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«Tramadolhydrochlorid Lannacher retard 100 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

ANGEWENDET?
Tramadolhydrochlorid, der Wirkstoff in Tramadolhydrochlorid Lannacher retard, ist ein so genann-tes Opioid-Analgetikum. Er wirkt über das zentrale Nervensystem (Gehirn, Rückenmark) und ist ein stark wirksames Mittel zur Schmerzlinderung.

Tramadolhydrochlorid Lannacher retard wird zur Behandlung von mittelstarken bis starken Schmerzen verwendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tramadolhydrochlorid Lannacher retard darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Tramadolhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard sind.
  • wenn Sie vor Kurzem zu viel Alkohol, Schlafmittel, andere starke Schmerzmittel, Arzneimit-tel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen oder anderen auf das zentrale Nervensys-tem wirkenden Arzneimitteln eingenommen haben.
  • wenn Sie gleichzeitig so genannte MAO-Hemmer (Arzneimittel gegen Depressionen) einneh-men oder diese innerhalb der letzten 14 Tage vor der Behandlung mit Tramadolhydrochlorid Lannacher retard eingenommen haben (siehe „Einnahme mit anderen Arzneimitteln“) .
  • wenn Sie an Epilepsie leiden, die durch Arzneimittel nicht ausreichend behandelt werden kann.
  • wenn Sie sich einer Opiat-Ersatztherapie unterziehen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard ist er-forderlich

  • wenn Sie auf Alkohol oder andere Arzneimittel abhängig sind oder waren. In diesem Fall sollte die Behandlung so kurz wie möglich gehalten werden. Ihr Arzt wird Sie zu regelmäßigen Kon-trollen bestellen.
  • wenn Sie Alkohol, Schlafmittel, andere starke Schmerzmittel, Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen oder anderen auf das zentrale Nervensystem wirkenden Arz-neimitteln einnehmen.
  • wenn Sie an einer Kopfverletzung oder erhöhtem Hirndruck (welcher Augenschmerzen, Beeinträchtigung des Sehvermögens oder Kopfschmerzen hinter den Augen hervorrufen kann) leiden oder wenn Ihr Bewusstsein beeinträchtigt ist.
  • wenn Sie unter schweren Störungen der Leber- oder Nierenfunktion leiden. Ihr Arzt wird Ihre Dosierung gegebenenfalls anpassen.
  • wenn Sie an Epilepsie leiden oder zu Krampfanfällen neigen. Das Risiko für Anfälle ist wäh-rend der Behandlung mit Tramadolhydrochlorid erhöht. Ihr Arzt wird das mit Ihnen besprechen.
  • wenn Sie unter Atemstörungen leiden.
  • wenn Sie wegen einer schweren Verletzung oder Blutverlust unter Schock stehen.
  • wenn Sie allergisch auf starke Schmerzmittel (Opioide) sind.

Reden Sie mit Ihrem Arzt, wenn einer dieser Fälle für Sie zutrifft.

Tramadolhydrochlorid Lannacher retard kann zu einer seelischen und körperlichen Abhän-gigkeit führen. Bei länger dauerndem Gebrauch von Tramadolhydrochlorid kann die Wirkung nachlassen, so dass größere Arznei-Mengen eingenommen werden müssen. Bei Patienten die zu Missbrauch von Arzneimitteln neigen oder die von Arzneimittel abhängig sind, ist daher eine Be-handlung mit Tramadolhydrochlorid retard nur für kurze Dauer und unter strengster ärztlicher Kon-trolle durchzuführen.

