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«Parlodel 2,5mg Tabletten»

Parlodel 2,5mg Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Wirkungsweise
Bromocriptin ist ein Dopamin-Agonist, d. h. es wirkt an Dopamin-Rezeptoren ähnlich wie die körpereigene Substanz Dopamin. Deshalb kann der Wirkstoff zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit eingesetzt werden. Er hemmt außerdem die Sekretion des Hormons Prolaktin durch die Hirnanhangdrüse, welches das Brustdrüsenwachstum fördert und die Milchproduktion in Gang setzt.
Anwendungsgebiete
Zustände und Erkrankungen, bei denen eine Senkung des Prolaktinspiegels angezeigt ist, wie
- primäres und sekundäres Abstillen aus medizinischen Gründen
- Hemmung der Milchsekretion (Laktation) nach Fehlgeburt (Abort)
- Milchstauung nach der Geburt, wenn andere Maßnahmen nicht zur Entleerung der Brüste geführt haben; beginnende Brustdrüsenentzündung (Mastitis) in der Stillperiode
- Galaktorrhoe-Amenorrhoe-Syndrom mit Symptomen wie Milchfluss (Galaktorrhoe), Ausbleiben der Monatsblutung (Amenorrhoe), Störungen des Eisprungs (Ovulationsstörungen), Unfruchtbarkeit (Sterilität)
- Ausbleiben der Monatsblutung (Amenorrhoe) und Milchfluss (Galaktorrhoe) als Folge der Anwendung bestimmter Medikamente, die eine Prolaktin-Erhöhung verursachen (z.B. Psychopharmaka)
Akromegalie (übermäßiges Wachstum einzelner Skelett- und Weichteile, z.B. Finger, Zehen):
Zusätzlich zur chirurgischen Behandlung oder Strahlen-Behandlung; in bestimmten ällen kann Parlodel 2,5 mg auch allein angewendet werden.
Idiopathische und postenzephalitische Parkinson-Krankheit:
Hinweis:
Parlodel 2,5 mg wird entweder in Monotherapie oder als Zusatzmedikation zur Levodopa-Behandlung verabreicht, insbesondere bei solchen Patienten, die nicht ausreichend vollständig auf Levodopa ansprechen.
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden bei
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen andere Ergotalkaloide (Substanzen mit ähnlicher chemischer Struktur wie Bromocriptin) oder gegen einen der anderen Inhaltsstoffe
- unkontrolliertem Bluthochdruck
- schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck mit möglichen weiteren Komplikationen wie Ödeme, Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen u.a. (Schwangerschaftstoxikose, -gestose)
- Erkrankung der Herzkranzgefäße und arteriellen Verschlusskrankheiten
- schweren psychischen Störungen.
Was ist bei Kindern und älteren Menschen zu berücksichtigen?
Über die Anwendung von Parlodel 2,5 mg bei Kindern und Jugendlichen liegen keine Erkenntnisse vor.
Bei älteren Patienten sowie bei Patienten mit hirnorganischen Veränderungen (Demenz) ist bei höherer Dosierung von mehr als 10 mg Bromocriptin pro Tag mit dem verstärkten Auftreten von Nebenwirkungen zu rechnen. Dabei stehen psychotische Symptome, Herzrhythmusstörungen insbesondere bei Myokardinfarkt in der Vorgeschichte, sowie bei Langzeitbehandlung Veränderungen in den Lungen, im Vordergrund.
Wie und wann sollten Sie Parlodel 2,5 mg einnehmen?
Die Tabletten sind teilbar.
Grundsätzlich soll die Einnahme von Parlodel 2,5 mg während oder nach den Mahlzeiten erfolgen. Die Tabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit zu schlucken.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wann dürfen Sie Parlodel 2,5 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden?
Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Parlodel 2,5 mg nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
Bei der Behandlung mit hohen Dosen Bromocriptin (über 10 mg pro Tag) ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit:
- psychischen Störungen, auch in der Vorgeschichte
- schwerem organischen Psychosyndrom
- schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie z.B. Kreislaufregulationsstörungen mit niedrigem Blutdruck sowie bei gleichzeitiger Behandlung des Bluthochdrucks mit blutdrucksenkenden Mitteln (Abschnitte „Nebenwirkungen“ und „Wechselwirkungen mit anderen Mitteln“ beachten)
- Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie Blutungen im Magen-Darm-Trakt auch in der Vorgeschichte.
