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«Jumex 5 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Selegilinhydrochlorid, der Wirkstoff von Jumex, verhindert einen Dopaminmangel im Gehirn. Dopaminmangel ist eine Ursache der Parkinson-Erkrankung.

Jumex dient zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Jumex darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Selegilinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Jumex 5 mgTabletten sind,
  • wenn Sie an Parkinson-ähnlichen Erkrankungen leiden, die aber nicht auf Dopamin-mangel beruhen,
  • wenn Sie ein akutes Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür haben,
  • wenn Sie gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln behandelt werden:
  • Mittel zur Behandlung von Depressionen
  • Linezolid, ein Antibiotikum
  • bestimmte Migränemittel, die sogenannte „Triptane“ enthalten
  • bestimmte Schmerzmittel, die Opiate wie z. B. Pethidin oder Tramadol enthal-ten
  • sog. „Sympathomimetika“, das sind Arzneimittel zur Abschwellung der Nasen-schleimhaut, Erweiterung der Atemwege, Erhöhung der Herzfrequenz, sowie

gegen zu niedrigen Blutdruck.

Bei einer kombinierten Jumex - Levodopa-Behandlung müssen die zusätzlichen Gegenan-zeigen von Levodopa (darüber hinaus zusätzlich: Prostatavergrößerung mit Restharnbildung und fortgeschrittenes Nachlassen der geistigen Fähigkeiten) berücksichtigt werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Jumex ist erforderlich Ihr Arzt wird die Behandlung besonders streng überwachen, wenn Sie unter folgenden Erkrankungen leiden:

  • schwer behandelbarer Bluthochdruck,
  • Herzrhythmusstörungen,
  • schwere Verengung der Herzkranzgefäße,
  • psychische Krankheiten („Psychosen“),
  • schwere Leberfunktionsstörungen,
  • schwere Nierenfunktionsstörungen,
  • in der Vergangenheit Magengeschwüre.

Informieren Sie Ihren Arzt auch, wenn Sie früher an einer Störung der Leberfunktion gelit-ten haben, damit die Leberfunktion entsprechend überwacht wird.

Bei gemeinsamer Behandlung mit Levodopa (einem anderen Arzneimittel gegen die Par-kinson-Krankheit) verstärkt Jumex die Wirkung von Levodopa. Bei nicht optimaler Dosie-rung können aber auch die Nebenwirkungen einer Levodopa-Behandlung zunehmen. Informieren Sie daher Ihren Arzt wenn z. B. willkürliche oder unwillkürliche Bewegungen oder Erregung auftritt. Der Arzt wird gegebenenfalls die Levodopa-Dosis anpassen.

Bei passender Dosierung von Levodopa verringert Jumex die Nebenwirkungen einer Le-vodopa-Therapie.

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie auch Arzneimittel mit Wirkung auf das Gehirn verwen-den, da dann die Behandlung mit Jumex verstärkt überwacht werden muss.

Die Anwendung des Arzneimittels Jumex kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergeb-nissen führen.

Bei Einnahme von Jumex mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Jumex verstärkt die Wirkung von Levodopa: Diese Wirkung ist erwünscht.

Einige Arzneimittel dürfen nicht gemeinsam mit Jumex verwendet werden Beachten Sie dazu streng die Angaben im Abschnitt „Jumex darf nicht eingenommen wer-den“

Folgende Arzneimittel können die Nebenwirkungen von Jumex verstärken:

  • Mittel zur Hormonersatztherapie
  • Mittel zur hormonellen Schwangerschaftsverhütung (die „Pille“: Wirkstoffe: Gestoden oder Levonorgestrel mit Ethinylestradiol)
  • sog. „Anticholinergika“ und Arzneimittel mit dem Wirkstoff Amantadin (gegen Parkin-son – Erkrankung).

Weiters ist zu beachten:

  • wenn Sie Jumex einnehmen oder innerhalb der letzten 2 Wochen eingenommen ha-ben, kann der Wirkstoff Dopamin (gegen schwere Herz-Kreislauferkrankungen) zu einem starken Blutdruckanstieg führen.
  • die Wirkung folgender Medikamente kann unvorhersehbar verändert werden:
  • bestimmte Mittel zur Herzstärkung (sog. „Herzglykoside“, Wirkstoff: Digitalis)
  • Blutgerinnungshemmer (sog. „Antikoagulantien“)

Bei Einnahme von Jumex zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Behandlung mit Jumex müssen Sie Alkohol meiden, da durch Alkohol die Wirkung von Jumex in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt wird.

