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Krankheiten referenzindex «Haarausfall»

Natürlicherweise verliert der Mensch pro Tag ca. 100 bis 150Kopfhaare, die jedoch bei gesunden Haarwurzeln durch neu gebildeteHaare ersetzt werden. Kommt es zu einem stärkeren Verlust an Haaren,die nicht in ausreichendem Maße durch neu gebildete Haare ersetztwerden können, dann spricht man von Haarausfall.

Eine häufigeUrsache – ganz überwiegend bei Männern – ist dabei der genetischbedingte Haarausfall (Alopecia androgenetica), der teilweise schon vorErreichen des 30. Lebensjahres einsetzen kann, und seine Ursache imZusammenwirken zweier Faktoren hat: Einer genetischen Veranlagung inVerbindung mit dem männlichen Sexualhormon Dihydrotestosteron.

WeitereUrsachen können hormonelle Störungen, Mangel- und Fehlernährung,Hauterkrankungen sowie auch mechanische oder psychische Gründe sein.

Umfang des Haarausfalls

Jenach Ausprägung der beiden Faktoren „Genetische Veranlagung“ und„Verringerung des Testosteronspiegels“ kann sich der Umfang desHaarausfalls beim genetisch bedingten Haarausfall von der Bildung vonGeheimratsecken über eine Stirnglatze, die Bildung einer sog. Tonsurbis hin zur Entwicklung einer Vollglatze erstrecken.

Die Haare imBereich des Hinterhaupts sind jedoch in der Regel von diesemHaarausfall nicht betroffen. Sie besitzen eine andere genetischeInformation und produzieren genau wie bei der übrigen Körperbehaarunglebenslang neue Haare. Dieser Haarkranz am Hinterkopf kann daher alsQuelle für eine Eigenverpflanzung und damit eine Umverteilung der Haareim gesamten Kopfbereich herangezogen werden.

Hormonell-erbliche Haarausfall

Der hormonell-erbliche Haarausfall tritt bei Männern und Frauen auf. Ursache ist eine vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber Testosteron (männliches Geschlechtshormon). Dadurch kommt es zu frühzeitigem Haarverlust. Je später der Haarausfall einsetzt, desto langsamer ist der Verlauf. Der Haarausfall beginnt bei Männern in der Regel als Geheimratsecken, in fortgeschrittenem Stadium lichtet sich das Haar zusätzlich am Hinterkopf (Tonsur). In der nächsten Phase dünnt auch der Scheitelbereich aus und die kahlen Stellen fließen zusammen. Das Kopfhaar beschränkt sich nun auf ein hufeisenförmiges Haarband. Auch bei Frauen findet man männliche Geschlechtshormone (Testosteron), normalerweise aber nur in geringem Umfang. Durch Störungen des hormonellen Gleichgewichts (z.B. Wechseljahre, bestimmte Krankheiten) bzw. Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber Testosteron kann der Einfluss der männlichen Geschlechtshormone allerdings stärker werden. Wenn Frauen vom hormonell-erblichen Haarausfall betroffen sind, fallen die Haare entlang des Scheitels aus. Bei Frauen ist der gesamte Verlauf langsamer und meist nicht so schwer.

Kreisrunder Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall (Alopezia areata) kommt häufig bei Allergikern, Diabetikern oder Schilddrüsenpatienten vor. Daneben beobachtet man auch eine familiäre Häufung (mehrere Fälle innerhalb einer Familie). Er ist die zweithäufigste Form des Haarausfalls. Dabei bilden sich ohne ersichtlichen Grund scharf begrenzte kleine Kahlstellen am Kopf, nur selten wird der ganze Kopf oder Körper befallen. Bei vielen Betroffenen wachsen nach Wochen oder Monaten spontan wieder neue Haare. Manchmal ist der Haarverlust allerdings auch bleibend. Die Ursachen für den kreisrunden Haarausfall sind noch unklar. Als Auslöser werden Störungen des Immunsystems oder psychische Gründe diskutiert.

Diffuser Haarausfall

Beim diffusen Haarausfall dünnt das Haar insgesamt aus. Als Ursachen kommen beispielsweise in Frage:

  • Stress,
  • zunehmendes Alter,
  • Mangelerscheinungen durch Fehlernährung (z.B. Eisenmangel),
  • Hormonelle Schwankungen (Schwangerschaft, Geburt, Einfluss von Hormonpräparaten, Wechseljahre),
  • Infektionen, Immunschwäche,
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen und
  • Einnahme bestimmter Medikamenten (z.B. Lipidsenker, Zytostatika, Schilddrüsenmittel, bestimmte Blutdrucksenker).

Wenn es gelingt die Ursache zu behandeln, wachsen die Haare beim diffusen Haarausfall wieder nach. Eisenmangel oder hormonelle Störungen können beispielsweise korrigiert werden. Alterungsprozesse kann man dagegen nicht verhindern, möglicherweise aber durch gesunde Lebensweise, der Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen und fachgerechte Körper- bzw. Haarpflege verlangsamen.


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Kommentar «Haarausfall»