Diese Patienten sind gegebenenfalls von einer Behandlung mit Parlodel 2,5 mg in hohen Dosen auszuschließen.
Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Stehen einem Kinderwunsch keine medizinischen Bedenken entgegen, so sollte die Behandlung mit Parlodel 2,5 mg umgehend nach Feststellung der Empfängnis eingestellt werden, es sei denn, dass eine spezielle Indikation zur Fortführung der Therapie besteht. Nach dem Absetzen von Parlodel 2,5 mg wurde keine erhöhte Fehlgeburtsrate beobachtet. Die bisherigen Erfahrungen weisen darauf hin, dass die Einnahme von Parlodel 2,5 mg während der Schwangerschaft deren Verlauf und Ausgang nicht negativ beeinflusst.
Da Parlodel 2,5 mg die Milchbildung hemmt, sollte es nicht von Frauen genommen werden, die stillen möchten.
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Dieses Arzneimittel kann zu einer Blutdrucksteigerung, in manchen ällen auch zu einer Blutdrucksenkung führen (siehe Abschnitt „Nebenwirkungen“). Daher sollte der Blutdruck insbesondere in den ersten Tagen der Behandlung bei Patienten mit labilem Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden.
Bromocriptin-Dosen von täglich mehr als 10 mg Bromocriptin sind allein der Behandlung der Parkinsonschen Krankheit vorbehalten. In Kombination mit Levodopa-Präparaten oder in höherer Dosierung von mehr als 30 mg Bromocriptin pro Tag treten Nebenwirkungen häufiger und stärker ausgeprägt auf.
Bei Langzeitbehandlung werden regelmäßige Kontrollen der Leber- und Nierenfunktion empfohlen.
Seien Sie sehr vorsichtig, wenn Sie während der Behandlung mit Parlodel 2,5 mg ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen. ühren Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie sehr müde werden oder sogar einen plötzlichen Schlafanfall bekommen haben. Informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt.
Endokrine Indikationsstellung:
Bei Gesichtsfeldausfällen oder deutlichem Wachstum des Hirnanhangdrüsentumors sind in erster Linie der chi- rurgische Eingriff, Bestrahlung oder beides angezeigt. Parlodel 2,5 mg sollte erst bei Versagen dieser Maßnahmen zur Anwendung kommen bzw. als Zusatztherapie eingesetzt werden.
Akromegalie-Patienten mit bestehendem oder früherem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür sollten das Auftreten von Magen-Darm-Beschwerden Ihrem Arzt melden. Unter Umständen müssen Sie eine Alternativ-Behandlung erhalten.
Durch die Behandlung mit Parlodel 2,5 mg kann eine Prolaktin-bedingte Unfruchtbarkeit bei der Frau aufgehoben werden. Ist eine Schwangerschaft nicht erwünscht, so müssen zuverlässige Verhütungsmaßnahmen angewendet werden. Die Ursache einer Unfruchtbarkeit (Sterilität) ist vor Behandlungsbeginn abzuklären, bei Dia-gnose eines Hypophysentumors sollte das Eintreten einer Schwangerschaft durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden.
Patienten mit Makroadenomen der Hypophyse (bestimmten Tumoren der Hirnanhangdrüse) können gleichzeitig eine Unterfunktion der Hirnanhangdrüse aufgrund des Drucks aufweisen. Daher sollte vor der Gabe von Parlodel 2,5 mg die Funktion der Hirnanhangdrüse geprüft und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung eingeleitet werden, durch die fehlende Hormone ersetzt werden. Bei Patienten mit durch mangelnde Funktion der Hirnanhangdrüse hervorgerufenen Funktionsstörungen der Nebennierenrinde müssen Kortikoide gegeben werden.
