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«Parlodel 2,5 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Parlodel hemmt die Bildung und Freisetzung von Prolaktin, einem Hormon der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse).

Prolaktinbedingte Störungen des Menstruationszyklus:Prolaktin ist für das Einsetzen und die Aufrechterhaltung der Milchproduktion nach der Geburt notwendig. Außerhalb des Wochenbettes führt eine erhöhte Prolaktinfreisetzung jedoch zu einer krankhaften Milchabsonderung, welche häufig mit Störungen des Eisprungs und der Regelblutung verbunden ist und dadurch zur Unfruchtbarkeit führen kann.
Da Parlodel die Freisetzung von Prolaktin hemmt, kann es bei vielen Erkrankungen, wo erhöhte Prolaktinspiegel eine Rolle spielen, wie beim krankhaften Ausbleiben der Regelblutung und/oder des Eisprunges, eingesetzt werden.

Abstillen aus medizinischen Gründen:Parlodel kann bei Frauen, die aus medizinischen Gründen nicht (mehr) stillen dürfen, zum Abstillen verwendet werden. Die Rückbildung der Gebärmutter nach der Geburt wird nicht beeinträchtigt, und die Gefahr eines Gefäßverschlusses durch ein Blutgerinnsel (Thromboembolie) wird durch Parlodel nicht erhöht.

Störungen der Keimdrüsenfunktion beim Mann:
Ebenso kann es bei Männern mit verminderter Keimdrüsenaktivität (reduzierte Spermienanzahl, Verlust der Libido, Impotenz), die durch einen erhöhten Prolaktinspiegel bedingt ist, eingesetzt werden.

Prolaktinome:Es konnte nachgewiesen werden, dass Parlodel das Wachstum von Prolaktinomen hemmt oder deren Volumen verkleinert. Prolaktinome sind gutartige, Prolaktin-produzierende Tumore der Hirnanhangsdrüse.

Akromegalie:Bei Patienten mit Akromegalie (abnorme Größenzunahme von Nase, Kinn, Ohren, Händen, Fingern, Füßen, Zehen usw. nach Abschluss des Wachstumsalters) hemmt Parlodel die krankhaft erhöhte Freisetzung des Wachstumshormons aus der Hirnanhangsdrüse.
Bei Patienten mit Akromegalie werden die Krankheitsmerkmale, wie Kopfschmerzen, verminderte Libido (Geschlechtstrieb), Schwitzen, Größerwerden von Händen, Füßen und Fingern, sowie der Zuckerstoffwechsel günstig beeinflusst.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Parlodel darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Bromocriptin oder einen der sonstigen Bestandteile von Parlodel sind oder gegen bestimmte andere Medikamente, die Ergotalkaloide enthalten (z.B. Mittel gegen Migräne oder Mittel, die ein Zusammenziehen der Gebärmutter bewirken). Halten Sie daher Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn bei Ihnen schon einmal eine Arzneimittelüberempfindlichkeit festgestellt worden ist, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt mit.
  • Wenn Sie an den folgenden Erkrankungen leiden oder früher einmal gelitten haben:
  • Bluthochdruck, starke Wasseransammlung und/oder Krampfanfälle während der Schwangerschaft und im Wochenbett
  • Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder andere schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Unkontrollierter (d.h. schwer behandelbarer) Bluthochdruck
  • Durchblutungsstörungen auf Grund von Gefäßverengungen
  • Schwere psychische Erkrankungen

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Parlodel ist erforderlich

Bei allen Anwendungsgebieten:

  • Bitte beachten Sie, dass Parlodel je nach Einnahmegrund seine volle Wirksamkeit erst nach einigen Wochen entfaltet. Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig wegen vermeintlicher Unwirksamkeit vorzeitig ab (siehe auch: „Wenn Sie die Einnahme von Parlodel abbrechen“).
  • Wenn Sie an einer schweren Leber- oder Nierenerkrankung leiden, teilen Sie dies Ihrem Arzt mit. Er wird die Dosis entsprechend anpassen und eventuell notwendigen Funktionsprüfungen veranlassen.
  • Während der ersten Behandlungstage können Müdigkeit oder Schwindelgefühle in Folge eines erniedrigten Blutdruckes auftreten. Wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben, müssen Sie besonders vorsichtig sein, lassen Sie daher Ihren Blutdruck immer wieder kontrollieren.

