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«Kalitrans»

Kalitrans
Kalitrans


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Anwendungsgebiete
Zur Kaliumsubstitution bei:
ausgeprägtem Kaliummangel (Hypokaliämie, weniger als 3,2 mmol/I Kalium+), besonders bei gleichzeitig bestehender metabolischer Azidose
durch Kaliummangel bedingte Nerven- und Muskelstörungen (neuromuskulär) oder Herzrhythmusstörungen
Kaliummangel bei gleichzeitiger Digitalistherapie.
Zur Vorbeugung eines Kaliummangels bei Ketoazidose.
Wann dürfen Sie Kalitrans® nicht einnehmen?
Kalitrans® darf nicht eingenommen werden, wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Kaliumhydrogencarbonat, Citronensäure, Gelborange S oder einem der sonstigen Bestandteile von Kalitrans® sind.
Kalitrans® darf nicht verabreicht werden bei Krankheiten, die häufig mit einem erhöhten Kaliumspiegel im Serum (Hyperkaliämie) verbunden sind, wie Volumenmangelzustände (Dehydratation), Nierenfunktionsstörungen mit eingeschränkter Ausscheidungsfähigkeit der Niere, Morbus Addison (Funktionsunfähigkeit der Nebennierenrinde), Adynamia episodica hereditaria (GAMSTORP-Syndrom).
Wann dürfen Sie Kalitrans® erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen?
Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Kalitrans® nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
Kalitrans® sollte nur mit Vorsicht angewendet werden bei einer bestimmten Form der Blutarmut (SichelzeIlenanämie) sowie bei gleichzeitiger Therapie mit Arzneimitteln, die die Harnausscheidung erhöhen (kaliumsparende Diuretika, Aldosteronantagonisten), mit bestimmten blutdrucksenkenden Mitteln (ACE-Hemmer), mit Anticholinergika oder mit potentiell nierenschädigenden Arzneimitteln (nicht-steroidale Antiphlogistika u.a.).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Hinweise auf schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sind nicht bekannt.
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Gelborange S kann Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.
Vor der Behandlung sind der Elektrolyt- und Säuren-Basen-Status, der Herzrhythmus und besonders bei älteren Patienten die Nierenfunktion zu kontrollieren. Diese Untersuchungsparameter sind während der Therapie zunächst in kürzeren, später in längeren Abständen zu überwachen.

Wie wird es angewendet?

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Kalitrans® nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Kalitrans® sonst nicht richtig wirken kann!
In welcher Dosierung und wie oft sollten Sie Kalitrans® einnehmen?
Soweit nicht anders verordnet, werden zur Kaliumergänzung täglich aufgelöste Brausetabletten Kalitrans® (entsprechend mmol Kalium/Tag) eingenommen. Es sollten nicht mehr als 6 Brausetabletten täglich (entsprechend 150 mmol Kalium /Tag) verabreicht werden.
Wie sollten Sie Kalitrans® einnehmen?
Zum Einnehmen nach Auflösen in Wasser.
Eine Brausetablette wird in ml Wasser (ca. Glas) vollständig aufgelöst. Kalitrans® Brausetabletten können auch Fruchtsäften zugesetzt werden.
Die Brausetabletten dürfen nur nach völliger Auflösung eingenommen werden.
Wie lange sollten Sie Kalitrans® einnehmen?
Die Anwendungsdauer ist zeitlich nicht begrenzt. Sie richtet sich ausschließlich nach der therapeutischen Notwendigkeit.
Anwendungsfehler und Überdosierung
Was ist zu tun, wenn Kalitrans® in zu großen Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Bitte informieren Sie bei Verdacht auf Überdosierung umgehend einen Arzt. Bei Überdosierung kann es zu einer Erhöhung der Kaliumkonzentration im Blut (Hyperkaliämie, K+-Plasmaspiegel 5 mmol/l oder höher) kommen, die lebensbedrohlich sein kann, insbesondere bei gleichzeitiger Azidose oder Nierenfunktionseinschränkung.
Informationen für den Arzt:
Symptome der Hyperkaliämie sind vor allem Herz-Kreislauf-Störungen. Es kann zu Störungen der Herzfunktion (Bradykardie, AV-Blockierung, u.U. Kammerflimmern) und diastolischem Herzstillstand kommen. Im EKG kommt es zu hohen, spitzen, symmetrischen T-Wellen und bei hochgradiger Hyperkaliämie zur Verbreiterung des QRS-Komplexes. Die Folgen für den Kreislauf sind Blutdrucksenkung und Zentralisation (z.B. Bewusstseinsstörungen, Ohnmacht). Die neuromuskulären Symptome umfassen Empfindungsstörungen (Parästhesien), Lähmungen der Gliedmaßen (aufsteigende Paralyse) und Verwirrtheitszustände. Kaliumkonzentrationen im Blut ab 6,5 mmol/l sind bedrohlich, über 8 mmol/l oft tödlich.
Eine Hyperkaliämie kann durch parenterale Verabreichung von 10%-igem Calciumglukonat, durch Infusion einer %-igen Glukoselösung zusammen mit Insulin (10 I.E./20 g Glukose) in einer Menge von ml/Std. oder durch orale Zufuhr bzw. Einläufe mit Ionenaustauschern behandelt werden.
Unter Umständen ist eine rasche Hämodialyse lebensrettend.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Kalitrans®?
Der mögliche Kaliumgehalt anderer Medikamente (z.B. Penicillin-Kalium) ist bei der Dosierung zu berücksichtigen, ebenso die Erhöhung des Kalium-Serumspiegels durch kaliumsparende Arzneimittel.
Eine Erhöhung der (extrazellulären) Kaliumkonzentration vermindert die Wirkung von Arzneimitteln zur Behandlung der Herzschwäche (Herzglykoside), eine Erniedrigung verstärkt die Herzrhythmusstörungen verursachende (arrhythmogene) Nebenwirkung von Herzglykosiden.
Bestimmte Arzneimittel (Aldosteronantagonisten, kaliumsparende Diuretika, ACE-Hemmer, nicht-steroidale Antiphlogistika und periphere Analgetika) vermindern die Ausscheidung von Kalium über die Nieren und erhöhen somit den Kalium-Serumspiegel.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Kalitrans® auftreten?
Bei sehr empfindlichen Patienten kann die Einnahme flüssiger Zubereitungen von Kaliumcitrat zu Übelkeit und Erbrechen führen.
Daneben wurden Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Leibschmerzen und Durchfälle beschrieben.
Durch Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln, durch plötzlich auftretende Senkung des Blut-pH-Wertes (Azidose), akute Einschränkung der Nierenfunktion oder andere Zustände kann es zu einer Erhöhung der Kalium-Konzentration im Blut (Hyperkaliämie) kommen.
Dieses Arzneimittel enthält den Farbstoff Gelborange S, der allergische Reaktionen auslösen kann.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels
Das Verfallsdatum dieses Arzneimittels ist auf der Faltschachtel und dem Röhrchen aufgedruckt. Verwenden Sie das Arzneimittel nicht mehr nach diesem Datum!
Wie ist Kalitrans® aufzubewahren?
Im Originalbehältnis und nicht über +25°C aufbewahren. Das Originalbehältnis fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nach Anbruch des Behältnisses 12 Monate haltbar.
Stand der Information:
Januar 2007

Zusätzliche Informationen

Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie folgende Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gebrauchsinformation
Kalitrans®


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