In seltenen ällen wird die zum Ausbleiben der Monatsblutung (Amenorrhoe) und zu Milchfluss (Galaktorrhoe) führende Hyperprolaktinämie durch ein den Hypophysenstiel komprimierendes Makroadenom verursacht, welches selbst kein Prolaktin produziert (Begleithyperprolaktinämie). Bei solchen Patientinnen ist zu beachten, dass die Behandlung mit Parlodel 2,5 mg den Prolaktinspiegel senken und die Amenorrhoe bzw. Galaktorrhoe beheben kann, ohne dass das Wachstum des Adenoms gebremst wird.
Bei Patienten mit Makroadenomen der Hypophyse muss die Tumorgröße sorgfältig überwacht werden. Bei Vergrößerung des Tumors muss eine chirurgische Behandlung erwogen werden. Bei Gesichtsfelddefekten oder deutlichem Wachstum des Hirnanhangdrüsentumors ist in erster Linie der chirurgische Eingriff und/oder Bestrahlung angezeigt. Parlodel 2,5 mg sollte erst bei Versagen dieser Maßnahmen zur Anwendung kommen, unter Umständen auch als Zusatztherapie.
Tritt bei Patientinnen nach einer abgeschlossenen Behandlung wiederum das Ausbleiben der Monatsblutung (Amenorrhoe) oder Milchfluss (Galaktorrhoe) auf, kann bei bestehendem Kinderwunsch erneut mit Parlodel 2,5 mg behandelt werden, wenn eine Prolaktin-bedingte Sterilität besteht.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig Parlodel 2,5 mg eingenommen oder eine Anwendung vergessen haben?
Setzen Sie in diesem Fall die Einnahme von Parlodel 2,5 mg in der verordneten Dosierung zum nächsten Einnahmezeitpunkt fort. Nehmen Sie keine größere Menge als die verordnete Einzeldosis ein.

Wie wird es angewendet?

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Parlodel 2,5 mg nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Parlodel 2,5 mg sonst nicht richtig wirken kann.
Wieviel Parlodel 2,5 mg und wie oft sollten Sie Parlodel 2,5 mg bei den einzelnen Anwendungsgebieten einnehmen?
Primäres und sekundäres Abstillen aus medizinischen Gründen:
Am 1. Behandlungstag morgens und abends je Tablette Parlodel 2,5 mg (entspricht 1,25 mg Bromocriptin), anschließend 2-mal 1 Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 2-mal 2,5 mg Bromocriptin) täglich, morgens und abends, über 14 Tage.
Zur Verhinderung des Milcheinschusses sollte die Behandlung so bald wie möglich nach der Geburt begonnen werden, jedoch nicht vor Stabilisierung vitaler Funktionen. In seltenen ällen kann 2 oder 3 Tage nach dem Absetzen von Parlodel 2,5 mg eine im Allgemeinen schwache Milchabsonderung auftreten. Diese wird durch eine erneute 6-tägige Gabe von Parlodel 2,5 mg in derselben Dosierung (2 Tabletten täglich) behandelt. Eine Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr ist nicht erforderlich, physikalische Maßnahmen erübrigen sich.
Milchstau nach der Geburt, wenn andere Maßnahmen nicht zur Entleerung der Brüste geführt haben:
Eine Einzeldosis von 1 Tablette Parlodel 2,5 mg (entspricht 2,5 mg Bromocriptin). Falls notwendig, kann nach 6 bis 12 Stunden eine weitere Tablette gegeben werden. Das Stillen braucht nicht unterbrochen zu werden.
Beginnende Brustdrüsenentzündung (puerperale Mastitis):
3 Tage lang 3-mal täglich 1 Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 7,5 mg Bromocriptin pro Tag), anschließend 11 Tage lang 2-mal täglich 1 Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 5 mg Bromocriptin pro Tag) einnehmen.
Galaktorrhoe-Amenorrhoe-Syndrom:
Am ersten Tag der Behandlung Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 1,25 mg Bromocriptin) abends, ab dem 2. Tag 3-mal täglich Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 3,75 mg Bromocriptin pro Tag). Falls erforderlich, kann die Dosis allmählich über 1 bis 2 Wochen auf 2- bis 3-mal täglich 1 Tablette Parlodel 2,5 mg gesteigert werden. Bei Therapieerfolg kann Parlodel 2,5 mg nach 6 Monaten versuchsweise nach Anweisung Ihres Arztes abgesetzt werden. Bei erneutem Auftreten der Symptomatik Behandlung wieder aufnehmen.