Bei Einnahme von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard mit anderen Arzneimitteln Bitte Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / an-wenden oder vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht ver-schreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Das ist besonders wichtig, wenn Sie außerdem eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (oft als SSRI bezeichnet; Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen). In Einzelfällen wurde bei der Einnahme dieser Arzneimittel ein „Serotonin-Syndrom“ beobachtet. Wenn Sie Anzeichen wie Verwirrtheit, Rastlo-sigkeit, Fieber, Schwitzen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, gesteigerte Muskel-reflexe, Muskelkrämpfe und Durchfall bemerken, verständigen Sie umgehend einen Arzt.
  • MAO-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen). Tramadolhydrochlorid Lannacher retard darf nicht mit MAO-Hemmern kombiniert werden.
  • Alkohol oder Arzneimitteln, die das zentrale Nervensystem beeinflussen, wie z.B. Schlaftabletten, Arzneimittel gegen Angstzustände und Unruhe und einige Antide-pressiva sowie andere Arzneimittel mit Wirkung auf das Gehirn. Es kann sich dadurch das Risiko für einige Nebenwirkungen von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard in ei-nem möglicherweise gefährlichen Ausmaß erhöhen.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, welche zu Krämpfen (Anfällen) führen können, wie bestimmte Antidepressiva. Das Risiko für Krampfanfälle kann ansteigen, wenn Sie gleichzeitig Tramadolhydrochlorid Lannacher retard einnehmen. Ihr Arzt wird Ih-nen mitteilen, ob Tramadolhydrochlorid Lannacher retard für Sie geeignet ist oder nicht.
  • Cumarin bzw. Cumarin-artigen Wirkstoffen (Arzneimittel für die Blutverdünnung, z.B. Warfarin). Die Wirkung dieser Arzneimittel auf die Blutgerinnung kann beeinflusst werden, und es kann zu Blutungen kommen.
  • Carbamazepin-hältige Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie. Sie können die schmerzlindernde Wirkung vermindern.
  • Arzneimittel, die die Wirkstoffe Ketoconazol (gegen Pilzerkrankungen) oder Erythromycin (Antibiotikum) enthalten.
  • bestimmte zentral wirksame Schmerzmitteln (z.B. Buprenorphin, Nalbuphin, Pentazocin). Die gemeinsame Einnahme mit Tramadolhydrochlorid Lannacher retard wird nicht empfoh-len, da die schmerzlindernde Wirkung verringert werden kann.
  • Arzneimittel, die den Wirkstoff Naltrexon enthalten.
  • Arzneimittel, die den Wirkstoff Ondansetron (gegen Übelkeit nach Operationen) enthalten. Es kann nötig werden, dass die Dosis von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard erhöht werden muss.

Bei Einnahme von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Nahrung hat keinen Einfluss auf die Wirkung von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard. Trinken Sie während der Behandlung mit Tramadolhydrochlorid Lannacher retard keinen Alkohol, da es zu einer Verstärkung mancher Nebenwirkungen des Arzneimittels kommen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft Über die Unbedenklichkeit von Tramadolhydrochlorid während der Schwangerschaft beim Men-schen liegen ungenügend Informationen vor. Daher sollte Tramadolhydrochlorid Lannacher retard während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Eine länger-dauernde Einnahme von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard während der Schwangerschaft kann beim Neugeborenen ein Entzugssyndrom hervorrufen.

Stillzeit Tramadolhydrochlorid Lannacher retard darf nicht in der Stillzeit eingenommen werden, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Tramadolhydrochlorid Lannacher retard immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.

Tramadolhydrochlorid Lannacher retard sind so genannten Retardtabletten. Der Wirkstoff gelangt langsam aber stetig in den Körper, wodurch die Wirkung länger anhält. Daher braucht Tramadol-hydrochlorid Lannacher retard nur zweimal täglich eingenommen zu werden.

Nehmen Sie die Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit ein. Zerkauen oder zerdrücken Sie die Tab-letten nicht. Tramadolhydrochlorid Lannacher retard kann unabhängig von den Mahlzeiten einge-nommen werden.

Dauer der Behandlung
Tramadolhydrochlorid Lannacher retard darf nicht länger als unbedingt notwendig eingenommen werden. Wenn eine länger dauernde Schmerzbehandlung erforderlich ist, wird Ihr Arzt regelmäßig und in kurzen Abständen überprüfen, ob Sie Tramadolhydrochlorid Lannacher retard weiter ein-nehmen sollen und gegebenenfalls in welcher Dosis.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre
Die übliche Anfangsdosis ist eine Tramadolhydrochlorid Lannacher retard 100 mg-Filmtablette zweimal täglich, jeweils morgens und abends. Bei nicht ausreichender Wirksamkeit wird Ihr Arzt die Dosis erhöhen, bis Schmerzlinderung eintritt.

Der Abstand zwischen den Einnahmen darf nicht weniger als 8 Stunden betragen. Tagesdosen von insgesamt 400 mg sollen ohne ärztliche Anweisung nicht überschritten werden.

Ältere Patienten (> 75 Jahre) und Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Dosierung anpassen.

Kinder unter 12 Jahren
Tramadolhydrochlorid Lannacher retard wird für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren auf-grund nicht ausreichender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Ändern Sie nicht von sich aus die vorgeschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Medika-ment wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard eingenommen haben, als Sie sollten
Die Anzeichen einer akuten Überdosierung können sein: Verengung der Pupille, Erbrechen, Blut-druckabfall, beschleunigter Herzschlag, Kreislaufkollaps, gestörtes Bewusstsein bis zum Koma (tiefe Bewusstlosigkeit), epileptische Anfälle, Atemschwierigkeiten bis zum Atemstillstand. Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten einnehmen oder wenn Sie eines dieser Anzeichen be-merken, verständigen Sie bitte umgehend einen Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern führen Sie die Einnahme einfach wie zuvor fort.

