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«Lannapril 10 mg - Kapseln»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

ANGEWENDET?

Ramipril, der Wirkstoff in Lannapril-Kapseln, wirkt der Bildung einer körpereigenen Substanz entgegen, die unter anderem den Blutdruck beeinflusst. Durch seinen Wirkmechanismus im Körper hat Ramipril auch eine Schutzfunktion bei Patienten mit Herzmuskelschwäche bzw. Nierenerkrankung.

Lannapril wird angewendet

  • zur Behandlung von Bluthochdruck (bei schweren Formen sollte die Behandlung nur im Krankenhaus begonnen werden).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lannapril darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ramipril, einen anderen ACE-Hemmer oder einen der sonstigen in Abschnitt 6. angeführten Bestandteile von Lannapril sind. Zu Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion gehören Hautausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge.
  • wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein so genanntes angioneurotisches Ödem, hatten. Zu den Anzeichen gehören Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria), rote Flecken an Händen, Füßen und Hals, Schwellungen des Rachens und der Zunge, Schwellungen um die Augen und Lippen, Atem- und Schluckbeschwerden.
  • wenn Sie sich einer Dialyse oder einer anderen Form der Blutwäsche unterziehen, da Lannapril abhängig von dem verwendeten Gerät für Sie nicht geeignet sein kann.
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, bei der die Blutversorgung der Niere eingeschränkt ist (Nierenarterienstenose).
  • während der letzten beiden Schwangerschaftsdrittel (siehe den nachstehenden Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).
  • wenn Sie einen ungewöhnlich niedrigen oder schwankenden Blutdruck haben. Dies ist von Ihrem Arzt zu beurteilen.

Sie dürfen Lannapril nicht einnehmen, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie vor der Einnahme von Lannapril Ihren Arzt.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lannapril ist erforderlich
Fragen Sie vor der Einnahme des Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker,

  • wenn Sie eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben.
  • wenn Sie große Mengen an Körpersalzen oder -flüssigkeiten verloren haben (durch Erbrechen, Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Diät, die Einnahme von Diuretika [Wassertabletten] über lange Zeit, oder wenn Sie Dialysepatient sind)
  • wenn Ihre Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche behandelt werden soll (Hyposensibilisierung).
  • wenn Sie in Verbindung mit einer Operation oder beim Zahnarzt ein Betäubungsmittel erhalten sollen. Es könnte erforderlich sein, Ihre Behandlung mit Lannapril einen Tag vorher abzubrechen; fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben (ergibt sich aus den Blutwerten).
  • wenn Sie an einer Kollagenose, wie Sklerodermie oder systemischem Lupus erythematodes, leiden.
  • Sie müssen Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind (oder werden könnten). Lannapril wird in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft nicht empfohlen und kann nach drei Monaten Schwangerschaft schwerwiegende Schäden beim Ungeborenen hervorrufen; siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“.

Kinder
Die Anwendung von Lannapril wird nicht empfohlen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, da für diese Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor der Einnahme von Lannapril Ihren Arzt.
Bei Einnahme von Lannapril mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel (einschl. pflanzlicher Mittel) handelt. Lannapril kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, aber auch selbst in seiner Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflusst werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da sie die Wirkung von Lannapril abschwächen können:

  • Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. nichtsteroidale Antiphlogistika [NSAIDs], wie Ibuprofen, Indometacin und Aspirin),
  • Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder Allergien, wie Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin. Ihr Arzt muss Ihren Blutdruck überprüfen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da bei gleichzeitiger Einnahme von Lannapril das Risiko von Nebenwirkungen erhöht wird.

  • Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. nichtsteroidale Antiphlogistika [NSAIDs], wie Ibuprofen, Indometacin und Aspirin),
  • Arzneimittel gegen Krebs (Chemotherapie),
  • Arzneimittel, mit denen die Abstoßung eines transplantierten Organs verhindert wird, wie Ciclosporin,
  • Diuretika (Wassertabletten), wie Furosemid,
  • Arzneimittel, die den Kaliumspiegel im Blut erhöhen können, wie Spironolacton, Triamteren, Amilorid, Kaliumsalze und Heparin (Blutverdünner),
  • Steroidhaltige Arzneimittel gegen Entzündungen, wie Prednisolon,
  • Allopurinol (zur Senkung der Harnsäurewerte im Blut),
  • Procainamid (gegen Herzrhythmusstörungen).

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da deren Wirkung durch Lannapril beeinflusst werden kann:

  • Arzneimittel gegen Diabetes, wie Blutzucker senkende Arzneimittel zum Einnehmen und Insulin. Lannapril kann den Blutzuckerspiegel senken. Während der Einnahme von Lannapril muss der Blutzuckerspiegel deswegen engmaschig kontrolliert werden.
  • Lithium (gegen seelische Erkrankungen). Lannapril kann die Lithiumspiegel im Blut erhöhen. Ihr Arzt muss die Lithiumspiegel deswegen sorgfältig überwachen.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor der Einnahme von Lannapril Ihren Arzt.

Bei Einnahme von Lannapril zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

  • Alkoholgenuss während der Einnahme von Lannapril kann Schwindel und Benommenheit verursachen. Wenn Sie hinsichtlich der Menge an Alkohol, die Sie während der Einnahme von Lannapril trinken dürfen, unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt, da sich Blutdrucksenkende Mittel und Alkohol in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken können.
  • Lannapril kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Sie müssen Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind (oder werden könnten).
Sie sollten Lannapril nicht in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft einnehmen, und Sie dürfen es auf keinen Fall nach der dreizehnten Schwangerschaftswoche einnehmen, da das Arzneimittel für das Ungeborene möglicherweise schädlich sein kann.
Wenn Sie schwanger werden, während Sie mit Lannapril behandelt werden, informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich. Eine Umstellung auf eine geeignete andere Behandlung sollte vor einer geplanten Schwangerschaft erfolgen.
Sie sollten Lannapril nicht einnehmen wenn Sie stillen.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie die Kapseln unzerkaut vor, während oder nach einer Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit ein.

Nehmen Sie Lannapril-Kapseln immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.
Wenn Sie bereits mit einem harntreibenden Arzneimittel behandelt werden, informieren Sie bitte Ihren Arzt, bevor Sie mit der Einnahme von Lannapril-Kapseln beginnen. Es ist notwendig, die Einnahme des harntreibenden Arzneimittels zu beenden oder zumindest dessen Dosis zu vermindern. Andernfalls kann es zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

1 Kapsel Lannapril 5 mg pro Tag
In Ausnahmefällen kann eine Dosis von bis zu 2 Kapseln Lannapril 5 mg (= 1 Kapsel Lannapril 10 mg) erforderlich sein.
Die Tagesdosis sollte auf einmal eingenommen werden.
bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Die Behandlung darf nur unter strenger ärztlicher Überwachung begonnen werden. Die maximale Tagesdosis beträgt 1 Kapsel Lannapril 2,5 mg.
bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Die Dosis richtet sich nach dem Ausmaß der Nierenfunktionsstörung und wird von Ihrem Arzt festgelegt. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung beträgt die Anfangsdosis 1 Kapsel Lannapril 1,25 mg. Als Erhaltungsdosis sollte 1 Kapsel Lannapril 2,5 mg nicht überschritten werden.
Wenn Sie eine größere Menge Lannapril eingenommen haben, als Sie sollten Falls Sie mehr Lannapril-Kapseln eingenommen haben als Sie sollten, informieren Sie umgehend einen Arzt. Legen Sie sich sofort hin, der Arzt wird alle nötigen weiteren Maßnahmen veranlassen. Bei einer Überdosierung können folgende Beschwerden auftreten:
Bewusstseinsstörungen aufgrund des übermäßigen Blutdruckabfalls, Herzrhythmusstörungen, verlangsamte Herztätigkeit. Weiters kann es zu Krämpfen und Lähmungen in den Gliedern kommen. In schweren Fällen kann es zu einem Kreislauf- bzw. Nierenversagen kommen.
Wenn Sie die Einnahme von Lannapril vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme von Lannapril vergessen haben, nehmen Sie die vergessene Dosis nicht mehr ein. Nehmen Sie stattdessen die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die Einnahme von Lannapril vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Lannapril abbrechen
Brechen Sie die Behandlung mit Lannapril nicht von sich aus ab.
Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirkt zu stark oder zu schwach, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Lannapril Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. Dies gilt vor allem bei plötzlich auftretenden Gesichtsschwellungen (eventuell mit Atemnot) sowie bei Auftreten von Fieber, Halsentzündungen bzw. Lymphknotenschwellungen.

