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«Temgesic® forte sublingual Sublingualtabletten»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Buprenorphin ist ein sehr starkes Schmerzmittel.Schmerzen sind eine lebenswichtige Warn- und Schutzfunktion. Sie helfen dem Körper, schädliche Einflüsse zu erkennen und darauf zu reagieren. Bei der Schmerzentstehung werden Botenstoffe freigesetzt, die die Nervenenden reizen und Schmerzsignale an das Gehirn senden. Im Gehirn findet die Verarbeitung der Signale statt; erst hier entsteht die Schmerzwahrnehmung und die Schmerzempfindung. Ist die Ursache der Schmerzen bekannt, so verliert der Schmerz seine Warnfunktion - er wird zum lästigen Begleiter einer Krankheit und sollte mit Medikamenten behandelt werden.Buprenorphin ist mit dem Wirkstoff Morphin verwandt (Opioid). Es besetzt bestimmte Schmerzrezeptoren im Gehirn und Rückenmark (zentral wirksam). Buprenorphin hemmt so die Wahrnehmung von Schmerzen. Im Vergleich zu Morphin hat es eine längere und stärkere Wirkung. Seine Suchtwirkung ist verhältnismäßig gering.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Stärkste Schmerzen

Packungsgrößen

  • 20 Tbl. (N1) forte
  • 50 Tbl. (N2) forte

Warnhinweise!

  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Überempfindlichkeit gegen Morphin und insb. den Inhaltsstoff
  • Entzündliche Darmerkrankungen
  • Epilepsie
  • Erkrankungen der Atemwege und des Atemzentrums
  • Gallenwegserkrankungen
  • Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Depression aus der Arzneimittelgruppe der MAO-Hemmer
  • Kinder unter einem Jahr
  • Prostatavergrößerung
  • Vorsicht bei chronischen Atembeschwerden und Asthma

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen über die Anwendung in der Schwangerschaft vor.
  • Während der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen
  • Mundtrockenheit
  • Störungen beim Wasserlassen (Miktionsstörungen)
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Blutdruckabfall mit Schwindel beim Aufstehen, Kopfschmerzen, Steigerung des Pulsschlags
  • Beeinträchtigung des Atemantriebs im Gehirn
  • Bei Drogenentzugstherapie Entzugssyndrom mit Schweißausbrüchen, Blutdruckabfall, depressiver Verstimmung, Halluzinationen, Neigung zu Selbstmord
  • Keine Abhängigkeit bei richtiger Anwendung

Wechselwirkungen

Zusammen mit anderen dämpfenden Medikamenten (andere im Gehirn wirksame Schmerzmittel, Schlafmittel, Beruhigungsmittel) sowie mit Alkohol werden die Wirkungen und die Nebenwirkungen von Buprenorphin verstärkt.Bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten zur Behandlung von Depression (MAO-Hemmer) kann die Wirkung von Buprenorphin verstärkt werden.


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