Prolaktin-bedingte Fertilitätsstörungen:
Am 1. Tag Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 1,25 mg Bromocriptin) abends, ab dem 2. Tag 3-mal täglich Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 3,75 mg Bromocriptin pro Tag).
Falls erforderlich, allmähliche Steigerung über 1 bis 2 Wochen auf 2- bis 3-mal täglich 1 Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 5 bis 7,5 mg Bromocriptin pro Tag).
Bei Therapieerfolg kann Parlodel 2,5 mg nach 6 Monaten versuchsweise nach Anweisung Ihres Arztes abgesetzt werden. Bei erneutem Auftreten der Symptomatik Behandlung wieder aufnehmen.
Medikamentös bedingte Amenorrhoe/Galaktorrhoe:
Am 1. Tag Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 1,25 mg Bromocriptin) abends, ab dem 2. Tag 3-mal täglich Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 3,75 mg Bromocriptin pro Tag). Falls erforderlich, allmähliche Steigerung über 1 bis 2 Wochen auf 2- bis 3-mal täglich 1 Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 5 bis 7,5 mg Bromocriptin), bis die Menstruation eintritt bzw. der Milchfluss aufhört.
Akromegalie:
Anfangs 1 Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 2,5 mg Bromocriptin) täglich, im Verlauf von 1 bis 2 Wochen allmähliche Steigerung auf 4 bis 8 Tabletten Parlodel 2,5 mg täglich (entsprechend 10 bis 20 mg Bromocriptin pro Tag), je nach Ansprechen und Verträglichkeit auf 4 gleiche Einzeldosen über den Tag verteilt.
Idiopathische und postenzephalitische Parkinsonsche Krankheit:
Im Allgemeinen wird die Behandlung mit Parlodel 2,5 mg Tabletten eingeleitet.
Während der 1. Woche gibt man täglich Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 1,25 mg Bromocriptin) abends. Diese Dosis sollte langsam erhöht werden, z.B. pro Woche um Tablette Parlodel 2,5 mg täglich, bis zu 3-mal täglich 1 Tablette Parlodel 2,5 mg (entsprechend 7,5 mg Bromocriptin) in der 6. Woche.
Sollte eine höhere Dosis von Bromocriptin erforderlich sein, ist die bisherige Dosis schrittweise (durch Dosis-titration) und individuell zu erhöhen. Dabei ist zu beachten, dass die tägliche Gesamtdosis von 30 mg Bromocriptin nicht überschritten werden soll.
Bei Erreichen einer täglichen Dosis von 2-mal 2 Tabletten Parlodel 2,5 mg (entsprechend 10 mg Bromocriptin) kann auf 2-mal 1 Kapsel Parlodel 5 mg umgestellt werden, wenn bei der bisherigen Dosierung keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten sind (siehe Abschnitt „Nebenwirkungen“).
Über 3-mal 5 mg hinausgehende Tagesdosen können in Form von Parlodel 10 mg Kapseln gegeben werden, wenn bei der bisherigen Dosierung keine Nebenwirkungen aufgetreten sind.
Das oben angegebene Dosierungsschema gilt sowohl für die Mono- wie für die Kombinationstherapie mit Levodopa (mit oder ohne Decarboxylase-Hemmer). Eine Dosisverringerung von Levodopa ist oft möglich. Sie sollte stufenweise vorgenommen werden, nach entsprechender Anpassung der Bromocriptin-Dosis, bis zum Erreichen des optimalen therapeutischen Effektes. Gegebenenfalls kann Levodopa ganz abgesetzt werden.
Wie lange sollten Sie Parlodel 2,5 mg anwenden?
Bezüglich der Anwendungsdauer in den gynäkologischen Indikationen wird auf die detaillierten Aussagen unter den Dosierungsangaben verwiesen.