Die Nebenwirkungen können sein:

  • sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10)
  • häufig (1 bis 10 Behandelte von 100)
  • gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)
  • selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)
  • sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten)
  • Häufigkeit unbekannt (Häufigkeit kann anhand der bisherigen Erfahrungen nicht zugeordnet werden)


Blut und Lymphsystem
Selten: veränderte Blutbildwerte. Durch die Erhöhung der Harnstoffkonzentration im Serum können bei entsprechend gefährdeten Patienten Gichtanfälle ausgelöst werden. Vor allem wenn Sie an einer so genannten „Kollagenkrankheit“ leiden, Ihre Nierenfunktion eingeschränkt oder Ihre körpereigene Abwehr geschwächt ist bzw. wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Blutbildveränderungen hervorrufen können, kann es zu einer Abnahme bestimmter Blutbestandteile kommen. Nur in Einzelfällen kann es in der Folge zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen.
Ferner können auch andere Laborwerte verändert sein.
Bitte halten Sie daher unbedingt die von Ihrem Arzt regelmäßig angeordneten Kontrollen der Laborwerte ein.


Nervensystem
Selten: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit, Depressionen, Nervosität, Zittern, Schlafstörungen, Benommenheit, Kribbeln und Einschlafen der Glieder, Verwirrtheit, Angst, Unruhe, Impotenz und Abnahme des sexuellen Antriebs, Gleichgewichtsstörungen, Hörstörungen (z.B. Ohrensausen) und Sehstörungen (z.B. verschwommenes Sehen, Gelbsehen, Verstärkung von Kurzsichtigkeit).
Sehr selten: Geruchs- und Geschmacksveränderungen bis hin zum vorübergehenden Geschmacksverlust.


Magen-Darm-Trakt
Selten: Mundtrockenheit, Entzündungen der Zunge, Erbrechen, Magenschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Durchfall, Appetitlosigkeit bzw. Verstopfung.

Nieren und Harnwege
Selten: Während der Therapie mit Lannapril kann es zu Nierenfunktionsstörungen kommen, die in Einzelfällen zu akutem Nierenversagen führen können. Dies gilt vor allem, wenn bei Ihnen bereits eine Verengung einer Nierenarterie vorliegt oder eine Nierentransplantation durchgeführt wurde. Liegt bei Ihnen eine erhöhte Eiweißausscheidung über den Harn vor, kann sich diese Störung weiter verschlechtern. Besteht diese jedoch im Zusammenhang mit Diabetes, ist während der Behandlung mit Lannapril auch eine Besserung möglich.
Anfangs kann es zu einer verstärkten Harnausscheidung kommen, die im Zusammenhang mit einer Verbesserung der Herzleistung gesehen werden kann.