Besondere Vorsicht ist daher auch beim Lenken von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen geboten.

  • Wenn Sie an Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren leiden oder litten, teilen Sie das Ihrem Arzt mit. In diesem Fall müssen Sie bei Zunahme oder Wiederauftreten der Magen-Darmbeschwerden (Schmerzen, Schwarzfärbung des Stuhls) unverzüglich Ihren Arzt benachrichtigen, da ein Abbruch der Behandlung mit Parlodel erforderlich sein könnte.
  • Leiden Sie an erhöhtem Augeninnendruck (u.a. Grünen Star), teilen Sie dies Ihrem Arzt mit und lassen Sie Ihren Augendruck regelmäßig kontrollieren, da es durch Parlodel zu einer verstärkten Drucksenkung kommen kann.
  • Alkoholgenuss ist zu vermeiden, da Parlodel die Alkoholverträglichkeit vermindert.
  • Spielsucht und zwanghaft gesteigertes sexuelles Verlangen wurde bei Patienten, die Dopamin-Agonisten zur Behandlung von Parkinson-Erkrankungen einschließlich Parlodel angewendet haben, berichtet.
  • Wenn bei Ihnen Beschwerden wie Atembeschwerden, Rückenschmerzen, Schmerzen im Bereich der Nieren oder Wassereinlagerung in den Beinen auftreten, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt. Nach Behandlung mit Bromocriptin traten in seltenen Fällen Wasseransammlungen im Brustraum oder Veränderungen des Gewebes, in das Nieren und Harnwege eingebettet sind, auf.
  • Wenn Sie höhere Dosierungen (über 10mg/Tag) einnehmen, können verstärkt Nebenwirkungen auftreten, v. a. wenn Sie psychische Störungen in der Vorgeschichte haben, unter schwerem hirnorganischen Psychosyndrom oder schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Wenn Sie älter sind und bei Ihnen hirnorganische Veränderungen vorliegen, kann es v.a. zu psychischen Störungen, Veränderungen der Lunge und der Herztätigkeit (besonders mit einer Vorgeschichte von Herzinfarkt) kommen.

Bei der Anwendung an Frauen:

  • Durch die Wirkung von Parlodel kann eine bestehende Unfruchtbarkeit aufgehoben werden. Wenn Sie als Frau im gebärfähigen Alter sind und keine Schwangerschaft wünschen, sollten Sie eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Bei Behandlung von prolaktin-sezernierendem Tumor (Prolaktinom):

  • Eine Untersuchung des Hypothalamus (Teil des Zwischenhirns) und der Hirnanhangdrüse sowie des Gesichtsfeldes kann vor und während der Behandlung vorgenommen werden. Diese Untersuchungen geben dem Arzt Aufschluß über ein eventuelles Wachstum des Tumors, er wird die Therapie entsprechend anpassen (s.a. Hinweise in "Schwangerschaft und Stillzeit).
  • Es kann sein dass Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) aus Ihrer Nase austritt. Dies könnte vom Schrumpfen des Tumors herrühren.

Bei älteren Patienten: Zwar konnten keine Unterschiede bezüglich Ansprechen und Verträglichkeit bei jüngeren und älteren Patienten beobachtet werden, es ist jedoch möglich, dass einzelne ältere Patienten aufgrund einer eingeschränkten Leber-, Nieren- oder Herzfunktion, einer Begleiterkrankung oder einer Begleitmedikation verstärkt auf Parlodel ansprechen. Diese Patienten erhalten dementsprechend eine möglichst niedrige Dosierung.