ür die Indikationen Akromegalie und Parkinsonsche Krankheit ist eine bestimmte Begrenzung der Anwendungsdauer nicht vorgesehen. Im Allgemeinen handelt es sich bei diesen Krankheiten um eine Langzeitanwendung. Die Unbedenklichkeit bei Anwendung von mehr als 2 Jahren bei Parkinson-Patienten wurde bisher nicht ausreichend überprüft.
Überdosierung und andere Anwendungsfehler
Was ist zu tun, wenn Parlodel 2,5 mg in zu großen Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Als mögliche Anzeichen einer Überdosierung können die unter Nebenwirkungen genannten Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schläfrigkeit, Schwitzen, niedriger Blutdruck und Sinnestäuschungen) verstärkt auftreten.
In einem solchen Falle informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt, damit er eine Behandlung der aufgetretenen Symptome einleiten oder andere Maßnahmen (z.B. Auslösen von Erbrechen, Gabe von Aktivkohle oder Abführmitteln) ergreifen kann.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?
Keinesfalls darf die Einnahme eigenmächtig beendet bzw. geändert werden.
Bitte wenden Sie sich in jedem Fall vorher an Ihren Arzt, der Sie beraten wird, da bei Unterbrechung oder Abbruch der Behandlung die ursprünglichen Symptome wieder auftreten können.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Parlodel 2,5 mg?
Obwohl Wechselwirkungen mit anderen Ergotalkaloid-haltigen Arzneimitteln, z.B. Methylergometrin, nicht nachgewiesen wurden, wird von der gemeinsamen Einnahme mit Parlodel 2,5 mg nach der Geburt und im Wochenbett abgeraten.
Bei vorausgegangener oder gleichzeitiger Behandlung mit auf den Blutdruck einwirkenden Arzneimitteln ist besondere Vorsicht geboten.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Levodopa-Präparaten sollte nach der Dosissteigerung von Bromocriptin die Levodopa-Dosis verringert werden, um das Auftreten von Levodopa-typischen Nebenwirkungen zu verringern.
Die Wirkung von Bromocriptin kann bei gleichzeitiger Einnahme mit Dopamin-Antagonisten (z.B. Neuroleptika aus der Phenothiazin- oder Butyrophenongruppe) abgeschwächt bzw. aufgehoben werden. Eine Dosisanpassung ist entsprechend von dem Arzt vorzunehmen.
Durch gleichzeitige Verabreichung von Makrolid-Antibiotika (wie z.B. Erythromycin oder Josamycin) kann der Blutspiegel von Bromocriptin erhöht und seine Wirkung damit verlängert oder verstärkt werden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Griseofulvin (ein Arzneimittel gegen Pilzinfektionen) kann die Wirkung von Bromocriptin aufgehoben werden.
Octreotid (ein ähnlich der körpereigenen Substanz Somatostatin wirkendes, synthetisch hergestelltes Peptid) kann die Bioverfügbarkeit von Bromocriptin erhöhen und dadurch die Wirkung von Parlodel 2,5 mg verstärken.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Welche Genussmittel, Speisen oder Getränke sollten Sie meiden?
Die Verträglichkeit von Parlodel 2,5 mg wird durch gleichzeitigen Genuss von Alkohol vermindert (Alkoholintoleranz wird verstärkt). Daher sollten Sie auf gleichzeitigen Alkoholgenuss während der Behandlung verzichten.
Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Parlodel 2,5 mg auftreten?
Häufigkeitsangaben: Sehr häufig: Mehr als 10 %; häufig: 1 bis 10 %; gelegentlich: 0,1 bis 1 %; selten: 0,01 bis 0,1 %.
Nebenwirkungen treten dosisabhängig und besonders zu Beginn der Therapie mit Parlodel 2,5 mg sowie bei gleichzeitiger Begleitmedikation mit Arzneimitteln zur Behandlung von Bluthochdruck oder Levodopa-Präparaten (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit) auf.