Wenn Sie die Einnahme von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard abbrechen Wenn Sie die Behandlung mit Tramadolhydrochlorid Lannacher retard unterbrechen oder vorzeitig beenden, kann es zu einem erneuten Auftreten der Schmerzen kommen. Möchten Sie die Behand-lung wegen unangenehmer Begleiterscheinungen abbrechen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Im Allgemeinen wird ein Abbruch der Behandlung von Tramadolhydrochlorid Lannacher retard keine Nachwirkungen haben. In seltenen Fällen können sich Patienten, die Tramadolhydrochlorid Lannacher retard über lange Zeit angewendet haben, jedoch unwohl fühlen, wenn die Behandlung abrupt beendet wird. Sie können sich unruhig, ängstlich, nervös oder zittrig fühlen. Sie können hyperaktiv sein, Schlafstörungen oder Magen-Darm-Beschwerden haben. Sehr wenige Personen könnten Panikanfälle, Wahrnehmungsstörungen, Fehlempfindungen wie Jucken, Kribbeln und Taubheitsgefühle und Ohrgeräusche (Tinnitus) bekommen. Wenn eine dieser Beschwerden nach Abbruch der Behandlung mit Tramadolhydrochlorid Lannacher retard bei Ihnen auftritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Tramadolhydrochlorid Lannacher retard Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome auftritt, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt kontak-tieren:

  • allergische Reaktionen wie z.B. pfeifende Atmung, Schwellung von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schwierigkeiten beim Schlucken oder Hautausschlag mit gleichzeitigen Atembeschwerden, schwere allergische Reaktion (eventuell mit Blasenbil-dung und Ablösung der Haut).
  • Schock/plötzlicher Kreislaufzusammenbruch.

Die folgenden Nebenwirkungen können außerdem auftreten:

sehr häufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)

  • Benommenheit • Übelkeit

häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen, Verstopfung, Mundtrockenheit
  • Schwitzen
  • Schwächegefühl

gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

  • Herz-Kreislauf-Störungen (Herzklopfen, Schwindelgefühl beim Aufstehen aus dem Sitzen oder aus dem Liegen).
  • Würgegefühl, Magen-Darm-Beschwerden (Druckgefühl im Magen, Blähungen)
  • Hautreaktionen (z.B. Juckreiz, Hautrötung, Nesselausschlag)

selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

  • schwere allergische Reaktionen (z.B. Atembeschwerden, Zusammenziehen der Bronchien, Keuchen, beträchtliche Schwellung von Mundhöhle, Kehlkopf und/oder Rachen) bis hin zum Kreislaufversagen
  • Stimmungsveränderungen, Depression, Änderungen in der Aktivität (üblicherweise gedämpft, gelegentlich gesteigert) geringere Aufnahmefähigkeit und ein reduziertes Entscheidungsverhal-ten, welches ein beeinträchtigtes Urteilsvermögen verursacht, Halluzinationen, Verwirrtheit, Schlafstörungen und Albträume.
  • Epilepsie-ähnliche Krampfanfälle, Hautkribbeln, -stechen oder Taubheitsgefühl der Haut, Zit-tern, Appetitschwankungen, unwillkürliche Muskelzuckungen, Koordinationsstörungen
  • verlangsamter Herzschlag, Blutdruckanstieg
  • Atemstörungen
  • Verschwommenes Sehen
  • Muskelschwäche
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen und Harnverhalt

sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000)

  • Drehschwindel
  • Erröten
  • Anstieg der Leberenzymwerte
  • starke allergische Hautreaktionen (Toxisch epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson Syndrom)

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Ohnmacht
  • Verschlimmerung von Asthma wurde ebenfalls berichtet, obwohl ein ursächlicher Zusammen-hang nicht bewiesen wurde
  • Durchfall
  • Leberentzündung
  • zu geringer Natriumgehalt im Blut

Wenn Tramadolhydrochlorid Lannacher retard über einen längeren Zeitraum eingenommen wird, kann es zu einer Abhängigkeit kommen, obwohl das Risiko sehr gering ist. Wenn die Behandlung abrupt beendet wird, können Entzugserscheinungen auftreten (siehe auch:“Wenn Sie die Einnah-me abbrechen“).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinfor-mation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Blister: Blister im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Blisterstreifen nach und dem Faltkarton nach angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum be-zieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maß-nahme hilft die Umwelt zu schützen.


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