Bei Einnahme von Parlodel mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Fragen Sie nach, welche Medikamente unbedenklich gleichzeitig mit Parlodel verwendet werden können.
Der Wirkstoff von Parlodel kann den in der Leber vorkommenden, an wichtigen biochemischen Reaktionen beteiligten Eiweißkörper, das Enzym Cytochrom P450 CYP3A4 beeinflussen. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten, wenn Parlodel gemeinsam mit anderen stark mit Cytochrom P450 reagierenden Medikamenten, wie manchen Antibiotika (z.B. Erythromycin oder Josamycin), Medikamenten zur Behandlung einer HIV-Infektion oder zur Behandlung von Pilzinfektionen angewendet werden soll. Die gleichzeitige Verabreichung von Octreotid (zur Behandlung von Akromegalie, einer Erkrankung mit gesteigertem Wachstum der Körperenden) kann den Plasmaspiegel von Parlodel erhöhen.

Die Wirkung von Parlodel kann möglicherweise durch Griseofulvin (Pilzmittel) und durch Tamoxifen (ein Antiöstrogen zur Brustkrebsbehandlung) stark vermindert werden.

Die Wirkung von Parlodel kann bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Psychopharmaka (z.B. Haloperidol) sowie Medikamenten gegen Übelkeit (z.B. Metoclopramid) oder Methyldopa (zur Behandlung von Bluthochdruck) vermindert werden. Ebenso kann die gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern (Medikament gegen starke Depressionen, Panikattacken, zur M. Parkinson Therapie, z.B. Selegilin) die Wirkung von Parlodel vermindern.

Obschon nicht nachgewiesen ist, dass Wechselwirkungen zwischen Parlodel und anderen ähnlichen Medikamenten (wie z.B. solchen, die das Zusammenziehen der Gebärmutter bewirken) bestehen, ist von der gleichzeitigen Einnahme solcher Präparate abzusehen.

Bei Einnahme von Parlodel zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Beachten Sie bitte, dass Grapefruitsaft Cytochrom P450 beeinflusst und daher die Wirkung von Parlodel verstärkt werden kann (siehe auch „Bei Einnahme von Parlodel mit anderen Arzneimitteln“).
Parlodel kann die Verträglichkeit von Alkohol vermindern.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:
Es ist notwendig, dass Sie Ihrem Arzt von einer bestehenden oder eingetretenen Schwangerschaft unverzüglich berichten.

Sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird, soll Parlodel nicht mehr eingenommen werden, sofern die Fortführung der Behandlung nicht ausdrücklich vom Arzt verordnet wird.

Beruht die Erkrankung auf einem Tumor der Hirnanhangsdrüse, der sich mutmaßlich während der Schwangerschaft vergrößert, sollte eine Schwangerschaft vermieden werden. Sie sollten auch vor Behandlungsbeginn alle vorgeschriebenen Kontrolluntersuchungen durchführen lassen. Wenn bei Ihnen vor Eintritt der Schwangerschaft ein Tumor der Hirnanhangsdrüse festgestellt wurde und Sie Parlodel nicht mehr einnehmen, müssen Sie während der ganzen Schwangerschaft genau überwacht werden, denn es ist möglich, dass dieser Tumor sich im Laufe der Schwangerschaft vergrößert. Bitte melden Sie alle ungewöhnlichen Vorkommnisse und Beschwerden, insbesondere starke Übelkeit und Kopfschmerzen sowie starkes Erbrechen oder Sehstörungen Ihrem Arzt. Er wird dann beurteilen, ob und welche Maßnahmen notwendig sind.

Wochenbett
Das mögliche Absinken des Blutdruckes während des Wochenbettes kann durch Parlodel verstärkt werden.

Falls Sie mit blutdruckwirksamen Medikamenten behandelt wurden oder derzeit solche Mittel einnehmen, teilen Sie dies bitte unverzüglich Ihrem Arzt mit, da Wechselwirkungen möglich sind.

Bei Auftreten von starken Kopfschmerzen und/oder vorübergehenden Sehstörungen siehe auch 4. „Nebenwirkungen„.

