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Krankheiten referenzindex «Fieberkrämpfe»

Fieberkrämpfe

Fieberkrämpfe


Bei Fieberkrämpfen handelt es sich um epileptische Anfälle, die bei Säuglingen und Kleinkindern meist im Rahmen fieberhafter Infektionskrankheiten oder nach Impfungen auftreten können. Dabei wird zwischen unkomplizierten (80 Prozent der Fälle) und komplizierten (20 Prozent der Fälle) Fieberkrämpfen unterschieden. Fieberkrämpfe hinterlassen keine Schäden am kindlichen Hirn. Jedoch besteht bei Kindern mit komplizierten Fieberkrämpfen ein höheres Risiko, dass sie später eine Epilepsie entwickeln.

Definition: Was sind Fieberkrämpfe?


Fieberkrämpfe sind epileptische Anfälle bei fieberhaften Infektionskrankheiten von Säuglingen und Kleinkindern (2 Monate bis 5 Jahre). Sie treten bei einer Temperatur von >38° meist am 1. Tag eines Infektes, typisch im 2. Lebensjahr, auf. Insbesondere Virusinfektionen und auch Impfungen können Fieberkrämpfe hervorrufen. Ihr dramatisches Erscheinungsbild lässt Angehörige schlimmste Folgeschäden für das Kind befürchten. Dabei sind Fieberkrämpfe streng von Epilepsie als chronischer Erkrankung des Nervensystems zu unterscheiden. Fieberkrämpfe können auch mehrfach bei Kleinkindern auftreten, bleibende Hirnschäden hinterlassen sie nicht.

Ursachen für Fieberkrämpfe


Warum Fieberkrämpfe bei so vielen sonst gesunden Kindern (2 bis 4 Prozent in Europa) auftreten, ist unklar. Eine genetische Veranlagung des Gehirns, auf Fieber mit Fieberkrämpfen überzureagieren, wird angenommen.

Unkomplizierte Fieberkrämpfe


Ca. 80 Prozent der Fieberkrämpfe sind „unkompliziert“, das heißt kurz (<15 Minuten), generalisiert (alle Gliedmaßen sind betroffen) und einmalig während eines Infektes. Diese Fieberkrämpfe verschwinden regelhaft mit spätestens 4 Jahren.

Kompliziert Fieberkrämpfe


Ca. 20 Prozent der Fieberkrämpfe sind „kompliziert“, das heißt länger als 15 Minuten und/oder einseitig und/oder zwei- oder mehrmalig während eines Infektes. Nur Kinder mit komplizierten Fieberkrämpfen haben ein vielfach höheres Risiko, später eine Epilepsie zu entwickeln (epileptische Anfälle ohne Fieber).

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