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«Lasilacton 20 mg/50 mg - Kapseln»

Lasilacton 20 mg/50 mg - Kapseln


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Lasilacton ist ein Arzneimittel, das die Harnausscheidung steigert. Dadurch vermag Lasilacton eine vermehrte Wasseransammlung aus dem Gewebe auszuschwemmen.

Lasilacton dient der Behandlung folgender Erkrankungen:

  • Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödeme) und/oder Lungenstauung infolge einer Herzmuskelschwäche,
  • Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle (Aszites) infolge von Lebererkrankungen,
  • Flüssigkeitsansammlungen in Geweben infolge einer Nierenfunktionsstörung (sog. „nephrotisches Syndrom“), wobei die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund steht.

Ihr Arzt wird Ihnen Lasilacton verschreiben, wenn bei Ihnen zusätzlich Störungen des Elektrolythaushaltes durch übermäßige Produktion des Hormons Aldosteron vorliegen und bisher angewandte Therapiemaßnahmen zur Steigerung der Harnproduktion nicht ausreichen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lasilacton darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Furosemid, Spironolacton, Sulfonamide oder einen der sonstigen Bestandteile von Lasilacton sind;
  • bei Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion, wenn der Patient auf eine Behandlung mit Furosemid nicht anspricht;
  • wenn Ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt ist (stark verminderte oder fehlende Harnproduktion; Kreatinin-Clearance unter 30ml/min, entsprechend einem Serum-Kreatinin von 1,8-2 mg/100 ml);
  • bei Bewusstseinsstörungen, die mit neurologischen Symptomen aufgrund einer chronischen Leberschädigung im Zusammenhang stehen;
  • wenn Ihr Kaliumspiegel im Blut erhöht oder stark erniedrigt ist;
  • wenn Sie unter schwerem Natriummangel leiden;
  • bei verminderter Blutmenge oder Mangel an Körperwasser;
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lasilacton ist erforderlich Ihr Arzt wird die Behandlung mit Lasilacton streng überwachen:

  • wenn Sie unter Kaliummangel leiden (einen schweren Kaliumangel wird Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung ausgleichen),
  • wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist (Kreatinin-Clearance 30-80 ml/min bzw. Serum-Kreatinin zwischen 1,3 und 1,8 mg/100 ml),
  • wenn Sie große Mengen an Körpersalzen oder -flüssigkeiten verloren haben (durch Erbrechen, Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Diät oder die Einnahme von harntreibenden Arzneimitteln über lange Zeit).
  • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben,
  • wenn Ihr Blut übersäuert ist,
  • bei Zuckerkrankheit; hier ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers erforderlich,
  • wenn Sie an Gicht leiden; dann ist eine regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Blut erforderlich,
  • wenn bei Ihnen eine Harnabflussbehinderung besteht (z.B. bei Prostatavergrößerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung). Lasilacton darf in diesem Fall nur angewendet werden, wenn für freien Harnfluss gesorgt ist, da eine vermehrte Harnbildung zu einer Überdehnung der Blase führen kann,
  • bei einem verminderten Eiweißgehalt im Blut (z. B. bei Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust, Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung); eine vorsichtige Dosierung ist dann erforderlich,
  • wenn ein starker Blutdruckabfall für Sie schwere Folgen haben könnte (z.B. wenn Sie Durchblutungsstörungen der Hirngefäße oder der Herzkranzgefäße haben). Ein unerwünscht starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden,
  • wenn Sie unter Leberzirrhose und gleichzeitiger Nierenfunktionseinschränkung leiden.

Während einer Behandlung mit Lasilacton wird der Arzt in regelmäßigen Abständen die Kontrolle bestimmter Blutwerte anordnen einschließlich Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat, Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure, sowie Blutzucker. Bitte halten Sie die Kontrollen ein.

