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«Latanoprost/Timolol STADA 50 Mikrogramm/ml + 5 mg/ml Augentropfen»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Latanoprost/Timolol STADA ist ein Arzneimittel zur Behandlung von erhöhtem Auge-ninnendruck.

Latanoprost/Timolol STADA ist ein Kombinationspräparat mit zwei Wirkstoffen: Lata-noprost (ein Prostaglandinderivat) und Timololmaleat (ein Betablocker).

Im Inneren des Auges wird eine Flüssigkeit genannt Kammerwasser gebildet. Diese Flüssigkeit fließt in die Blutgefäße ab, wodurch der benötigte Augeninnendruck auf-rechterhalten wird. Wenn dieser natürliche Abfluss beeinträchtigt ist, steigt der Druck im Auge.

Betablocker senken unter anderem den Augeninnendruck, indem sie die Kammerwas-serbildung senken.
Prostaglandine erhöhen den natürlichen Abfluss von Kammerwasser aus dem Augen-inneren in das Blut.

Latanoprost/Timolol STADA wird verwendet

  • zur Verminderung des Augeninnendrucks bei Patienten mit Weitwinkelglaukom (eineSchädigung des Sehnervs, verursacht durch zu starken Augeninnendruck)
  • zur Verminderung des Augeninnendrucks bei Patienten, die auf Betablocker oder Prostaglandinderivate alleine nicht ausreichend ansprechen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Latanoprost/Timolol STADA darf NICHT angewendet werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Latanoprost, Timolol oder einen der sonstigen Bestandteile von Latanoprost/Timolol STADAsind (siehe 6. Weitere In-formationen).
  • Wenn Sie an einer Erkrankung der Atemwege, z.B. Bronchialasthma, leiden oder jemals gelitten haben, oder wenn Sie eine schwere chronische Atemwegsein-schränkung (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) haben.
  • Wenn Sie an bestimmten Herzerkrankungen leiden, z.B. langsamer Herzschlag, (Sinusbradykardie, AV-Block 2. oder 3. Grades), ein schwaches Herz (manifestierte Herzinsuffizienz) oder akute oder chronische Herzinsuffizienz (kardiogener Schock).

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Latanoprost/Timolol STADA ist er-forderlich
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker vor der Anwendung von Lata-noprost/Timolol STADA, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutreffen könnte:

  • Wenn Sie eine Augenoperation (einschließlich Kataraktoperationen) haben werden oder in der Vergangenheit hatten
  • Wenn Sie an Augenbeschwerden leiden (Augenschmerzen, Augenreizung, Augen-entzündung oder Verschwommensehen)
  • wenn Sie an trockenen Augen leiden
  • wenn Sie Kontaktlinsen tragen. Sie können Latanoprost/Timolol STADA anwenden, müssen aber die Hinweise für Kontaktlinsenträger im Abschnitt „Wichtige Informati-onen über bestimmte sonstige Bestandteile von Latanoprost/Timolol STADA“ be-achten
  • wenn Sie an einer Lungenerkrankung leiden, durch die Sie schwer Luft bekommen
  • wenn Sie Kreislaufprobleme oder einen niedrigen Blutdruck haben
  • wenn Sie Diabetes oder einen niedrigen Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) haben
  • wenn Sie eine Schilddrüsenerkrankung haben (Hyperthyreose)
  • wenn sie an Angina pectoris (speziell Prinzmetal-Angina) leiden
  • wenn bei Ihnen schwere allergische Reaktionen auftreten, bei denen üblicherweise ein Krankenhausaufenthalt nötig wäre

Die Anwendung des Arzneimittels Latanoprost/Timolol STADAkann bei Do-pingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von Latanoprost/Timolol STADA mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwen-den bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs-pflichtige Arzneimittel handelt. Arzneimittel können sich gegenseitig beeinflussen und Wechselwirkungen können auftreten. Beachten Sie dies, wenn Sie eine der folgenden Arzneimittel-Klassen einnehmen oder anwenden:

  • Calciumantagonisten (z.B. bei koronaren Herzkrankheiten oder hohem Blutdruck)
  • Guanethidin (bei hohem Blutdruck)
  • Betablocker (bei hohem Blutdruck)
  • Antiarrhythmika (zur Normalisierung des Herzrhythmus)
  • Digitalisglykoside (bei Herzversagen)
  • Parasympathomimetika (z.B. bei Glaukom) Die gleichzeitige Anwendung von Latanoprost/Timolol STADA mit diesen Arzneimitteln kann einen niedrigen Blutdruck und/oder eine Verringerung des Herzschlags verursa-chen.
  • Arzneimittel, die ähnlich wirken wie Latanoprost/Timolol STADA Bei gleichzeitiger Anwendung mit Latanoprost/Timolol STADA kann die Wirkung dieser Arzneimittel verstärkt werden. Deswegen wird nicht empfohlen, zwei Betablocker oder zwei Prostaglandinderivate gleichzeitig am Auge anzuwenden.
  • Clonidin Wenn Sie den Wirkstoff Clonidin gleichzeitig mit Latanoprost/Timolol STADA anwen-den, um Ihren Augeninnendruck zu senken, und plötzlich die Anwendung von Clonidin abbrechen, kann Ihr Blutdruck steigen. Wenn Sie zugleich Betablocker einnehmen, um Ihren Blutdruck zu senken, kann Ihr Blutdruck durch diese Gegenwirkung noch mehr steigen.

Kinder und Jugendliche
Für Kinder und Jugendliche wird die Anwendung von Latanoprost/Timolol STADA nicht empfohlen.

Ältere Patienten
Latanoprost/Timolol STADA ist für die Behandlung von älteren Patienten geeignet.

Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Informieren Sie ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden wollen. Da die Risiken der Anwendung während der Schwangerschaft zu wenig bekannt sind, darf Latanoprost/Timolol STADA während einer Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Stillzeit
Latanoprost/Timolol STADA darf in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor der Einnahme/Anwendung von allen Arznei-mitteln um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Nach der Anwendung der Augentropfen können Sie vorübergehend verschwommen sehen. Wenn Sie verschwommen sehen, speziell direkt nach dem Eintropfen der Au-gentropfen, dürfen Sie kein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Lata-noprost/Timolol STADA
Dieses Arzneimittel enthält Benzalkoniumchlorid und kann Reizungen am Auge verur-sachen. Vermeiden Sie den Kontakt mit weichen Kontaktlinsen.

Entfernen Sie Kontaktlinsen vor der Anwendung und warten Sie mindestens 15 Minuten, bevor Sie sie wieder einsetzen. Benzalkoniumchlorid ist dafür bekannt, dass es weiche Kontaktlinsen verfärben kann.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Latanoprost/Timolol STADA immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz si-cher sind.

Sofern von Ihrem Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene, einschließlich ältere Patienten:
1-mal täglich 1 Augentropfen in jedes erkrankte Auge.

Wenn Sie auch noch andere Augentropfen anwenden, lassen Sie mindestens 5 Minuten vergehen, bevor Sie diese anwenden.

Hinweise zur Anwendung:

1. Waschen Sie Ihre Hände und setzen oder stellen Sie sich bequem hin.

2. Schrauben Sie die Schutzkappe ab.

3. Ziehen Sie mit Ihrem Finger vorsichtig das untere Augenlid des erkrankten Au-ges nach unten.

4. Bringen Sie die Flaschenöffnung nahe an das Auge, ohne es zu berühren.

5. Drücken Sie die Flasche vorsichtig zusammen, sodass nur ein Tropfen in Ihr Auge fällt. Bitte achten Sie darauf, dass Sie die Flasche nicht zu stark drücken, damit nicht mehr als 1 Tropfen in das jeweilige Auge gelangt.