Diätetische Einschränkungen (z. B. Verzicht auf Käse, Fisch, Geflügelleber) sind im All-gemeinen bei der Behandlung mit Jumex nicht erforderlich. Wenn Sie aber Jumex zu-sammen mit einem weiteren sog. „MAO-Hemmer“ anwenden, sollten Sie Nahrungsmittel mit einem hohen Tyramingehalt meiden (z. B. Käse, Fisch, Geflügelleber, He-fe/Germprodukte), um Kopfschmerzattacken und Kreislaufschwankungen zu vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Da Parkinson vorwiegend ältere Menschen betrifft, liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit Jumex bei Schwangeren und stillenden Frauen vor. Jumex sollte daher während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Es wird daher empfohlen, während der Behandlung keine Fahrzeuge zu lenken und keine potentiell gefährlichen oder komplizierten Maschinen zu bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Jumex Jumex-Tabletten enthalten Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Jumex erst nach Rück-sprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerun-verträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Jumex immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet ist die übliche Dosis:

2 Jumex 5 mg Tabletten pro Tag.

Sie dürfen pro Tag nicht mehr als 2 Jumex-Tabletten einnehmen.

Art und Dauer der Anwendung:

Nehmen Sie entweder

  • beide Tabletten als Einzeldosis nach dem Frühstück, oder
  • jeweils eine Tablette nach dem Frühstück und eine Tablette nach dem Mittagessen. Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser).

Die Dauer der Behandlung hängt vom Krankheitsverlauf ab und wird von Ihrem Arzt festge-legt!

Wenn Sie eine größere Menge von Jumex eingenommen haben, als Sie solltenÜberdosierungen mit Jumex können gefährlich sein. Verständigen Sie daher bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt oder den Notarzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.

Anzeichen einer Überdosierung können Schwindelgefühl, Bewegungsstörungen, Reiz-barkeit, Unruhe, Fieber, Zittern, Krämpfe, gehobene Stimmung, psychische Veränderun-gen („Psychosen“), Euphorie, Atmungsstörungen, schwere Muskelkrämpfe, Blutdruckkri-sen oder Koma sein. Bei starker Überdosierung kann es auch zu Wirkungen, die das zentrale Nervensystem erregen, kommen.

Ein spezifisches Gegenmittel ist nicht bekannt. Die Behandlung muss entsprechend der Symptome erfolgen. Der betroffene Patient muss 24 – 48 Stunden überwacht werden.

Wenn Sie die Einnahme von Jumex vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen ha-ben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Jumex abbrechen
Wenn die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird, können die ursprünglichen Beschwerden wiederum auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Jumex Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Ne-benwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Da Jumex die Wirkung von Levodopa verstärkt, können auch die Nebenwirkungen von Le-vodopa verstärkt werden (Ruhelosigkeit, Bewegungsstörungen, abnorme Bewegungen, Un-ruhe, Verwirrung, Halluzination, Blutdruckabfall beim Aufstehen, der zu Schwindel, Ohren-sausen oder Ohnmacht führt, unregelmäßige Herztätigkeit, Schmerzen im Brustraum, die in die Umgebung ausstrahlen können, Verstopfung, Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, Er-mattung, Atembeschwerden und Verkrampfung).
Diese Nebenwirkungen kann Ihr Arzt – wenn möglich - durch eine Verringerung der Le-vodopa-Dosis, teilweise vermindern.

Bei der Angabe von Nebenwirkungen werden folgende international üblichen Häufigkeitsan-gaben verwendet:

Psyche:
Gelegentlich: Stimmungsschwankungen.
Häufigkeit nicht bekannt: gesteigertes Sexualverhalten.

Nervensystem:
Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel.
Gelegentlich: leichte vorübergehende Schlafstörungen.

Herz:
Häufig: Verlangsamung der Herztätigkeit.
Gelegentlich:schnelle Herztätigkeit.
Häufigkeit nicht bekannt: Herzreizleitungsstörung.

Gefäßerkrankungen: Selten: Blutdruckabfall beim Aufstehen, der zu Schwindel, Ohrensausen oder Ohnmacht führt.

Magen-Darmtrakt: Häufig: Übelkeit.
Gelegentlich: Mundtrockenheit.

Haut:
Selten: Hauterscheinungen.

Nieren:
Häufigkeit nicht bekannt: Störungen beim Harnlassen.

Untersuchungen: Häufig: vorübergehende Erhöhung bestimmter Leberenzyme (ALT, AST).

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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