Stillzeit
Der Wirkstoff von Parlodel hemmt die Milchproduktion, sodass ein Stillen nur in den seltensten Fällen überhaupt möglich ist. Da die Auswirkungen auf den Säugling jedoch nicht bekannt sind, ist davon dringend abzuraten.
Wenn Sie Parlodel zum Abstillen einnehmen, sollten Sie ab der ersten Einnahme von Parlodel den Säugling nicht mehr stillen.
Obschon nicht nachgewiesen ist, dass Wechselwirkungen zwischen Parlodel und anderen ähnlichen Medikamenten (wie z.B. solchen, die das Zusammenziehen der Gebärmutter bewirken) bestehen, ist von der gleichzeitigen Einnahme solcher Präparate abzusehen (siehe „Bei Einnahme von Parlodel mit anderen Arzneimitteln“).

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Während der ersten Behandlungstage mit Parlodel können Müdigkeit, niedriger Blutdruck oder Schwindel auftreten.

Es kann auch passieren, dass bei Ihnen Benommenheit mit abnormer Schläfrigkeit oder plötzliches unerwartetes Einschlafen auftritt. Solange Sie derartige Symptome bei sich bemerken, dürfen Sie nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen, die Ihre Aufmerksamkeit erfordern oder Arbeiten ohne sicheren Halt verrichten. Informieren Sie bei derartigen Anzeichen bitte Ihren Arzt, da eine Änderung Ihrer Behandlung erforderlich sein könnte.

Achtung! Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Parlodel Lactosewarnhinweis: Parlodel 2,5 mg Tabletten enthalten Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Parlodel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Parlodel immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Tabletten sind unzerkaut mit Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einzunehmen.

Die individuelle Dosierung wird ausschließlich von Ihrem Arzt festgelegt und ist genau einzuhalten.
Empfohlenes Dosierungsschema für Erwachsene:
Prolaktinbedingte Störungen des Menstruationszyklus:Man beginnt mit ½ Tablette Parlodel 2,5 mg zur Abendmahlzeit und erhöht alle 2 - 3 Tage um ½ Tablette bis zur erforderlichen Tagesdosis von 2 - 3 x täglich ½ - 1 Tablette Parlodel 2,5 mg. Die Behandlung soll fortgesetzt werden, bis der normale Menstruationszyklus wiederhergestellt ist und/oder der Eisprung wieder eingesetzt hat. Wenn nötig, kann die Therapie über mehrere Zyklen fortgesetzt werden, um einen Rückfall zu vermeiden.

Hinweise:
Ihr Arzt wird bei einer sogenannten „Gelbkörperschwäche“ mit normalen oder mäßig erhöhten Prolaktinwerten einen langsameren Dosisaufbau vornehmen. Auch Medikamente können die Prolaktinwerte erhöhen und somit ein Ausbleiben der Regelblutung mit oder ohne Milchabsonderung bewirken. Dürfen diese Medikamente nicht abgesetzt werden, empfiehlt sich ebenfalls ein langsamer Dosisaufbau von Parlodel (wie oben angegeben), bis die Regelblutung einsetzt oder der Milchfluss aufhört.

Abstillen aus medizinischen Gründen: Man beginnt am ersten Tag mit jeweils ½ Tablette Parlodel 2,5 mg morgens und abends mit dem Essen, gefolgt von 1 Tablette 2 x täglich für 14 Tage (eine Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr oder Hochbinden der Brüste ist nicht notwendig). Zur Verhinderung des Milcheinschusses soll die Behandlung möglichst bald nach der Geburt oder nach dem Schwangerschaftsabbruch einsetzen. Gelegentlich tritt 2 - 3 Tage nach Abschluss der Behandlung eine schwache Milchabsonderung auf. Sie kann durch Wiederaufnahme der Behandlung gestoppt werden, wobei die gleiche Dosis wie zu Beginn während einer zusätzlichen Woche verabreicht wird.

Störungen der Keimdrüsenfunktion beim Mann:Man beginnt mit ½ Tablette täglich und erhöht allmählich auf 2 - 4 Tabletten pro Tag.

