytoklastische Vaskulitis) einhergehend mit unterschiedlichen Hautveränderungen, Lichtempfindlichkeit, Muskelschmerz (Myalgie), Gelenkschmerz (Arthralgie), unwillkürliches Wasserlassen (Harninkontinenz), Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion).

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Itracol HEXAL 100 mg Hartkapseln
Wirkstoff: Itraconazol
Zur Anwendung bei Erwachsenen
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Welche Wirkungen anderer Arzneimittel werden durch Itracol HEXAL beeinflusst?
Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden, weil deren Plasmakonzentrationen, Wirkungen oder Nebenwirkungen überwacht werden sollten. Gegebenenfalls sollte deren Dosierung bei gleichzeitiger Anwendung mit Itraconazol reduziert werden:
• Arzneimittel, die auf Herz und Blutgefäße wirken (Digoxin, Disopyramid, Kalziumkanalblocker wie Dihydropyridine und Verapamil sowie Cilostazol)
• Arzneimittel, die die Blutgerinnung verlangsamen oder das Blut verdünnen (orale Antikoagulanzien)
• Arzneimittel zum Einnehmen oder zur Injektion gegen Entzündungen, Asthma und Allergien (Methylprednisolon, Budesonid, Fluticason und Dexamethason)
• Arzneimittel, die bei HIV angewendet werden (z. B. Ritonavir, Indinavir, Saquinavir)
• bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von „Krebs“ (wie Busulphan, Docetaxel, Trimetrexat und eine Gruppe von Arzneimitteln, die als Vinca-Alkaloide bekannt sind)
• Arzneimittel gegen starke Schmerzen (Alfentanil und Fentanyl)
• Arzneimittel, die gegen Angstgefühle oder als Schlafmittel eingesetzt werden (Buspiron, Alprazolam, Brotizolam, Midazolam, wenn es in eine Vene injiziert wird)
• Arzneimittel gegen Depressionen (Reboxetin)
• Antihistaminikum (Ebastin)
• Malariamittel (Halofantrin)
• Arzneimittel gegen Diabetes (Repaglinid)
• bestimmte Arzneimittel, die die Abwehr des Körpers nach Organtransplantationen verhindern (Ciclosporin, Tacrolimus, Rapamycin (auch als Sirolimus bekannt)
Es wurden keine Wechselwirkungen zwischen Itraconazol und Zidovudin (AZT) (Arzneimittel gegen AIDS) oder Fluvastatin (Cholesterinsenker) beobachtet.
Es wurde keine beschleunigte Verstoffwechselung von Ethinylestradiol und Norethisteron (Verhütungsmittel) durch Itraconazol beobachtet.
Entsprechende Untersuchungen zeigten keine Wechselwirkungen bezüglich der Plasmaproteinbindung zwischen Itraconazol und Imipramin, Propranolol, Diazepam, Cimetidin, Indometacin, Tolbutamid und Sulfamethazin.
Bei Einnahme von Itracol HEXAL zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Patienten mit Magensaftmangel (Achlorhydrie), bestimmte AIDS-Patienten oder Patienten, die Arzneimittel zur Verminderung der Magensekretion (z. B. H2-Antagonisten, Protonenpumpenhemmer) einnehmen, sollten Itracol HEXAL mit einem Cola-Getränk einnehmen.
 Tage
oder
Kleienpilzflechte
1 x täglich 2 Hartkapseln
Hornhautentzündung des Auges
1 x täglich 2 Hartkapseln
3 Wochen

Oberflächliche Pilzinfektionen
AnwendungsgebietDosierungBehandlungsdauer
Pilzerkrankungen der Haut(entspr. 100 mg Itraconazol)2 Wochen
Pilzerkrankungen der Handinnenflächen und Fußsohlen(entspr. 100 mg Itraconazol)4 Wochen
(Pityriasis versicolor)(entspr. 200 mg Itraconazol)7 Tage
(mykotische Keratitis)(entspr. 200 mg Itraconazol)

Ein Intervall = 2 x täglich 2 Hartkapseln über eine Woche, dann Einnahmepause über 3 Wochen.
Einnahme ohne Unterbrechung
1 x täglich 2 Hartkapseln

