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Krankheiten referenzindex «Epilepsie - Symptome»

Epilepsie - SymptomeEpilepsie - SymptomeEpilepsie - Symptome

Fokaler Anfall

Bei einer Epilepsie auftretende fokale Anfälle beginnen in einem umschriebenen Teil der Hirnrinde. Je nachdem, welche Funktion dieser Bezirk hat, treten entsprechende Symptome auf, zum Beispiel Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen oder Muskelzuckungen. Beginnt der Anfall mit optischen Eindrücken, zum Beispiel Lichtblitzen, befindet sich der Ursprung vermutlich in der Sehrinde. Bei Zuckungen der rechten Gliedmaßen liegt der Ursprung in der linken Gehirnhälfte, bei Zuckungen der linken Gliedmaßen in der rechten Gehirnhälfte.

Je nach den auftretenden Symptomen lässt sich diese Form des epileptischen Anfalls beispielsweise als fokaler Anfall mit motorischen, psychischen oder dyskognitiven Symptomen beschreiben.

Ein zunächst fokaler Anfall kann sich über das ganze Gehirn ausbreiten, man spricht dann von einer Generalisierung. Mediziner nennen einen solchen Krampfanfall Grand-Mal-Anfall.

Generalisierter Anfall

Im Rahmen einer Epilepsie vorkommende generalisierte Anfälle betreffen Störungen in beiden Hirnhälften. Dennoch variieren die Symptome:

  • Grand-Mal-Epilepsie: Der bekannteste Anfall ist der generalisierte tonisch-klonische Krampfanfall. In der tonischen Phase befindet sich der Patient in tiefer Bewusstlosigkeit. Die Beine und Arme sind zumeist gestreckt, und die Atmung fällt aus. Gemeinsam mit der erhöhten Muskelspannung kann dies zu Sauerstoffmangel führen. In einigen Fällen färbt sich die Haut des Betroffenen durch den Sauerstoffmangel bläulich (Zyanose). Nach zehn bis 30 Sekunden folgt die klonische Phase mit Zuckungen in Armen und Beinen. Meist ist der Anfall nach ein bis zwei Minuten überstanden. Nach einer kurzen Phase der Bewußtheit fällt der Patient in einen tiefen Schlaf und ist nur schwer aufzuwecken. Nach dem Aufwachen kann er sich an den Anfall selbst nicht erinnern und klagt über Muskelkater. Harn- und Stuhlabgang sowie ein Zungenbiss sind keine Seltenheit (Grand-mal-Epilepsie).
  • Absencen (Petit-Mal-Epilepsie): Hierbei kommt es zu sekundenlangen Bewusstseinsstörungen. Man beobachtet einen starren, leeren Blick, eventuell begleitet von unwillkürlichen Augen-, Kopf- oder Mundbewegungen und schwachen Muskelzuckungen. Der Patient hält kurz in seiner momentanen Tätigkeit inne, um damit nach einigen Sekunden wieder fortzufahren. Hinweise: Häufiges Blinzeln mit den Augen, Schmatzen, Kopfdrehung nach hinten oder zur Seite, eventuelle Senkung des Kopfes.
  • Myoklonien: Anhaltende Zuckungen in Armen und Beinen. Sie ähneln den Zuckungen, wie man sie auch beim Einschlafen kennt.
  • Myoklonisch-atonische Anfälle, bei denen der Patient plötzlich zu Boden stürzt. Manchmal wird der Sturzanfall von Muskelzuckungen im Gesicht und Blinzeln begleitet.

 


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