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Krankheiten referenzindex «Erektile Dysfunktion - Partnerschaft»

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Empfindliche Männlichkeit

Erektile Dysfunktion (ED) oder Impotenz ist ein Problem, das Männer trifft, wo sie am empfindlichsten sind: Mitten in die Männlichkeit. Aus Furcht, vor ihrer Partnerin als Schlappschwanz dazustehen, igeln sich manche völlig ein. Obwohl ihre Gedanken unentwegt um das Problem mit der Potenz kreisen, scheint es vielen undenkbar, mit der Partnerin über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen. So versiegt schließlich jegliche Kommunikation. Schlimmer noch: Die Angst vor der nächsten Schlappe lässt die Männer oft alles vermeiden, was der Partnerin Lust auf ein Schäferstündchen macht: Liebevolle Umarmungen, zärtliche Küsse und sogar die Nähe zur Frau werden tunlichst vermieden.

Verwirrendes Versteckspiel

Viele Männer verlieren bei einer Erektilen Dysfunktion aus dem Blick, dass auch die Partnerin von der Bettflaute betroffen ist. Und die weiß häufig nicht einmal, was eigentlich los ist. Wenn das beste Stück immer öfter den Dienst versagt, sind viele Frauen zunächst ratlos. Sie fühlen sich ungeliebt und fürchten, nicht mehr attraktiv genug zu sein. Die Ausflüchte und Verschlossenheit des Partners lassen manchmal sogar den Gedanken aufkommen, es könnte eine andere Frau im Spiel sein.

Erste Hilfe: Das Gespräch

Der einzige Ausweg aus der Misere einer Erektilen Dysfunktion ist, die Karten auf den Tisch zu legen. Die meisten Frauen reagieren verständnisvoll und sind erleichtert, dass der Grund für den Rückzug nicht Desinteresse ist. In einigen Fällen bewirkt schon ein offenes Gespräch, dass sich das Problem größtenteils verflüchtigt. Denn ist die Furcht vor der Reaktion der Partnerin erst einmal weg, nimmt auch der seelische Druck ab, und der Teufelskreis aus Angst und Versagen lässt sich durchbrechen.

Egal, wer das heikle Thema Erektionsprobleme auf den Tisch bringt: Sie sollten ein paar wichtige Punkte beherzigen:

  • Wählen Sie den richtigen Moment: Sie wollen es kurz und schmerzlos machen und legen los, wenn Sie gleich aus dem Haus müssen? Vergessen Sie’s! Ein so sensibles Thema braucht Zeit und kann nicht zwischen Tür und Angel besprochen werden. Und: Sorgen Sie dafür, dass Sie wirklich ungestört bleiben.
  • Bleiben Sie beim Thema: Verquirlen Sie nicht andere Probleme in der Partnerschaft mit den sexuellen Schwierigkeiten. Dass sie sich fürs Büro schicker anzieht als für ihn, hat mit der Sache nichts zu tun.
  • Platzen Sie nicht mit der Angelegenheit heraus, wenn Sie ohnehin schlecht gelaunt sind. Was Sie jetzt brauchen, ist ein gutes Gespräch und kein Rede-Duell.

Nehmen Sie einander die schlimmsten Befürchtungen:

  • Für sie: Ihr Liebster braucht jetzt die Gewissheit, dass er für Sie trotz allem ein ganzer Kerl ist. Machen Sie ihm ein paar ehrlich gemeinte Komplimente, die seinem lädierten Selbstbewusstsein wieder Auftrieb geben.
  • Zeigen Sie ihm, dass Sie ihn brauchen und dass Sie seine Zärtlichkeit und Nähe genießen, auch wenn es nicht zur Vereinigung kommt.
  • Zudem gilt: Auch wenn Sie irgendwann einmal stinksauer auf ihren Partner sind - Sie dürfen sich unter gar keinen Umständen über seine Erektionsstörungen lustig machen oder sie als Waffe gegen ihn verwenden.
  • Für ihn: Für Ihre Liebste ist es gerade jetzt besonders wichtig, zu wissen, dass Sie sie nach wie vor lieben und begehren - und das sollten Sie ihr auch sagen. Einen Blumenstrauß zu schenken ist eine nette Geste, reicht aber in dieser Situation nicht aus.

Gemeinsam entscheiden

Nach dem klärenden Gespräch sollten Sie das Problem Erektile Dysfunktion gemeinsam anpacken. Sex in der Partnerschaft ist nun einmal ein Fall für Zwei. Darum sollte die Partnerin bei der Wahl der Therapie ein Wörtchen mitreden können. Wenn ihr beispielsweise Sex auf Abruf nicht gefällt oder aufwändige technische Vorbereitungen den Spaß an der Sache verderben, sollte das in die Entscheidung mit einfließen. Über Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten kann am besten der behandelnde Arzt Auskunft geben. Darum ist es auch sinnvoll, wenn die Partnerin den Mann zum Spezialisten begleitet und selbst Fragen stellen kann.

Guter Sex ohne harte Fakten

Möglicherweise entscheidet sich das Paar aber auch dafür, ganz auf chemische oder technische Hilfestellungen zu verzichten. Befriedigender Sex ist schließlich keineswegs nur bei erfolgreicher Penetration möglich. Viele Frauen ziehen orale Stimulation den harten Tatsachen sogar vor. Und: Auch Männer können ohne Erektion durchaus zum Orgasmus kommen.

Erweiterter Horizont

Eine Erektile Dysfunktion stürzt den Mann und oft auch die Partnerschaft zunächst in eine Krise. Doch manchmal liegt hier auch eine Chance - etwa eine größere Nähe zum Partner, eine gemeinsame Erweiterung des sexuellen Horizonts oder auch einfach die Entdeckung, dass ein Mann auch dann noch ein ganzer Mann ist, wenn er Erektionsprobleme hat.


Kommentar «Erektile Dysfunktion - Partnerschaft»