Eine enge Überwachung ist besonders wichtig, wenn es bei Ihnen leicht zu Elektrolytstörungen oder zu stärkeren Flüssigkeitsverlusten kommt (z.B. durch Erbrechen, Durchfall oder intensives Schwitzen). Unter Umständen muss die Lasilacton-Behandlung solange unterbrochen werden, bis die entsprechenden Elektrolytwerte oder ihr Säure-Basen-Haushalt wieder korrigiert sind.

Der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust soll 1 kg/Tag nicht überschreiten.

Bei zu starker Entwässerung dürfen Sie während der Behandlung mit Lasilacton bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen (sogenannte „nicht-steroidale Antirheumatika“) nicht anwenden, da sie ein akutes Nierenversagen auslösen können (siehe Abschnitt: „Bei Einnahme von Lasilacton mit anderen Arzneimitteln“).

Wenn Sie Lasilacton über längere Zeit anwenden, empfiehlt es sich, zusätzlich Vitamin B1 (Thiamin) einzunehmen, um seinen Verlust auszugleichen. Vitamin B1 unterstützt die Herzleistung.

Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, oder wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel anwenden, die zu einem Anstieg des Kaliumspiegels führen können, ist es wichtig insbesondere eine regelmäßige Kontrolle des Kaliumspiegels im Blut durchzuführen.

Lasilacton kann eine Störung bestimmter Labortests verursachen (z.B. RIA-Bestimmung der Digoxin-Serumkonzentration).

Kinder
Die Anwendung von Lasilacton wird nicht empfohlen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, da für diese Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Die Anwendung des Arzneimittels Lasilacton kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Lasilacton mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Lasilacton und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Die Kombinationen mit folgenden Arzneimitteln und/oder Wirkstoffen sollte vermieden werden

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Lasilacton mit folgenden Arzneimitteln wurden lebensbedrohliche Erhöhungen des Kaliumgehalts im Blut beobachtet:

  • kaliumhaltige Präparate,
  • sog. „ACE-Hemmer“ (Blutdrucksenker mit Wirkstoffen wie z.B. Captopril, Enalapril),
  • kaliumsparende harntreibende Arzneimittel (Wirkstoffe: Triamteren, Amilorid).

Furosemid
Abgeschwächte Wirkung durch:

  • nicht-steroidale Antirheumatika (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen): Sie können die blutdrucksenkende Wirkung von Lasilacton abschwächen. Bei Patienten mit verminderter Wasser- und Blutmenge können sie ein plötzliches Nierenversagen auslösen. Furosemid kann die schädigende Wirkung von Salizylaten verstärken.
  • Phenytoin(Arzneimittel gegen Krampfanfälle).
  • Sucralfat (Arzneimittel gegen Magengeschwüre): es vermindert die Aufnahme von Lasilacton aus dem Darm. Bei gleichzeitiger Anwendung müssen die beiden Arzneimittel in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden angewendet werden. Verstärkte Wirkung von:
  • anderen blutdrucksenkenden oder harntreibenden Arzneimitteln: Es kann zu einem stärkeren Blutdruckabfall kommen (unter Umständen bis hin zum Schock, einer Verschlechterung der Nierenfunktion oder einem akuten Nierenversagen). Wenn möglich sollte daher die Lasilacton-Behandlung vorübergehend eingestellt oder wenigstens die Dosis für drei Tage reduziert werden, bevor die Behandlung insbesondere mit einem „ACE-Hemmer“ oder „Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten“ begonnen wird bzw. seine Dosis erhöht wird.
  • bestimmten Narkosemitteln (sog. „Anästhetika“) und curareartigen Muskelrelaxanzien (zur Muskelentspannung während der Narkose). Bitte informieren Sie den Narkosearzt über die Einnahme von Lasilacton.
  • bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln ( „Blutverdünnungsmittel“, orale Antikoagulantien): Eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel kann erforderlich werden.
  • Probenecid (Gichtmittel), Methotrexat (Rheumamittel und Mittel zur Unterdrückung der Immunabwehr) und anderen Arzneimitteln, die wie Furosemid über die Niere ausgeschieden werden: Deren Wirkungen und Nebenwirkungen können durch Lasilacton verstärkt werden. Zugleich kann die Wirkung von Furosemid durch derartige Arzneimittel verringert werden.
  • Theophyllin (Asthmamittel)