6. Lassen Sie dann Ihr unteres Augenlid wieder los.

7. Drücken Sie eine Minute lang mit einem Finger auf den inneren Augenwinkel neben der Nase. Halten Sie das Auge dabei geschlossen. Dies verhindert, dass der Tropfen von Ihrem Körper aufgenommen wird.

8. Wenn es Ihr Arzt verordnet hat, wiederholen Sie den Vorgang an Ihrem ande-ren Auge. Wenn der Tropfen nicht in Ihr Auge gelangt ist, wiederholen Sie den Vorgang.

9. Verschließen Sie die Flasche.

Wenn Sie eine größere Menge Latanoprost/Timolol STADA angewendet haben, als Sie sollten
Sollten zu viele Tropfen in Ihr Auge gelangt sein, kann es zu Reizungen und Rötungen im Auge kommen.
Wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie oder jemand anderer die Au-gentropfen versehentlich verschluckt haben oder mehr Tropfen als verschrieben an-gewendet haben. Nehmen Sie diese Packung mit, sodass der Arzt näher über dieses Arzneimittel Bescheid weiß. Er wird Ihnen sagen, was zu tun ist.

Wenn Sie die Anwendung von Latanoprost/Timolol STADA vergessen haben Wenn Sie vergessen haben, die Augentropfen anzuwenden, setzen Sie Ihre Behand-lung wie gewohnt bei der nächsten Dosis fort. Tropfen Sie keine doppelte Dosis ein, um die versäumte Dosis nachzuholen.

Wenn Sie die Anwendung von Latanoprost/Timolol STADA abbrechen Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Latanoprost/Timolol STADA nicht, ohne mit Ihrem Arzt zu sprechen.
Wenn Sie Latanoprolst/Timolol STADA nicht regelmäßig anwenden oder es häufig ver-gessen, kann Ihre Behandlung nicht richtig wirken.

Erhöhter Augeninnendruck kann Ihren Sehnerv schädigen und Ihre Sehstärke bis zur Blindheit verschlechtern. Üblicherweise können Sie einen erhöhten Augeninnendruck kaum spüren. Diese Erkrankung kann nur durch eine Untersuchung bei einem Augen-spezialisten festgestellt werden. Wenn Sie an erhöhtem Augeninnendruck leiden, sind regelmäßige Augentests nötig, zusammen mit der Behandlung. Der Augeninnendruck sollte zumindest alle 3 Monate gemessen werden. Sichtfeldkontrollen und Untersu-chungen des Sehnervs sollten 1x jährlich durchgeführt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Latanoprost/Timolol STADA Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nachstehend sind alle Nebenwirkungen aufgeführt, die bei der Anwendung von Augen-tropfen mit den Wirkstoffen Latanoprost und Timolol bekannt wurden. Die wichtigste Nebenwirkung ist die Möglichkeit einer langsamen aber bleibenden Veränderung der Augenfarbe. Augentropfen mit den Wirkstoffen Latanoprost und Timolol können auch schwere Veränderungen Ihres Herzes hervorrufen. Wenn Sie Veränderungen Ihres Herzschlags oder Ihrer Herzfunktion bemerken, sprechen Sie mit einem Arzt und in-formieren Sie ihn, dass Sie Latanoprost/Timolol STADA eingenommen haben.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Augentropfen mit den Wirkstoffen Latanoprost und Timolol auftreten:

Sehr häufig:

  • Eine allmähliche Veränderung der Augenfarbe durch Erhöhung des braunen Pig-ments in der Iris. Wenn Sie gemischtfärbige Augen haben (blaubraun, graubraun, gelbbraun oder grünbraun) ist diese Veränderung wahrwscheinlicher, als wenn Sie einfärbige Augen haben (blau, grau, grün, braun). Die Veränderungen können erst

nach Jahren auftreten und bleibend sein. Wenn Sie Latanoprost/Timolol STADA nur an einem Auge anwenden, kann die Veränderung deutlicher sichtbar werden. Die Veränderung ruft keine Beschwerden hervor. Die Veränderung der Augenfarbe schreitet nicht weiter fort, wenn Latanoprost/Timolol STADA abgesetzt wird.

