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«Querto® 6,25 mg/-12,5 mg/-25 mg Tabletten»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Carvedilol wird zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen angewendet.Herzleistung und Blutdruck werden laufend durch ein kompliziertes System aus verschiedenen Botenstoffen und Nervensignalen den Bedürfnissen des Körpers angepasst. Für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit sorgt z.B. das Hormon Adrenalin. Am Herz dockt es an speziellen Bindungsstellen, den Beta-Rezeptoren, an und bewirkt dort eine Steigerung der Herzleistung und des Blutdrucks. An den Blutgefäßen bindet es sich an Alpha-Rezeptoren und verengt die Gefäße. Auch dadurch steigt der Blutdruck.Carvedilol ist ein Beta-Rezeptoren-Blocker. Er besetzt die Beta-Rezeptoren und verhindert damit die Wirkung von Adrenalin am Herzen. Das Herz schlägt langsamer und weniger kraftvoll, der Blutdruck sinkt. Der Herzmuskel verbraucht weniger Energie und Sauerstoff - Atembeklemmungen und Schmerzen in der Herzgegend, die bei der Herzenge (Angina pectoris ) auftreten, werden gebessert.Carvedilol bindet sich aber nicht nur an Beta-Rezeptoren, sondern auch an Alpha-Rezeptoren. Damit verhindert es auch die Adrenalin-Wirkung an den Blutgefäßen. Die Gefäße erweitern sich, und das Herz muss nicht mehr gegen den hohen Widerstand anpumpen. So wird das Herz entlastet, und der Blutdruck sinkt.In Kombination mit weiteren Medikamenten wird Carvedilol auch zur Behandlung der Herzschwäche eingesetzt. Wenn die Herzkraft nachlässt, reicht die Pumpleistung irgendwann nicht mehr aus, um alle Organe ausreichend mit Blut und mit Sauerstoff zu versorgen. Um die Durchblutung zu verbessern, produziert der Körper vermehrt Adrenalin: die Blutgefäße verengen sich, und das Herz wird angetrieben, schneller und kräftiger zu schlagen. Das führt dazu, dass das Herz immer stärker überlastet wird. Carvedilol verhindert die Wirkung von Adrenalin am Herzen: Die Herzarbeit wird ruhiger, und der Herzmuskel verbraucht wieder weniger Energie und Sauerstoff. Die Behandlung beginnt mit einer sehr niedrigen Dosis Carvedilol, die dann in kleinen Schritten langsam erhöht wird. So lassen sich Nebenwirkungen wie starker Blutdruckabfall oder Wasseransammlungen im Gewebe vermeiden.Beta-Blocker sind die wichtigsten Arzneistoffe, wenn es gilt, das Herz vor einer dauernden Überlastung zu schützen. Nach einem Herzinfarkt z.B. ist das Risiko für weitere Zwischenfälle bis hin zum plötzlichen Herztod sehr hoch. Eine Langzeitbehandlung mit Beta-Blockern kann dieses Risiko deutlich senken.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Angina pectoris (Herzenge)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)

Packungsgrößen

  • 14 Tbl. (N1) 6,25 mg
  • 28 Tbl. (N1) 6,25 mg
  • 100 Tbl. (N3) 6,25 mg
  • 28 Tbl. (N1) 12,5 mg
  • 50 Tbl. (N2) 12,5 mg
  • 100 Tbl. (N3) 12,5 mg
  • 28 Tbl. (N1) 25 mg
  • 50 Tbl. (N2) 25 mg
  • 100 Tbl. (N3) 25 mg

Warnhinweise!

  • Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende, unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Um Nebenwirkungen wie raschen Puls, Zittern oder Schweißausbrüche zu vermeiden, sollten Herz- und Blutdruckmedikamente anfangs niedrig dosiert werden. Die Steigerung der Dosis sollte langsam über mehrere Tage erfolgen. Ebenso behutsam muss beim Absetzen des Medikaments verfahren werden, um bedrohliche Herz-Kreislauf-Krisen zu verhindern.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Asthma bronchiale
  • Ausgeprägter niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Besondere Form der Herzrhythmusstörungen (AV-Block)
  • Frischer Herzinfarkt
  • Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Depression aus der Arzneimittelgruppe der MAO-Hemmer
  • Leberfunktionsstörungen
  • Verlangsamter Herzschlag, weniger als 50 Schläge pro Minute (Bradykardie)
  • Zuckerkrankheit mit stark schwankenden Blutzuckerwerten (instabiler Diabetes mellitus)

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Akute Verkrampfungen der Luftwege (Bronchospasmen), die zu Atembeschwerden und Asthma-Anfällen führen können (Gelegentlich)
  • Blutdruckabfall mit Schwindel beim Aufstehen, Kopfschmerzen, Steigerung des Pulsschlags (Gelegentlich)
  • Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Empfindungsstörungen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Halluzinationen (Gelegentlich)
  • Verlangsamung des Herzschlags auf unter 60 Schläge pro Minute (Bradykardie) (Gelegentlich)
  • Durchblutungsstörungen von Händen und Füßen, Taubheits- und Kältegefühl in den Gliedmaßen (Selten)
  • Trockene Augen, z.B. mit Rötung, Brennen, Schmerzen, Fremdkörpergefühl (Sandkorn im Auge). Beschwerden beim Tragen von Kontaktlinsen (Selten)

Wechselwirkungen

Beta-Blocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen erhöhen und allergische Reaktionen verstärken. Der Wiederanstieg des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Insulin oder oralen Antidiabetika wird verzögert. Das ruft verstärkt Unterzuckerreaktionen hervor. Da Carvedilol die Wirkung des Adrenalins unterdrückt, werden Warnsymptome des Körpers gegen Unterzuckerung (Herzklopfen) nicht wahrgenommen!Bestimmte Antidepressiva, Schlaf-und Beruhigungsmittel, Blutdruckpräparate und Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen können die Wirkung von Carvedilol beeinflussen, oder selbst beeinflußt werden. Halten sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn sie weitere Medikamente einnehmen.


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