Elektrolytstörungen:

  • Abführmittel, sowie Arzneimittel, die als Wirkstoffe Glukokortikoide („Cortison"), Carbenoxolon, ACTH, Salizylate, Amphotericin B, oder Penicillin G enthalten: Die gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu verstärkten Kaliumverlusten führen (Risiko starker Kaliumverluste). In diesem Zusammenhang wirken große Mengen an Lakritze vergleichbar wie Carbenoxolon.
  • Wenn sich durch die Behandlung mit Lasilacton ein Kalium- oder Magnesiummangel entwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber bestimmten Herzmitteln (sog. Herzglykoside) erhöht. Es besteht auch ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen (inklusive Torsades de pointes), wenn bei einer Elektrolytstörung gleichzeitig Arzneimittel angewendet werden, die eine bestimmte EKG-Veränderung (verlängertes QT-Intervall) verursachen können. Dazu zählt z. B. Terfenadin (gegen Allergien) und bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klassen I und III).

Nierenschädigung (Nephrotoxozität), Gehörschädigung (Ototoxizität):

  • Die gehörschädigende Wirkung bestimmter Antibiotika, sog. „Aminoglykosiden“ (z. B. Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin) und anderen möglicherweise gehörschädigenden Arzneimitteln kann bei gleichzeitiger Gabe von Furosemid verstärkt werden. Auftretende Hörstörungen können dauerhaft sein. Die gleichzeitige Anwendung von Aminoglykosiden wird der Arzt nur bei zwingenden Gründen verordnen.
  • Arzneimittel mit nierenschädigender Nebenwirkung (z. B. Antibiotika wie Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine): Furosemid kann die Nebenwirkungen verstärken, und zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen.
  • Cisplatin (Mittel gegen Krebserkrankungen): Bei gleichzeitiger Anwendung mit Furosemid ist mit der Möglichkeit eines Hörschadens zu rechnen. Zudem ist das Risiko eines Nierenschadens erhöht.
  • Patienten mit hohem Risiko für eine Nierenschädigung durch Röntgenkontrastmittel: Bei Behandlung dieser Patienten mit Furosemid trat häufiger eine Verschlechterung der Nierenfunktion nach einer Röntgenkontrastuntersuchung auf, als bei Patienten, die nur eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr vor der Kontrastuntersuchung erhielten.

Sonstige Wechselwirkungen:

  • Blutzuckersenkende und blutdrucksteigernde Arzneimittel (z. B. Epinephrin, Norepinephrin): Ihre Wirkung kann bei gleichzeitiger Anwendung von Lasilacton abgeschwächt werden.
  • Ciclosporin A: die gleichzeitige Verwendung mit Lasilacton ist mit einem erhöhten Risiko von Gelenkentzündung durch Gicht (Arthritis urica) verbunden.
  • Lithium (gegen bestimmte Depressionen): Die gleichzeitige Verwendung mit Lasilacton kann zu einer Verstärkung der herz- und nervenschädigenden Nebenwirkungen von Lithium führen. Der Lithiumspiegel im Blut sollte kontrolliert werden.
  • Hochdosierte Salizylate (Schmerzmittel): die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel am Zentralnervensystem können durch gleichzeitige Anwendung von Lasilacton verstärkt werden.
  • Risperidon:Der Arzt wird die Vor-und Nachteile einer gemeinsamen Behandlung mit Lasilacton sorgfältig prüfen.