Häufig:

  • Augenreizung (Gefühl des Brennens oder Sand im Auge, Jucken, Stechen, oder ein Fremdkörpergefühl im Auge) und Augenschmerzen.

Gelegentlich:

  • Kopfschmerzen
  • Augenrötung, Augenentzündung (Bindehautentzündung), Verschwommensehen, wässrige Augen, Entzündung der Augenlider, Reizung oder Risse in der Augen-oberfläche
  • Hautausschlag oder Juckreiz.

Andere Nebenwirkungen:
Erkrankungen des Immunsystems:

  • Allergische Reaktion (Hautschwellung und Rötung, Hautausschlag) Psychiatrische Erkrankungen:
  • Depressionen, Gedächtnisverlust, verminderte sexuelle Lust, Schlafschwierigkei-ten, Albträume. Erkrankungen des Nervensystems:
  • Schwindel, Kribbel oder Taubheit der Haut, Veränderungen des Blutflusses zum Gehirn, Verschlechterung einer Myasthenia Gravis (wenn Sie diese Erkrankung be-reits haben), plötzliche Ohnmacht oder das Gefühl, Sie könnten in Ohnmacht fallen (Synkope). Augenerkrankungen:
  • Veränderungen der Wimpern und der feinen Haare rund um das Auge (vermehrte Anzahl, Länge, Dicke und Dunkelfärbung), Veränderungen Wuchsrichtung der Wimpern, Schwellungen im Bereich des Auges, Schwellungen im Auge (Iritis, Uvei-tis), Schwellung der Netzhaut (Makulaödem), Entzündung/Irritation der Augenober-fläche (Keratitis), trockene Augen, Sehstörungen, Doppeltsehen, Herabhängen des oberen Augenlids und Netzhaut-Ablösung (nur bei vorangegangener Augenopera-tion), mit Flüssigkeit gefüllte Zyste in der Iris Erkrankungen des Ohrs
  • Pfeifen/Klingeln im Ohr (Tinnitus) Herzerkrankungen
  • Verschlechterung einer Angina Pectoris, Herzklopfen, Veränderungen des Herz-rhythmus, Verlangsamung des Herzschlags, Herzversagen (Herzstillstand, AV-Block oder kongestives Herzversagen) Gefäßerkrankungen
  • Niedriger Blutdruck, Entfärbung/Kälte in den Fingern und Zehen (Raynaud´s Phä-nomen), Kälte in den Händen und Füßen Erkrankungen der Atemwege
  • Asthma, Verschlechterung eines Asthmas, Kurzatmigkeit, plötzliche Atemschwie-rigkeiten (Bronchospasmus), Husten. Erkrankungen des Verdauungstrakts • Übelkeit, Durchfall, Verdauungsstörungen, trockener Mund Erkrankungen der Haut
  • Dunklerwerden der Haut rund um die Augen, Haarausfall/Glatzenbildung, jucken-der Hautausschlag oder Verschlechterung bestehender juckender Haut Muskulatur- und Knochenerkrankungen
  • Gelenksschmerzen, Muskelschmerzen Allgemeine Erkrankungen
  • Brustschmerzen, Müdigkeit, Schwellungen (Ödeme).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwir-kungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Etikett angege-benen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Lagerungshinweise:
Ungeöffnete Flasche: Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C).
Nach dem ersten Öffnen der Flasche: Nicht über 25°C lagern.
Vier Wochen nach dem ersten Öffnen ist das Produkt zu entsorgen, auch wenn der In-halt noch nicht vollständig aufgebraucht ist. Anderenfalls besteht das Risiko einer Au-genentzündung.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr be-nötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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