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«Pantip 40 mg - magensaftresistente Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

SIE ANGEWENDET?
Pantoprazol gehört zur Klasse der Protonenpumpenhemmer. Es hemmt das Enzym, das für die Freisetzung der Säure im Magen verantwortlich ist (die Protonenpumpe), so können Entzündungen und Geschwüre der Schleimhaut von Magen, Darm und Speiseröhre abheilen.
Seine volle Wirkung kann Pantoprazol nur im Magen entfalten, da die Aktivierung nur in saurer Umgebung erfolgt.
Bei der Wirkungsweise von Pantoprazol spielt es keine Rolle, welche Ursache für die gesteigerte Säureausscheidung verantwortlich war.

Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten werden angewendet zur Heilung und Besserung der Beschwerden von folgenden Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, wenn eine Verminderung der Magensäure erwünscht ist:

  • Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni),
  • Magengeschwür (Ulcus ventriculi),
  • Refluxösophagitis (durch Rückfluss von Mageninhalt verursachte Entzündung der Speiseröhre),
  • Zollinger-Ellison-Syndrom (krankhafte Hormonproduktion in der Bauchspeicheldrüse löst eine übermäßige Säureproduktion aus, die zu Geschwüren im Magen-Darmtrakt führt) und andere Erkrankungen mit übermäßiger Säureproduktion im Magen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tabletten BEACHTEN?

Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten dürfen nicht eingenommen werden,

  • bei Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe.
  • Pantoprazol sollte, wie andere Protonenpumpenhemmer, nicht zusammen mit Atazanavir verabreicht werden (siehe Anwendung mit anderen Arzneimitteln).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten ist erforderlich
Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten sind nicht für milde Beschwerden im Verdauungstrakt wie nervöser Reizmagen angezeigt.
Vor einer Therapie sollte eine bösartige Erkrankung des Magens oder der Speiseröhre ausgeschlossen werden, da die Behandlung mit Pantoprazol die Symptome einer bösartigen Erkrankung vermindert und sich so die Diagnosestellung verzögern kann.

Die Diagnose der Refluxösophagitis (Speiseröhrenentzündung) sollte endoskopisch (besondere Form der medizinischen Abklärung) bestätigt werden.

Erfahrungen über die Behandlung von Kindern liegen bisher nicht vor.

Bei Patienten mit Zollinger-Ellison Syndrom und anderen Zuständen mit übermäßiger Säureproduktion unter Langzeitbehandlung kann Pantoprazol, wie alle säurehemmenden Medikamente, die Absorption von Vitamin B12 (Cyanocobalamin) aufgrund von Hypo- oder Achlorhydrie (Verminderung oder Fehlen von Magensäure) verringern. Dies sollte beachtet werden, wenn entsprechende klinische Symptome beobachtet werden.

Das Auftreten von Gewöhnungseffekten ist nicht bekannt.

Der Eintritt einer Schwangerschaft ist dem Arzt zu melden.

Bei Einnahme von Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich nicht um verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, deren Aufnahme pH-abhängig ist, wie z. B. Ketoconazol, soll die veränderte Aufnahme beachtet werden.

Es wurde gezeigt, dass die gleichzeitige Gabe von Atazanavir 300 mg/Ritonavir 100 mg mit Omeprazol (40 mg einmal täglich) oder Atazanavir 400 mg mit Lansoprazol (60 mg als Einzeldosis) bei gesunden Freiwilligen eine erhebliche Verringerung der Bioverfügbarkeit von Atazanavir zur Folge hat. Die Aufnahme von Atazanavir ist pH-abhängig. Deshalb sollten Protonenpumpenhemmer, inklusive Pantoprazol, nicht gleichzeitig mit Atazanavir verabreicht werden.
Pantoprazol wird in der Leber über das Cytochrom P450-Enzymsystem abgebaut. Eine Wechselwirkung von Pantoprazol mit Medikamenten, die über dasselbe Enzymsystem abgebaut werden, kann nicht ausgeschlossen werden. Untersuchungen zeigten jedoch, dass keine Wechselwirkungen mit Carbamazepin, Koffein, Diazepam, Diclofenac, Digoxin, Ethanol, Glibenclamid, Metoprolol, Naproxen, Nifedipin, Phenytoin, Piroxicam, Theophyllin, Warfarin und einem oralen Kontrazeptivum vorliegen. Auch mit gleichzeitig verabreichten Antazida (Medikamente zum Neutralisieren der Magensäure) besteht keine Wechselwirkung. Obwohl keine Wechselwirkung während der begleitenden Verabreichung von Phenprocoumon oder Warfarin (Blutgerinnungshemmer) bei klinischen pharmakokinetischen