Spironolacton
Sonstige Wechselwirkungen:

  • Nicht-steroidale Antirheumatika (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen): Die Kombination mit Spironolacton kann zu einem Anstieg der Kaliumkonzentration im Blut und damit zu Muskellähmungen und Herzrhythmusstörungen führen. Außerdem kann die Wirkung von Spironolacton abgeschwächt werden.
  • Die gleichzeitige Anwendung von Spironolacton in Kombination mit Kaliumsalzen, Arzneimitteln, die die Ausscheidung von Kalium reduzieren, nicht-steroidalen Antirheumatika, ACE-Hemmern (z.B. Captopril, Enalapril) oder harntreibenden Arzneimitteln, die die Kaliumausscheidung hemmen (Triamteren, Amilorid) kann zu einem schweren, möglicherweise lebensbedrohlichen Anstieg des Kaliumgehalts im Blut führen.
  • Carbenoxolon(Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren): Spironolacton und Carbenoxolon können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang wirken große Mengen an Lakritze vergleichbar wie Carbenoxolon.
  • Wenn andere blutdrucksenkende Arzneimittel in Kombination mit Lasilacton verabreicht werden, muss mit einem verstärkten Blutdruckabfall gerechnet werden.
  • Neomycin(Wirkstoff gegen bakterielle Infektionen): die Aufnahme von Spironolacton im Darm kann verzögert werden.
  • Lasilacton kann zu einer erhöhten Konzentration des Wirkstoffs Digoxin (zur Herzstärkung) im Blut führen. Wechselwirkungen mit Laboruntersuchungen Lasilacton kann die Labor-Bestimmung der Digoxin-Konzentration im Blut beeinflussen. Spironolacton kann bei der Kortisol-Bestimmung nach Mattingly falsch erhöhte Werte verursachen. Weitere Hinweise Wurde Furosemid (als Injektion) und der Wirkstoff Chloralhydrat (in Schlafmitteln) innerhalb von 24 Stunden angewendet, kam es in Einzelfällen zu Hitzegefühl, Schweißausbruch, Unruhe, Übelkeit, Blutdruckanstieg und erhöhtem Puls. Eine solche Reaktion könnte auch mit Lasilacton auftreten.

Bei der Einnahme von Lasilacton zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z.B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Früchte.

Große Mengen Lakritze können hingegen zu verstärkten Kaliumverlusten führen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Lasilacton nicht einnehmen. Es gibt Hinweise, dass Spironolacton, ein Wirkstoff von Lasilacton, zu Störungen des Hormonhaushaltes bei weiblichen und männlichen Nachkommen führen kann.

Sie dürfen Lasilacton nicht einnehmen, wenn Sie stillen, da die Wirkstoffe bzw. ein Abbauprodukt in die Muttermilch übergehen bzw. den Milchfluss hemmen können. Wenn eine Anwendung von Lasilacton dennoch erforderlich ist, müssen Sie abstillen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

! Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Lasilacton Lasilacton Kapseln enthalten Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Lasilacton erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lasilacton immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Für Erwachsene:

  • Bei Beginn der Behandlung: Wenn Ihre Erkrankung auf einer Herzmuskelschwäche beruht: 2 Kapseln täglich.

Wenn Ihre Erkrankung auf eine Leberschädigung zurückgeht:
bis zu maximal 4 Kapseln pro Tag.

  • Für die Weiterbehandlung:3-6 Tage nach Behandlungsbeginn: 1–2 Kapseln täglich. Bei Bedarf kann Ihr Arzt die Dosis auf bis zu 3 x 1 Kapsel pro Tag steigern. Diese Dosis wird nach Anordnung des Arztes entweder täglich, jeden 2. oder jeden 3. Tag eingenommen.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden Erfahrungen aus kontrollierten klinischen Studien vor.

Ältere Patienten Der Arzt entscheidet über die geeignete Dosierung.

Art und Dauer der Anwendung Nehmen Sie die Kapseln unzerkaut zum Frühstück oder Mittagessen zusammen mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Eine abendliche Gabe ist - insbesondere bei Behandlungsbeginn - wegen der verstärkten nächtlichen Harnausscheidung nicht zu empfehlen.

Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung und sollte auf einen möglichst kurzen Zeitraum begrenzt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Lasilacton eingenommen haben, als Sie sollten
Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit größeren Mengen von Lasilacton ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Beschwerden über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Beschwerden bei einer Überdosierung:

Die Beschwerden hängen vom Ausmaß des Wasser- und Elektrolytverlustes ab. Sie umfassen:

Blutdrucksenkung, Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen, Elektrolytstörungen (z.B. von Kalium, Natrium, Chlorid im Blut) oder Störungen des Säure-Basen-Haushalts.

Bei stärkeren Flüssigkeitsverlusten kann es zu „Entwässerung“ und verringerter Blutmenge kommen. Diese kann zu Verwirrtheit und Benommenheit, zum Kreislaufkollaps, zur Bluteindickung (Risiko für Blutgerinnseln) und zu einem akuten Nierenversagen führen.

Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können Verwirrtheitszustände auftreten. Selten kommt es zum anaphylaktischen Schock (Beschwerden: Schweißausbrüche, Übelkeit, blau-rote Färbung von Haut und Schleimhäuten, starker Blutdruckabfall, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma).

Ein zu hoher Kaliumgehalt im Blut kann zu Herzrhythmusstörungen, Herzstillstand, EKG-Veränderungen, Blutdruckabfall und Störungen des Gehirns (schlaffe Lähmungen, Apathie, Verwirrtheitszustände) führen.

Wichtige Informationen für den Arzt befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Lasilacton vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Lasilacton abbrechen
Wenn die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird, können die ursprünglichen Beschwerden wiederum auftreten.
Die Dauer der Behandlung wird durch den Arzt festgelegt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Lasilacton Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Zur Abschätzung der Häufigkeit von Nebenwirkungen wird folgende Einteilung verwendet:

Blut / Blutgefäße

Gelegentlich: Verringerung der Blutplättchen.

Selten: Verminderung der weißen Blutkörperchen, Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie).

Sehr selten: Blutarmut, entweder durch Zerfall der roten Blutkörperchen (kann zu blassgelber Gesichtsfarbe, Schwäche und Kurzatmigkeit führen), oder aufgrund der Verminderung des blutbildenden Knochenmarks, einhergehend mit starker Verminderung aller Blutzellen (kann zu Schwäche und erhöhter Anfälligkeit auf Infektionen und Blutergüsse führen). Starke Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (erhöht die Anfälligkeit auf Infektionen, Fieber).

Immunsystem

Gelegentlich: allergische Reaktionen der Haut: Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen (siehe Abschnitt „Haut“).

Selten: schwere Überempfindlichkeitsreaktionen. Erste Anzeichen für einen allergischen Schock sind z.B. starke Hautrötung oder Nesselsucht, Unruhe, Kopfschmerz, Schweißausbruch, Übelkeit, bläuliche Verfärbung der Haut.

Elektrolyte und Stoffwechsel

Häufig: Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt (das kann zu verminderter Konzentration im Blut von Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium, verstärkter Chloridausscheidung, verminderter Blutmenge und Austrocknung, speziell beim älteren Patienten, führen), erhöhter Harnsäurespiegel im Blut (das kann zu Gichtanfällen führen).

Die mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch bereits bestehende Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche), andere Arzneimittel und die Ernährung beeinflusst.

Als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste kann sich eine stoffwechselbedingte Störung im Säure-Basen-Haushalt entwickeln, bzw. eine bereits bestehende Störung verschlechtern.

Häufigkeit nicht bekannt: Es kann zu einem Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyzeride) kommen.

Der Blutzuckerspiegel kann ansteigen. Das kann bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage führen. Eine bisher nicht bekannte Zuckerkrankheit kann in Erscheinung treten.

Ein stark erhöhter Kaliumgehalt im Blut kann zu Muskellähmungen und
Herzrhythmusstörungen führen.