Magen-Darm-Trakt:
Sehr häufig: Leichte Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Durchfall, Oberbauchbeschwerden/ -krämpfe, Dyspepsie), Appetitlosigkeit, Verstopfung
Selten: Blutungen im Magen-Darm-Trakt (gastrointestinale Blutungen)
Nervensystem und Sinnesorgane:
Sehr häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, depressive Verstimmung
Häufig: Psychomotorische Unruhe, Schlafstörungen, Sehstörungen, Sinnestäuschungen (visuelle Halluzinationen), Psychosen, Verwirrtheit, Benommenheit, Angst, Nervosität, schmerzhafte Störungen von Bewegungsabläufen der Gesichtsmuskeln (Dyskinesie), Gang- und Bewegungsstörungen (Ataxien)
Gelegentlich: Subjektive Missempfindung, z.B. „Ameisenlaufen“, Kribbeln (Parästhesien), Ohrenklingeln
Selten: Sprechstörungen (Dysarthrie)
Während der Behandlung mit Parlodel 2,5 mg können Schläfrigkeit (starke Müdigkeit) und plötzliche Schlafanfälle auftreten.
Herz-Kreislauf-System:
Sehr häufig: Ohnmachts- und Schwächegefühl (Synkope)
Gelegentlich: Blutdruckabfall, insbesondere bei Lagewechsel (Orthostase), bis hin zum Kollaps, der mit einer verlangsamten Herzschlagfolge einhergehen kann und entsprechend behandelt werden muss (siehe Abschnitt „Hinweise zur Teilnahme im Straßenverkehr“). Das Auslösen von Angina-pectoris-Anfällen wurde ebenfalls beobachtet. Ein Angina-pectoris-Anfall äußert sich in anfallsweisem Auftreten von starken Schmerzen im Brustraum, die auch in den linken Arm ausstrahlen können, verbunden mit Engegefühl und Angstzuständen.
Selten: Störungen des Herzrhythmus oder Pulsschlages (Arrhythmien, ventrikuläre Tachykardie)
Niere und ableitende Harnwege:
Häufig: Beschwerden beim Wasserlassen (z.B. Harnretention, Inkontinenz, häufiges Wasserlassen)
Haut:
Häufig: Allergische Hautreaktionen, schmerzhafte Schwellungen (Ödeme) und Rötung der Gliedmaßen (Erythromelalgie), insbesondere der üße und Knöchel
Muskulatur:
Häufig: Muskelkrämpfe in den Beinen und üßen
Sonstiges:
Häufig: Mundtrockenheit, Gefühl der verstopften Nase, Haarausfall
Gelegentlich: Kurzatmigkeit, Gesichtsblässe
Selten: Schwitzen
Diese Nebenwirkungen treten überwiegend nur bei hohen Dosen auf und sind in der Regel durch Dosissenkung beherrschbar.
Nebenwirkungen bei der Anwendung im Wochenbett:
Nach der Geburt bzw. im Wochenbett wurde in gelegentlichen ällen über Bluthochdruck, Herzinfarkt, Krampfanfälle, Schlaganfall oder psychische Störungen berichtet. Bei einigen Patientinnen gingen dabei einem Krampf- oder Schlaganfall starke Kopfschmerzen und/oder Sehstörungen voraus. Ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Parlodel 2,5 mg und diesen Befunden ist nicht gesichert. Trotzdem sollte der Blutdruck vor allem in den ersten Behandlungstagen regelmäßig kontrolliert werden. Bei Bluthochdruck sowie bei schweren, sich verstärkenden oder langanhaltenden Kopfschmerzen oder sonstigen Zeichen einer Beeinträchtigung der Funktionen des zentralen Nervensystems muss die Behandlung sofort abgebrochen werden.
Nebenwirkungen bei hochdosierter Langzeitbehandlung:
Bei einer Langzeittherapie mit Parlodel 2,5 mg in hohen Dosen wurde häufig über durch Kälte ausgelöste Durchblutungsstörungen der Finger und Zehen berichtet, die durch Zusammenziehen der Gefäße bedingt sind, insbesondere bei Patienten mit Morbus Raynaud (Form von Durchblutungsstörungen in Fingern und Zehen) in der Vorgeschichte. Diese Durchblutungsstörungen verschwinden bei Umstellung der Behandlung; sie bilden sich im Einzelfall unter der Therapie mit Parlodel 2,5 mg zurück.