Prolaktinome:Man beginnt mit ½ Tablette Parlodel 2,5 mg zur Abendmahlzeit und erhöht nach ärztlicher Anweisung alle 2 - 3 Tage um ½ Tablette auf mehrere Tabletten täglich, bis eine befriedigende Unterdrückung der erhöhten Prolaktinausschüttung sichergestellt ist. Die medikamentöse Behandlung der Prolaktinome ist eine Langzeitbehandlung.

Akromegalie:Man beginnt mit ½ Tablette Parlodel 2,5 mg zur Abendmahlzeit und erhöht alle 2 - 3 Tage um ½ Tablette auf eine Tagesdosis von 4 - 8 Tabletten, je nach dem persönlichen Bedarf, der von Ihrem Arzt festgestellt wird. Die individuelle Tagesdosis soll auf 4 Einzeldosen aufgeteilt werden, wobei die letzte Dosis vor dem Schlafengehen eingenommen werden soll.

Kinder und Jugendliche
Eine Anwendung an Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen.

Leber- und Nierenkranke
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie unter einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden. Er wird gegebenenfalls die Dosierung anpassen.

Wenn Sie eine größere Menge von Parlodel eingenommen haben, als Sie sollten Es sind keine lebensbedrohlichen Erscheinungen nach einer einmaligen Überdosis Parlodel berichtet worden. Die höchste Menge, die von einem Erwachsenen auf einmal genommen wurde, beträgt 325 mg.
Nebenwirkungen bei Kindern, die versehentlich Parlodel eingenommen hatten, waren Erbrechen, Schläfrigkeit und Fieber. Die Kinder erholten sich entweder nach einigen Stunden spontan oder nach geeigneter Therapie.
Es kam zu Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl, Blutdruckabfall beim Aufstehen, Herzrasen, Schwitzen, Schläfrigkeit, Lethargie und Halluzinationen. Tritt eines dieser Symptome auf, ist der Arzt unverzüglich zu informieren.

Wenn Sie die Einnahme von Parlodel vergessen haben
Wenn Sie einmal auf die Einnahme vergessen haben, so sollten Sie diese innerhalb von 4 Stunden nachholen. Beim nächsten Einnahmetermin sollten Sie lediglich die übliche Dosis nehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Parlodel abbrechen
Bei plötzlichem Abbrechen der Einnahme kann ein lebensbedrohlicher Zustand (Malignes Neuroleptisches Syndrom) ausgelöst werden. Anzeichen hierfür sind plötzliches Auftreten von Fieber, Bewegungsstörungen, Blutdruckschwankungen, Herzrasen und rascher Atmung. Fragen Sie bitte Ihren Arzt, wie dieses Medikament abzusetzen ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Parlodel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. Die meisten dieser Nebenwirkungen sind von der Dosis abhängig. Bei Beschwerden sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, er wird bei Bedarf die Dosis herabsetzen.

Zu Beginn der Behandlung (vor allem nach versehentlicher Einnahme auf nüchternen Magen) oder bei zu rascher Erhöhung der Dosis kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Schwindelgefühl kommen, ohne dass jedoch eine Unterbrechung der Behandlung nötig wird.
Parlodel kann Blutdruckabfall oder Kreislaufkollaps (z.B. beim plötzlichen Aufstehen) bewirken, daher soll der Blutdruck vor allem während der ersten Behandlungstage in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

Wenn bei Ihnen starke Kopfschmerzen und/oder vorübergehende Sehstörungen eintreten sollten, verständigen Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt, da in seltenen Fällen nach der Geburt starker Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krampfanfälle oder psychische Störungen berichtet wurden. Deshalb sollte der Blutdruck während einer Behandlung mit Parlodel sorgfältig überwacht werden.

Bei Glaukompatienten kommt es durch die Stimulation der intraokulären Dopamin-Rezeptoren zu einer verstärkten Senkung des Augeninnendrucks, wenn gleichzeitig Glaukommittel verabreicht werden.
Es wurde berichtet, dass Patienten, die Dopamin-Agonisten zur Behandlung des Morbus Parkinson einschließlich Umprel (entspricht Parlodel) insbesondere in hohen Dosierungen angewendet haben, Zeichen von Spielsucht und zwanghaft gesteigertes sexuelles Verlangen zeigten, die allgemein bei Dosisreduktion oder mit Beendigung der Behandlung zurückgingen.