Eine Übersäuerung des Blutes kann auftreten oder sich verschlechtern. Ein vorübergehender Anstieg stickstoffhaltiger Stoffe im Harn ist möglich.

Nervensystem

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszustände, Störung der Bewegungsabläufe.

Selten: Kribbeln oder taubes Gefühl in den Gliedmaßen. Nach sehr hoher Dosierung wurde Teilnahmslosigkeit beobachtet.

Häufigkeit nicht bekannt: Durch chronische Lebererkrankungen kann es zu neurologischen Beschwerden kommen (z.B. Unruhe, Vergesslichkeit, Zittern, Abgeschlafftheit, Desorientiertheit, Schläfrigkeit).

Sinnesorgane (Augen/Ohr)

Gelegentlich:Sehstörungen, zum Teil auch Verstärkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.

Selten: meist vorübergehende Hörstörungen und/oder Ohrgeräusche (insbesondere bei gleichzeitigem Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung oder bei vermindertem Eiweißgehalt im Blut).

Herz / Kreislauf

Häufigkeit nicht bekannt: Bei übermäßiger Harnausscheidung können
Kreislaufbeschwerden, insbesondere bei älteren Patienten, auftreten, die sich vor allem als Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, Blutdruckabfall und Kreislaufstörungen äußern.

Stimmapparat

Selten: bei Frauen Vertiefung der Stimmlage, bei Männern Erhöhung der Stimmlage. Stimmveränderungen können auch in Form von Heiserkeit auftreten.

Stimmveränderungen können bei manchen Patienten bleibend sein.

Magen-Darm-Trakt
Selten: Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung).

Sehr selten: Blutungen der Magenschleimhaut und Magen-/Darmgeschwüre (auch mit Blutungen), Entzündung der Bauchspeicheldrüse.

Häufigkeit nicht bekannt: Magen-Darm-Krämpfe.

Leber/ Gallenblase

Sehr selten: Stau der Gallenflüssigkeit und Erhöhung bestimmter Leberwerte (Transaminasen). Ansteigen der Leberenzyme, Leberentzündung.

Haut

Gelegentlich: allergische Haut- und Schleimhautreaktionen (z.B. Rötung, Juckreiz, Hautausschlag, Blasen- oder Schuppenbildung, Nesselausschlag, Hautblutungen, schwere Hautreaktionen (Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa), erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut. Schmetterlingsflechten-artige Erscheinungen wurden beschrieben.

Selten: Entzündungen der Blutgefäße.
Sehr selten: entzündliche Rötungen der Haut (auch als Knötchenflechte), Haarausfall.

Häufigkeit nicht bekannt: Schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; schwere Erkrankung der Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und Rötung. Vermehrte Behaarung bei Frauen.

Knochen
Sehr selten: Knochenerweichung.

Nieren und Harnwege
Selten: Nierenentzündung.

Häufigkeit nicht bekannt: Vorübergehender Anstieg von Kreatinin und Harnstoff im Blut. Beschwerden einer Harnabflussbehinderung (z.B. bei Prostatavergrößerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung) könnenauftreten bzw. verschlechtert werden (im äußersten Fall Harnverhaltung mit Blasenüberdehnung). Es kann zur kompletten Harnsperre mit darauf folgenden Komplikationen kommen.

Geschlechtsorgane / Brustdrüse

Häufig: gesteigerte Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen, Brustspannung. Bei Männern kann eine meist vorübergehende Brustvergrößerung auftreten.

Häufigkeit nicht bekannt: Bei Frauen wurde das Auftreten von schmerzhaften Schwellungen der Brust und von Störungen der Regelblutung beschrieben, bei Männern können Potenzstörungen auftreten.

Allgemeinbefinden
Selten: Fieber.

Häufigkeit nicht bekannt: Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zu „Entwässerung“ und als Folge einer verminderten Blutmenge zur Bluteindickung kommen. Als Folge davon steigt – insbesondere bei älteren Patienten – das Risiko von Blutgerinnseln.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Verpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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