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«Tazip 4 g/0,5 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Piperacillin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln der sogenannten Penicillin-
Breitbandantibiotika, welche viele Arten von Bakterien abtöten können. Tazobactam hindert einige Bakterien daran, sich den Wirkungen von Piperacillin zu widersetzen. Das bedeutet, dass bei gemeinsamer Verabreichung von Piperacillin und Tazobactam mehr Arten von Bakterien abgetötet werden.

Tazip wird bei Erwachsenen verwendet, um bakterielle Infektionen von Brustkorb, Harnwegen (Nieren und Blase), Bauch oder Haut zu behandeln.

Tazip wird bei Kindern zwischen 2-12 Jahren verwendet, um bakterielle Infektionen bei Kindern mit einer niedrigen Zahl an weißen Blutkörperchen (erniedrigter Widerstand gegenüber Infektionen) zu behandeln.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tazip darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Piperacillin, andere Antibiotika genannt Penicilline oder Cephalosporine, Tazobactam oder andere Arzneimittel wie Beta-Lactamase-Hemmer sind.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Tazip ist erforderlich,

  • wenn Sie Allergien haben. Wenn Sie einige Allergien haben, achten Sie darauf, Ihren Arzt oder die Krankenschwester vor der Verabreichung dieses Produktes darüber zu informieren.
  • wenn Sie schwanger sind, glauben schwanger zu sein oder stillen.
  • wenn Sie einen niedrigen Kaliumspiegel im Blut haben. Ihr Arzt möchte vielleicht regelmäßige Bluttests während der Behandlung durchführen.
  • wenn Sie Nieren- oder Leberprobleme haben, oder eine Blutwäsche erhalten. Ihr Arzt möchte vielleicht Ihre Nieren untersuchen, bevor Sie dieses Arzneimittel erhalten, und kann regelmäßige Bluttests während der Behandlung durchführen wollen.
  • wenn Sie eine natriumarme Diät einhalten.

Bei Anwendung von Tazip mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Einige Arzneimittel können mit Piperacillin und Tazobactam Wechselwirkungen haben. Diese sind unter anderem:

  • Probenecid (gegen Gicht). Dieses kann die Zeit, die Piperacillin und Tazobactam benötigen, Ihren Körper zu verlassen, verlängern.
  • Arzneimittel, die Ihr Blut verdünnen oder Blutgerinnsel behandeln (z.B. Heparin, Warfarin oder Aspirin)
  • Arzneimittel, die Ihre Muskeln während einer Operation entspannen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn wie eine Vollnarkose bekommen werden
  • Methotrexat (gegen Krebs, Gelenksentzündungen oder Schuppenflechte). Piperacillin und Tazobactam können die Zeit, die Methotrexat benötigt, Ihren Körper zu verlassen, verlängern
  • Arzneimittel, die den Kaliumspiegel in Ihrem Blut erniedrigen (z.B. entwässernde Tabletten oder einige Arzneimittel gegen Krebs).

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind, glauben schwanger zu sein oder versuchen ein Baby zu bekommen, informieren Sie Ihren Arzt oder die Krankenschwester, bevor dieses Produkt verabreicht wird.

Piperacillin und Tazobactam können über die Gebärmutter oder über die Muttermilch in das Baby gelangen. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, wird Ihr Arzt entscheiden, ob Tazip für Sie geeignet ist.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien über die Auswirkungen auf die Fähigkeit ein Fahrzeug zu lenken oder Maschinen zu bedienen gemacht.
Jedoch könnten Nebenwirkungen auftreten, die Ihre Fähigkeit ein Fahrzeug zu lenken oder Maschinen zu bedienen beeinflussen können (siehe Abschnitt 4).

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Tazip
Dieses Arzneimittel enthält 9,4 mmol (216 mg) Natrium pro Durchstechflasche (4 g/0,5 g) Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung.

Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

Ihr Arzt oder Ihre Krankenschwester wird Ihnen dieses Arzneimittel als langsame Injektion (über 3-5 Minuten) oder als Tropfinfusion (über 20-30 Minuten) in eine Ihrer Venen verabreichen. Die Dosis des Arzneimittels, die Ihnen verabreicht wird, hängt davon ab, weshalb Sie behandelt werden, von Ihrem Alter und ob Sie Nierenprobleme haben oder nicht.

Erwachsene und Kinder zwischen 2-12 Jahren
Die übliche Dosis liegt bei 4g/0,5 g Piperacillin/Tazobactam und wird alle 8 Stunden verabreicht. Ihr Arzt kann die Dosis abhängig von der Schwere Ihrer Infektion erniedrigen.

