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Krankheiten referenzindex «Chronische Gastritis - Therapie»

A-Gastritis

Es gibt keine Therapie der Autoimmun-Gastritis, welche an den Ursachen ansetzt. Doch lässt sich mit Vitamin B12-Injektionen eine mangelbedingte Blutarmut (perniziöse Anämie) meist verhindern beziehungsweise behandeln. Besiedelt zusätzlich Helicobacter pylori die geschädigte Magenschleimhaut, wird versucht, die Infektion medikamentös zu beseitigen (Eradikationstherapie, siehe unten). Aufgrund des erhöhten Risikos für Magenkrebs sollten Patienten sich regelmäßig einer Magenspiegelung (Gastroskopie) mit Biopsie unterziehen.

B-Gastritis

Bei einer Helicobacter-Gastritis ist die Eradikationstherapie die Therapie der Wahl. Dabei wird versucht, den Magenkeim zu eliminieren. In der Regel wird eine Tripel-Therapie (Dreifachtherapie) angewendet, bestehend aus einem Protonenpumpenhemmer (PPI, zum Beispiel Pantoprazol oder Omeprazol) und zwei Antibiotika. Je nach Auswahl der Antibiotika unterscheiden Mediziner bei der B-Gastritis zwei verschiedene Therapieschemata:

  • Italienische Therapie: PPI + Clarithromycin + Metronidazol
  • Französische Therapie: PPI + Clarithromycin + Amoxicillin

Helicobacter pylori-Bakterien sind in 30 bis 50 Prozent der Fälle resistent gegenüber Metronidazol, in diesem Fall kommt die französische Therapie zum Einsatz.

Unabhängig vom Therapieplan ist es wichtig, die jeweiligen Medikamente mindestens sieben Tage lang einzunehmen. Ob sie den Magenkeim erfolgreich abtöten konnten, kann der Arzt frühestens vier Wochen nach Abschluss der Behandlung mittels Gastroskopie, einem Atemtest oder einer Stuhluntersuchung überprüfen. Hat die Therapie nicht angeschlagen (etwa weil der Magenkeim resistent gegen die verwendeten Antibiotika ist), wird der Arzt eventuell eine andere Wirkstoff-Kombination vorschlagen.

Mögliche Alternativen zur Tripeltherapie sind bei der B-Gastritis die Sequenztherapie und die Quadrupel-Therapie (Vierfachtherapie):

Bei der zehntägigen Sequenztherapie nimmt der Patient die ersten fünf Tage nur einen Protonenpumpenhemmer plus Amoxicillin ein. Die restliche Zeit wird ein PPI - ähnlich wie bei der italienischen Tripeltherapie - mit Clarithromycin und Metronidazol kombiniert.

Die Quadrupel-Therapie besteht aus einem PPI, einem Wismutsalz, Metronidazol und Tetrazyklinen. Sie ist wirksam, aber oft mit Nebenwirkungen verbunden. Außerdem sind wissenschaftlich etablierte Wismutpräparate in Deutschland nicht mehr im Handel. Die Quadrupel-Therapie gilt daher nur noch als mögliche Reservebehandlung, wenn andere Therapien nicht angewendet werden können oder nicht anschlagen.

C-Gastritis

Bei der C-Gastritis reicht es meist aus, schleimhautreizende Substanzen zu meiden. Sind etwa Nichtsteroidale Antirheumatika die Ursache der chronischen Magenschleimhautentzündung (NSAR-Gastritis), sollten diese abgesetzt werden. Ist das nicht möglich, verordnet der Arzt Protonenpumpenhemmer zur Blockierung der Magensäureproduktion.

Wird die Magenschleimhautentzündung durch zurückfließende Galle aus dem Zwölffingerdarm verursacht, muss der Grund des Rückflusses beseitigt werden.

Was Sie selbst tun können

Allgemeine Maßnahmen wie sie bei akuter Gastritis empfohlen werden (zum Beispiel Schonkost, Wärmflasche, Verzicht auf Kaffee & Co.) können auch bei chronischer Magenschleimhautentzündung die Beschwerden lindern.

 


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