Bei der Bewertungen der Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrundegelegt:
Häufig: betrifft weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: betrifft weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten Selten: betrifft weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten Sehr selten: betrifft weniger als 1 von 10.0000 Behandelten

Herzerkrankungen:
Gelegentlich: Selten: Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel, unregelmäßige Herztätigkeit, scnelle Herztätigkeit, verlangsamte Herztätigkeit, eine bestimmte allergische Entzündung des Herzens (Löffler-Endokarditis)
Sehr selten: vermehrtes Bindegewebe an den Herzklappen

Gefäßerkrankungen
Gelegentlich: Blutdruckabfall, insbesondere bei Lagewechsel (Orthostase), bis hin zum Kollaps, der mit verlangsamter Herztätigkeit einhergehen kann und entsprechend behandelt werden muss (siehe auch „Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen ‘‘). Sehr selten: Reversible Blässe an Fingern und Zehen verursacht durch Kälte (vor allem bei Patienten mit Raynauld´s Syndrom)

Erkrankungen des Nervensystems:
Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, depressive Verstimmung, Benommenheit, Angst, Nervosität,
Gelegentlich: Störungen im Bewegungsablauf/Koordinationsschwierigkeiten Selten: Schläfrigkeit, Kribbeln in Händen und Füßen, Sprech- und Stimmstörungen, Störungen im Geschmacksempfinden
Sehr selten: ausgeprägte Schläfrigkeit während des Tages und plötzliche Schlafanfälle, bei abruptem Absetzen von Parlodel kann es zum Malignen Neuroleptischen Syndrom kommen (siehe auch „Wenn Sie die Einnahme von Parlodel abbrechen„).

Psychiatrische Erkrankungen:
Gelegentlich: Verwirrtheit, Unruhe die Wahrnehmung und Bewegung betreffend, Halluzinationen
Selten: psychische Störungen, Schlafstörungen
Sehr selten: vermindertes sexuelles oder gesteigertes sexuelles Verlangen

Augenerkrankungen:
Selten: Sehstörungen, verschwommenes Sehen.

Bei Glaukompatienten kommt es durch die Stimulation der intraokulären Dopamin-Rezeptoren zu einer verstärkten Senkung des Augeninnendrucks, wenn gleichzeitig Glaukommittel verabreicht werden.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths:

Selten: Ohrensausen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums:
Häufig: Verstopfte Nase
Selten: Atemnot, Flüssigkeitsansammlung im Brustfellraum, Brustfellentzündung, und Bindegewebsveränderungen der Lunge

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Häufig: Übelkeit, Erbrechen, und Verstopfung
Gelegentlich: Mundtrockenheit
Selten: Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Durchfall, Oberbauchbeschwerden, Bauchkrämpfe, Verdauungsbeschwerden), Bindegewebyvermehrung am Bauchfell, Magen-Darm-Blutung, Magen-Darmgeschwüre.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Häufig: allergische Hautreaktionen, Haarausfall

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Häufig: Muskelkrämpfe in den Beinen und Füßen

Sonstiges
Gelegentlich: Müdigkeit, schmerzhafte Ödeme und Rötung der Gliedmaßen
(Erythromelalgie), insbesondere der Füße und Knöchel,
Selten: Syndrom ähnlich einem malignen neuroleptischen Syndrom bei plötzlichem Absetzten von Parlodel.

Wenn Sie Parlodel über einen langen Zeitraum in hoher Dosierung einnehmen, sollten Sie zusätzlich auf folgende Symptome achten:

  • Durchblutungsstörungen der Zehen und Finger, v. a. nach Kälteeinwirkung
  • Hustenreiz und Atemnot
  • Rückenschmerzen v.a. in der Nierengegend
  • Nierenbeschwerden
  • Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen

Falls diese Beschwerden auftreten sollten informieren Sie bitt umgehend Ihren Arzt, er wird eine Änderung der Behandlung vornehmen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern.
Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher in der Außenverpackung aufbewahren. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr einnehmen. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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