Wenn Sie nicht normal gegen die Infektion ankämpfen können, liegt die übliche Dosis bei 4g/0,5 g Piperacillin/Tazobactam, die alle 6 Stunden zur gleichen Zeit mit einem weiteren Antibiotikum, welches Aminoglykosid genannt wird, in eine Ihrer Venen verabreicht wird. Diese zwei Arzneimittel sollten in getrennten Spritzen oder Infusionen verabreicht werden.

Bei Kindern wird der Arzt die Dosis abhängig vom Gewicht Ihres Kindes berechnen.

Ihnen wird Tazip solange verabreicht bis die Anzeichen einer Infektion verschwunden sind, und dann normalerweise für weitere 48 Stunden, um sicher zu gehen, dass die Infektion völlig vorüber ist.

Kinder unter 2 Jahren
Piperacillin/Tazobactam wird aufgrund der unzureichenden Sicherheitsdaten nicht für Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren empfohlen.

Wenn Sie Nierenprobleme haben
Ihr Arzt muss möglicherweise die Dosis von Tazip verringern oder wie oft Sie es verabreicht bekommen. Ihr Arzt könnte auch Ihr Blut testen wollen, um sicher zu gehen, dass Sie mit der richtigen Dosis behandelt werden, besonders wenn Sie dieses Arzneimittel über einen langen Zeitraum einnehmen müssen.

Wenn Ihnen eine größere Menge von Tazip verabreicht wurde, als Sie benötigen Da Ihnen Tazip vom Arzt oder der Krankenschwester verabreicht wird, wird Ihnen sehr unwahrscheinlich die falsche Dosierung verabreicht werden. Wenn sie jedoch starke Nebenwirkungen wahrnehmen oder meinen, dass Ihnen zu viel verabreicht wurde, informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tazip vergessen haben
Wenn Sie glauben, dass Ihnen eine Dosis Tazip nicht verabreicht wurde, informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Tazip Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, soll die Anwendung von Piperacillin/ Tazobactam gestoppt und sofort Ihr Arzt oder Ihre Krankenschwester informiert werden:

  • Seltene Nebenwirkungen (betrifft weniger als 1 Person von 1.000): Schwere allergische Reaktion (plötzliches Keuchen, Schwierigkeiten beim Atmen oder Schwindelgefühl, Anschwellen der Augenlider, des Gesichts, der Lippen oder Hals), blutiger Durchfall
  • Sehr seltene Nebenwirkungen (betrifft weniger als 1 Person von 10.000): Schälen und Bläschenbildung der Haut, des Mundes, der Augen und der Geschlechtsorgane

Die folgenen Nebenwirkungen wurden berichtet:
Häufige Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 10 Patienten, aber mehr als 1 von 100) sind:

  • Durchfall - Übelkeit und Erbrechen
  • Hautausschläge

Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 100 Patienten, aber mehr als 1 von 1.000)

sind:

  • Pilzerkrankung
  • leichte allergische Reaktionen
  • Kopfschmerzen
  • Probleme beim Schlafen
  • Niedriger Blutdruck (als Benommenheit empfunden)
  • Entzündung der Venen (empfunden als Schmerzemfindlichkeit und Rötung des betroffenen Bereichs)
  • Verstopfung
  • Verstimmter Magen
  • Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut oder des Weißen im Auge)
  • Mundgeschwüre
  • Jucken
  • Fieber oder Hitzewallungen
  • Schwellung oder Rötung um die Injektionsstelle - Änderungen der Blutwerte für Nieren-und Leberfunktion - Änderung der Zellzahl im Blut (rote Blutzellen, weiße Blutzellen und Blutplättchen)

Seltene Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 1.000 Patienten, aber mehr als 1 von 10.000)

sind:

  • Unübliche Prellungen und Blutungen
  • Schwäche
  • Halluzinationen (Sehen oder Hören von Dingen)
  • Krämpfe oder Zuckungen
  • Trockener Mund
  • Gerötete Haut
  • Bauchschmerzen
  • vermehrtes Schwitzen
  • Hautausschläge oder andere Hautprobleme
  • Gelenks- und Muskelschmerzen
  • Nierenprobleme
  • Müdigkeit
  • Wasseransammlung (äußert sich als geschwollene Hände, Fußknöchel oder Füße)

Es gab sehr seltene Berichte (weniger als 1 von 10.000 Patienten) über:

  • Niederen Blutglucosespiegel, der Sie verwirrt und zittrig machen kann
  • Verringerte Kaliumkonzentration im Blut, die Muskelschwäche, Zuckungen oder einen unregelmäßigen Herzrhythmus verursachen kann.

Ihr Arzt will möglicherweise Tests während Ihrer Behandlung durchführen, um etwaige Veränderungen zu messen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Krankenschwester, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach Verwendbar bis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Pulver:
Nicht über 25°C lagern.

Rekonstituiertes/verdünntes Arzneimittel:
Für Lagerungsbedingungen des rekonstituierten/verdünnten Arzneimittels siehe
„Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:“ am Ende der Packungsbeilage.


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