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Krankheiten referenzindex «Diabetisches Fußsyndrom - Therapie»

Zuckerwerte einstellen

Beim diabetischen Fuß ist entscheidend, die Ursachen zu beheben: Die Blutzuckerwerte müssen gut eingestellt werden. Damit wird gleichzeitig auch die Diabetische Nervenschädigung (Polyneuropathie) behandelt und die Durchblutung der Beine verbessert. Mithilfe einer entsprechenden Behandlung lässt sich das Risiko einer Amputation um mehr als die Hälfte reduzieren.

Füße inspizieren

Gefährdete Diabetiker sollten ihre Füße täglich mithilfe eines Spiegels untersuchen. So können sie neue Druckstellen und kleine Verletzungen frühzeitig erkennen. Hornhautverdickungen oder Hühneraugen sollten von einem professionellen Fußpfleger (Podologen), eingewachsene Nägel von einem Chirurgen behandelt werden.

Medikamente

Patienten mit Durchblutungsstörungen bekommen Medikamente, welche die Fließfähigkeit des Blutes verbessern (Azetylsalizylsäure, ASS). Zudem sollten sie ein Gehtraining absolvieren. Bei Gefäßverengungen und -verschlüssen durch das diabetische Fußsyndrom kann die Engstelle aufgedehnt werden. Dies geschieht mithilfe eines Katheters (Angioplastie). Bei Gefäßveränderungen, die weite Strecken betreffen, kommt eine Bypass-Operation an den Beingefäßen infrage.

Haben sich offene Stellen am Fuß entzündet, müssen Erreger und Entzündung mit Antibiotika bekämpft werden. Häufig lassen sich verschiedene Keime in einer Wunde nachweisen, was eine Kombination verschiedener Antibiotika erforderlich macht. Der Arzt muss die Wunden täglich reinigen und abgestorbene Haut beziehungsweise Wundanteile entfernen. Der Fuß wird gepolstert, um ihn zu entlasten. Außerdem ist es ratsam, Bettruhe einzuhalten, da die Wunden unter konsequenter Druckentlastung besser heilen. Unter Umständen ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig.

Richtiges Schuhwerk

Ist die Infektion beim diabetischen Fußsyndrom ausgeheilt, sollte ein entsprechendes Schuhwerk getragen werden, damit sich keine neuen Druckstellen bilden. Ungeeignetes Schuhwerk kann beispielsweise an Knochenvorsprüngen zu Verletzungen führen.

Wichtig sind ausreichend Platz im Schuh und eine geeignete Fußbettung. Die Art des Schuhs hängt von den Fußdeformitäten des Betroffenen ab. Häufig finden sich Zehenveränderungen beim DFS. Dann ist ausreichender Platz im Zehenbereich wichtig. Achten Sie dann darauf, dass die Schuhe vorne besonders weit sind.

Die Palette der schützenden Schuhe reicht von üblichen Sportschuhen mit speziellen Einlagen bis zu Maßschuhen mit speziellen Entlastungspolsterungen oder versteiften Teilen. Die Verordnung und Anprobe der Schuhe sollte idealerweise in einer spezialisierten Behandlungseinrichtung für Diabetiker mit Fußproblemen erfolgen. Dort arbeiten Orthopädieschuhmacher und Diabetologen eng zusammen.

Zudem sollte regelmäßig überprüft werden, ob die Schuhe noch passen. Durch eine richtige Therapie und entsprechende Maßnahmen gegen das diabetische Fußsyndrom lässt sich der schlimmste Fall vermeiden: Amputation von Teilen des Fußes oder des Beins. Vor jeder Amputation sollte ein Diabetesspezialist hinzugezogen werden. Lassen Sie es aber besser gar nicht so weit kommen, sondern achten Sie regelmäßig auf Ihre Füße!


Kommentar «Diabetisches Fußsyndrom - Therapie»