Pilzerkrankungen der Nägel
Einnahme mit Unterbrechung (= Intervalltherapie)Dosierung und Behandlungsdauer
Behandlungsdauer: In der Regel 3 Intervalle, also insgesamt 3 Monate.
Bei alleinigem Befall der Fingernägel kann eine kürzere Behandlungsdauer ausreichen. Insbesondere bei Befall der Zehennägel kann der endgültige Therapieerfolg erst nach weiteren 3 Monaten (ohne Behandlung) eintreten.
Bei Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel sollte aus Sicherheitsgründen die Behandlungsdauer 3 Monate nicht überschreiten.
Hinweis: Um ein gutes Ergebnis zu erreichen, sollte der erkrankte Nagelbereich vor Behandlungsbeginn möglichst wenig traumatisierend (z. B. mit Harnstoffsalben) entfernt werden.
(= kontinuierliche Therapie)DosierungBehandlungsdauer
(entspr. 200 mg Itraconazol)In der Regel 3 Monate (bei alleinigem Befall der Fingernägel kann eine kürzere Behandlungsdauer ausreichen).

Itraconazol verbleibt wesentlich länger in der Haut und in den Nägeln als im Blut.
Bei Pilzerkrankungen der Haut tritt eine deutliche Besserung im Allgemeinen in der ersten Woche nach Behandlungsbeginn ein. Eine optimale Heilung wird bei Pilzerkrankungen der Haut  Wochen, bei Pilzerkrankungen der Nägel  Monate nach Absetzen von Itracol HEXAL erreicht.
1 x täglich 2 Hartkapseln
1 x täglich 1 bis 2 Hartkapseln
3 Wochen -
1 x täglich 2 Hartkapseln
2 x täglich (morgens und abends) 2 Hartkapseln
Erhaltungstherapie:
1 x täglich 2 Hartkapseln bis
2 x täglich (morgens und abends) 2 Hartkapseln
1 x täglich 1 Hartkapsel bis
2 x täglich (morgens und abends) 2 Hartkapseln
1 x täglich 1 Hartkapsel
1 x täglich 1 Hartkapsel
1 x täglich 1 bis 2 Hartkapseln

Pilzerkrankungen der Schleimhäute und/oder inneren Organe (systemische Mykosen)
AnwendungsgebietDosierungBehandlungsdauer1Bemerkungen
Aspergillose(entspr. 200 mg Itraconazol) MonateBei invasivem oder disseminiertem Verlauf (Eindringen der Pilze in Nachbargewebe oder Streuung im Körper) auf 2 x täglich (morgens und abends) 2 Hartkapseln (entspr. 400 mg Itraconazol) erhöhen.
Candidose(entspr.  mg Itraconazol)7 MonateBei invasivem oder disseminiertem Verlauf (Eindringen der Pilze in Nachbargewebe oder Streuung im Körper) auf 2 x täglich (morgens und abends) 2 Hartkapseln (entspr. 400 mg Itraconazol) erhöhen.
Nichtmeningeale Kryptokokkose(entspr. 200 mg Itraconazol)2 Monate – 1 JahrIn klinischen Studien wurden auch höhere Dosen bis zu 600 mg pro Tag angewandt.
Kryptokokken-Meningitis(entspr. 400 mg Itraconazol) WochenIn klinischen Studien wurden auch höhere Dosen bis zu 600 mg pro Tag angewandt.
siehe "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Itracol HEXAL ist erforderlich ".
Histoplasmose(entspr.  mg Itraconazol)8 Monate
Blastomykose(entspr.  mg Itraconazol)6 Monate
Lymphokutane und kutane Sporotrichose(entspr. 100 mg Itraconazol)3 Monate
Paracoccidioidomykose(entspr. 100 mg Itraconazol)6 MonateEs liegen keine Daten bezüglich der Wirksamkeit von Itracol HEXAL in der angegebenen Dosierung zur Behandlung einer Paracoccidioidomykose bei AIDS-Patienten vor.
Chromomykose(entspr.  mg Itraconazol)6 Monate
1 Die Behandlungsdauer hängt vom klinischen und mykologischen Ansprechen des Patienten ab.

Nehmen Sie die Hartkapseln bitte unzerkaut direkt nach einer Mahlzeit mit etwas Flüssigkeit ein, um eine maximale Aufnahme der Substanz in den Körper zu erreichen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Itracol HEXAL zu stark oder zu schwach ist.


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