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Krankheiten referenzindex «Bauchspeicheldrüsenentzündung - Diagnose»

Bauchspeicheldrüsenentzündung - Diagnose

Blutwerte bei Pankreatitis

Die charakteristischen Beschwerden der Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) in Kombination mit einer entsprechenden Vorgeschichte (Gallensteinleiden oder chronischer, übermäßiger Alkoholkonsum) geben dem Arzt oft den entscheidenden Hinweis auf die Diagnose. Ein akuter Schub einer chronischen Bauchspeichdrüsenentzündung lässt sich manchmal nur schwer von einer akuten Pankreatitis unterscheiden.

In vielen Fällen sind bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung die Elastase-, und Lipase- Werte im Blut erhöht. Dies ist allerdings nicht immer der Fall. Diese Enzyme werden von der Bauchspeicheldrüse produziert. Wenn die Drüsenzellen zugrunde gehen, gelangen diese Stoffe ins Blut. Ein weiteres, allerdings weniger spezifisches Enzym für die Bauchspeicheldrüse, ist die Amylase. Bei einer Pankreatitis ist auch die Konzentration dieses Enzyms im Blut oft erhöht, man findet es aber auch gelegentlich bei gesunden Menschen in höheren Konzentrationen. Um die Pankreasfunktion zu beurteilen, bestimmen die Ärzte gegebenenfalls auch die Chymotrypsin und Elastase-Werte im Stuhl.

Mit verschiedenen Tests prüfen Ärzte die Funktion der Bauchspeicheldrüse (Sekretin-Pankreozymin-Test, Pankreolauryl-Test). Diese sind jedoch aufwändig und liefern erst im Spätstadium der Bauchspeicheldrüsenentzündung aussagekräftige Ergebnisse.

Darüberhinaus misst der Arzt bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung auch noch weitere Blutwerte, welche bei Entzündungen ansteigen. Dazu zählt zum Beispiel das C-reaktive Protein (CRP) oder die Menge der weißen Blutkörperchen (Leukozyten).

Typischerweise sind bei einer Pankreatitis die Kalziumwerte im Blut erniedrigt.

Diagnose durch Bildgebung

Mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) verschafft sich der Arzt einen Überblick über die Situation im Bauchraum. Bei einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung sind häufig Kalkablagerungen im Pankreas zu erkennen. Die aussagekräftigste Untersuchung ist derzeit eine Dünnschicht-Computertomografie. Alternativ eignet sich auch eine Kernspintomografie (MRT).

Die ERCP (Endoskopische retrograde cholangio-Pankreatikografie) macht Veränderungen in den Pankreasgängen sichtbar, welche die Bauchspeicheldrüsenentzündung verursachen können. Wie bei einer Magenspiegelung wird ein schlauchförmiges Gerät durch den Mund des Patienten bis zum Zwölffingerdarm geschoben. In die Mündungsöffnung des Pankreasgangs wird ein Röntgen-Kontrastmittel injiziert. Mit Hilfe eines Röntgengeräts erkennt der Arzt so mögliche Auffälligkeiten im Pankreasgang.


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