Während der Langzeitbehandlung der Parkinsonschen Krankheit in hohen Dosen (siehe Abschnitt „Dosierungsanleitung“) wurden in einigen ällen Flüssigkeitsansammlungen im Brustfellraum (Pleuraergüsse) und Verwachsungen im Brustfellraum (pleuropulmonale Fibrosen) beobachtet. Ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Parlodel 2,5 mg und dem Auftreten dieser Erscheinungen ist nicht gesichert. Daher sollten Patienten bei unklaren Anzeichen wie Hustenreiz und Kurzatmigkeit sofort den Arzt aufsuchen. Dieser entscheidet über die Fortsetzung oder Unterbrechung der Behandlung.
Nach mehrjähriger Behandlung mit Tagesdosen von mehr als 30 mg Bromocriptin wurde bei einigen Patienten vermehrtes Wachstum von Bindegewebe im Bauchraum (retroperitoneale Fibrose) beobachtet. Damit diese Erkrankung möglichst frühzeitig festgestellt werden kann, sollten Patienten bei hochdosierter Langzeittherapie auf Anzeichen wie z.B. Rückenschmerzen insbesondere im Bereich der Nieren, Nierenfunktionsstörungen, Beinödeme achten und sofort dem behandelnden Arzt mitteilen. Dieser entscheidet über das Beenden der Behandlung mit Parlodel 2,5 mg.
Nach Absetzen einer Bromocriptin-Behandlung wurde häufig das Auftreten von Milchabsonderung (Galaktorrhoe) beobachtet.
Nach dem Absetzen von Parlodel 2,5 mg wurden in gelegentlichen ällen bei Patienten, die zuvor mit hohen Dosen Bromocriptin oder gleichzeitig mit Levodopa-Präparaten behandelt wurden, Sinnestäuschungen (Halluzinationen) beobachtet, die über einige Wochen andauern konnten.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Klinische Erfahrungen zeigen, dass einige Nebenwirkungen von Parlodel 2,5 mg wie z.B. Brechreiz oder Erbrechen durch Verabreichung von Domperidon, eines Mittels, das die Wirkung der körpereigenen Substanz Dop- amin hemmt, gelindert bzw. aufgehoben werden können.
Der therapeutische Nutzen einer solchen Zusatztherapie ist vom Dosisverhältnis zwischen Bromocriptin und Domperidon abhängig. Daher muss sowohl die Zweckmäßigkeit der Anwendung wie die Dosis von Domperidon von dem behandelnden Arzt individuell bestimmt werden.
Die oben beschriebenen Herz-Kreislauf-Störungen müssen dem Arzt symptomatisch behandelt werden.
Blutdruckmessungen sind in den ersten Tagen der Behandlung ratsam.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apothekerin/Apotheker mit.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit dieses Arzneimittels
Das Verfallsdatum dieser Packung ist auf dem Blisterstreifen und auf der Faltschachtel aufgedruckt. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum!
Stand der Information
April 2002
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Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Teilung der Tablette:
Die Tablette mit der Teilkerbe nach unten auf eine feste Unterlage legen und durch Druck auf die flache, nicht eingekerbte Seite teilen.
Bei Parkinson-Patienten muss die Parlodel-Dosis sehr langsam über mehrere Wochen aufgebaut werden. Nachfolgend ein Dosierungsbeispiel für die Einstellung von Parkinson-Patienten auf Parlodel:
Tägliche Dosierung
in der morgens mittags abends
Tablette zu 2,5 mg
Tablette
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Diese Packung wurde von der Firma Eurim-Pharm Arzneimittel GmbH,
83451 Piding, importiert. Der Beipackzettel wurde ebenfalls von der
Firma Eurim-Pharm Arzneimittel GmbH gedruckt und hinzugefügt.
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Zusätzliche Informationen

-ZE001b
Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie die folgende Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Ihren Apotheker.
Gebrauchsinformation
Parlodel 2,5 mg
Wirkstoff: Bromocriptinmesilat


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