Studien beobachtet wurde, sind nach Markteinführung einige Einzelfälle von Änderungen der INR (Ermittlung der Blutgerinnungszeit) während der gleichzeitigen Behandlung berichtet worden. Deshalb wird bei Patienten unter Therapie mit Antikoagulantien (Blutgerinnungshemmern) vom Coumarintyp eine Kontrolle der Prothrombinzeit/INR empfohlen, sobald eine Therapie mit Pantoprazol begonnen, beendet oder dieses unregelmäßig eingenommen wird.

Schwangerschaft und Stillzeit
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Pantip nur bei zwingender Indikation angewendet werden, da Erfahrungen beim Menschen nicht vorliegen.
Es ist derzeit nicht bekannt, ob Pantoprazol in die menschliche Muttermilch übertritt. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es gibt keine Hinweise, dass Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr bzw. zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen könnten.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten
Bitte nehmen Sie Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Pantip immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Bei Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni), Magengeschwür (Ulcus ventriculi) und Refluxkrankheit der Speiseröhre (Refluxösophagitis):

Im Regelfall 1 Pantip 40 mg-magensaftresistente Tablette pro Tag.
In Einzelfällen, wenn kein Ansprechen auf andere Behandlung vorliegt, kann die Dosis verdoppelt werden.

Nehmen Sie die Tablette im Ganzen (unzerkaut und unzerbrochen) mit etwas Wasser ein.

Ein Zwölffingerdarmgeschwür heilt meist innerhalb von 2 Wochen ab. Beim Magengeschwür und der Refluxösophagitis ist in der Regel eine vierwöchige Behandlung ausreichend. Die Behandlungsdauer kann im Einzelfall auf 4 Wochen (Zwölffingerdarmgeschwür) bzw. 8 Wochen (Magengeschwür, Refluxösophagitis) verlängert werden.

Bei älteren Patienten sowie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion soll die übliche Tagesdosis von 40 mg nicht überschritten werden. Bei schweren Leberfunktionsstörungen ist die Dosierung auf 1 Pantip 40 mg-magensaftresistente Tablette jeden 2. Tag zu reduzieren.

Zollinger-Ellison-Syndrom (krankhafte Hormonproduktion in der Bauchspeicheldrüse löst eine übermäßige Säureproduktion aus, die zu Geschwüren im Magen-Darmtrakt führt) und andere Erkrankungen mit übermäßiger Säureproduktion im Magen:

Zur Langzeitbehandlung dieser Erkrankungen sollen Patienten mit einer täglichen Dosis von 80 mg (2 Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten) beginnen. Danach kann die Dosis, je

nach Bedarf, nach Bestimmung der Magensäureproduktion nach oben oder unten angepasst werden. Bei Dosen von über 80 mg täglich sollte die Dosis geteilt und zweimal täglich eingenommen werden. Eine vorübergehende Dosis von über 160 mg Pantip ist möglich, sollte jedoch nicht länger als für eine ausreichende Säurekontrolle notwendig angewendet werden.
Die Behandlungsdauer beim Zollinger-Ellison Syndrom und anderen Erkrankungen mit übermäßiger Säureproduktion ist nicht limitiert und sollte entsprechend den klinischen Bedürfnissen angepasst werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten
Bei irrtümlicher Einnahme von zu vielen Tabletten setzen Sie sich bitte sofort mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung.

Hinweis für den Arzt:
Symptome einer Überdosierung beim Menschen sind nicht bekannt. In Einzelfällen wurden 240 mg i. v. gegeben. Auch diese Dosierung wurde gut vertragen. Es gelten die üblichen Regeln einer Intoxikationstherapie.

Wenn Sie die Einnahme von Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie einfach die folgende Dosis zum gewohnten Zeitpunkt ein.

Wenn Sie die Einnahme von Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten abbrechen wollen
Brechen Sie die Einnahme von Pantip niemals von sich aus ab, auch wenn Sie sich gesund fühlen. Wenn Sie die Einnahme abbrechen wollen, sprechen Sie zuvor bitte mit Ihrem Arzt.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Pantip 40 mg-magensaftresistente TablettenNebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Blisterstreifen und Faltkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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