Haut
Selten: allergische, unterschiedlich ausgedehnte Haut- und Schleimhautreaktionen, aber auch Juckreiz bzw. juckende Hautausschläge.
Es können auch leichte Hautschwellungen (z.B. im Bereich der Sprunggelenke) auftreten. Weiters wurden schuppenflechtenartige Hautveränderungen, Lichtüberempfindlichkeit, Ablösung der Nägel, Haarausfall, Hautrötungen sowie Bindehautentzündungen beobachtet. Außerdem kann es vermehrt zu anfallsartigen Durchblutungsstörungen der Finger kommen.
Sehr selten: Auftreten schwerer Formen von entzündlichen, blasenbildenden Hautveränderungen. Diese können mit Fieber, Muskel- und Gelenksschmerzen bis hin zu Gelenksentzündungen sowie Entzündungen kleiner Blutgefäße und Blutbildveränderungen einhergehen.

Muskulatur und Knochen
Selten: Muskelschwäche, Gelenksschmerzen sowie Muskelkrämpfe und -schmerzen, die in schweren Fällen anfallsartig auftreten und sehr schmerzhaft sein können.

Gefäße

Gelegentlich: Vor allem zu Beginn der Behandlung mit Lannapril bzw. bei Erhöhung der Dosis kann es zu einer übermäßigen Blutdrucksenkung (eventuell bis hin zum Schock) kommen. Anzeichen dafür sind Schwitzen, Schwindel, Schwächegefühl, Benommenheit, Leeregefühl im Kopf (eventuell mit Konzentrationsstörungen), Sehstörungen und Bewusstseinsverlust. Falls bei Ihnen diese Anzeichen auftreten, genügt es in den meisten Fällen, dass Sie sich hinlegen. Ein Arzt sollte auf jeden Fall verständigt werden.
Nach Wiedererreichen eines ausreichenden Blutdrucks und Flüssigkeitsbestands kann die Behandlung im Allgemeinen fortgesetzt werden.
Ein übermäßiger Blutdruckabfall kann auch bei erstmaliger Einnahme eines harntreibenden Arzneimittels bzw. bei dessen Dosiserhöhung auftreten.
Diese unerwünschten Wirkungen wurden insbesondere bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsverlust (z.B. wegen Erbrechen, Durchfall oder vorangegangener Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln), mit Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche bzw. Verengung der Nierenarterien beobachtet. Weiters wurde im Zusammenhang mit einem verstärkten Blutdruckabfall über folgende Nebenwirkungen berichtet:
Gelegentlich: Herzjagen.
Selten: Herzklopfen, Brustschmerzen und Herzrhythmusstörungen.
Sehr selten: Durchblutungsstörungen aufgrund einer bestehenden Verengung von Blutgefäßen im Gehirn oder Herz können sich während der Behandlung mit Lannapril verschlechtern. In der Folge kann es zu lebensbedrohlichen Zuständen (z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall) kommen (vor allem aufgrund eines zu starken Blutdruckabfalls).

Immunsystem
Selten: plötzlich auftretende, starke Schwellungen von Gesicht, Zunge, Rachen und/oder Kehlkopf (eventuell mit Atemnot) (Angioneurotisches Ödem). In diesen Fällen muss die Behandlung sofort abgebrochen und umgehend ein Arzt verständigt werden.
Sehr selten: Während der Behandlung mit Arzneimitteln aus der Wirkstoffgruppe der ACE-Hemmer sind in Einzelfällen schwere (eventuell lebensbedrohliche) allergische Reaktionen nicht auszuschließen. Vor allem bei einer gleichzeitigen so genannten Desensibilisierungsbehandlung (z.B. wegen allergischer Reaktionen auf Bienen- und Wespengift) sollte dies beachtet werden.

Leber und Galle
Sehr selten: Gelbsucht, Leberfunktionsstörungen, Leberentzündung (eventuell mit lebensbedrohlichem Verlauf), Störungen der Darmtätigkeit bis hin zum Darmverschluss sowie Entzündung der Bauchspeicheldrüse.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25° C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Faltkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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