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Krankheiten referenzindex «Halsschmerzen und Schluckbeschwerden»

Halsschmerzen und Schluckbeschwerden


Halsschmerzen und Schluckbeschwerden dürfte jeder schon einmal erlebt haben. Ein zwei- bis dreimaliges Auftreten von erkältungsbedingten Halsschmerzen pro Jahr ist bei Erwachsenen üblich, Kinder sind noch häufiger davon betroffen. In den meisten Fällen von Halsschmerzen und Schluckbeschwerden kann von einer Heilung ohne weiteres Zutun ausgegangen werden. Verschiedene Hausmittel und käufliche Produkte können allerdings symptomlindernd wirken. Bei starken oder lang anhaltenden Halsschmerzen / Schluckbeschwerden sollte auch auf eine ernsthafte Erkrankung untersucht werden.

Halsschmerzen und Schluckbeschwerden stellen keine eigenständige Krankheit dar, sondern ein Symptom. Insbesondere im Spätherbst und frühen Winter kommt es zu Halsschmerzen und Schluckproblemen – im Zusammenhang mit anderen Erkältungsanzeichen wie Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Fieber und Abgeschlagenheit. In den meisten Fällen sind Viren und Bakterien für Halsschmerzen / Schluckbeschwerden verantwortlich, aber auch andere Ursachen kommen in Frage.


Mögliche Ursachen von Halsschmerzen und Schluckbeschwerden


  • Meistens sind Halsschmerzen und Schluckbeschwerden durch eine Rachenentzündung (Pharyngitis) bedingt. Zu den schwer voneinander abgrenzbaren Pharyngitiden zählen die Pharyngitis im engeren Sinne (Rachenschleimhautentzündung), die Rhinopharyngitis (Nasen-Rachen-Entzündung), die akute Tonsillitis (akute Mandelentzündung) und die Pharyngolaryngitis (Entzündung des Rachens bis zum Anfang der Luftröhre).
  • Die Pharyngitis wird in der Mehrheit von Viren (v.a. Rhino- und Coronaviren) verursacht. Bakterien als Auslöser der Halsschmerzen sind deutlich seltener.
  • Halsschmerzen können Symptom einer Influenza sein. Noch typischer für eine Influenza sind allerdings ein akuter Krankheitseintritt, Fieber oder Schüttelfrost, Husten, Schmerzen in Muskeln, Gliedern und Kopf sowie ein starkes Krankheitsgefühl.
  • Nur selten steckt hinter Halsschmerzen bzw. einer Rachenentzündung eine Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber). Dann treten die Halsschmerzen typischerweise zusammen mit Fieber und einer starken Lymphknotenschwellung auf. Manche Betroffenen haben allerdings nahezu keine Beschwerden.
  • Aber nicht nur Viren und Bakterien können Halsschmerzen verursachen, sondern z.B. auch eine Überbelastung der Stimme durch lautes Schreien oder Rufen sowie viel Sprechen.
  • Außerdem kann eine Reizung der Rachenschleimhaut durch (Passiv-)Rauchen, Einatmen von Chemikalien oder Staub sowie trockene Luft die Schmerzen verursachen.
  • Zu einer Reizung kann es auch durch gastroösophagealen Reflux (Rückfluss von Magensäure über die Speiseröhre in den Kehlkopf) kommen.
  • Möglich, aber selten, sind auch eine akute Thyreoiditis (Schilddrüsenentzündung) oder Tumoren als Auslöser der Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Die Entzündung der Schilddrüse führt v.a. zu Schmerzen im vorderen Halsbereich.
  • Ebenfalls selten sind Halsschmerzen durch eine HIV-Infektion, Gonorrhoe oder Diphterie.

Gehen Halsschmerzen und Schluckbeschwerden von alleine wieder weg? Können bei Halsschmerzen Komplikationen eintreten?
Rachenentzündungen (Pharyngitiden) heilen sehr oft ohne weiteres Zutun aus. Zu Komplikationen (z.B. Peritonsillarabszesse und Akutes Rheumatisches Fieber) kommt es nur sehr selten. Ein Peritonsillarabszes ist eine eitrige Entzündung des Gewebes im Bereich der Gaumenmandeln. Er äußert sich meistens durch einseitige Halsschmerzen / Schluckbeschwerden, erschwerte Mundöffnung, Ohrenschmerzen und Fieber.

Werden die Halsschmerzen von Luftnot / Atembeschwerden oder starken Schluckbeschwerden begleitet, sollte sofort ein Arzt eingeschaltet werden. Ebenso sollte ein Arztbesuch stattfinden, wenn sich die Halsschmerzen nicht bessern bzw. länger als sieben Tage andauern. Vorsicht geboten ist immer bei geschwächten und schwer kranken Betroffenen.

Bei Halsschmerzen, die nicht Folge einer Rachenentzündung (Pharyngitis) sind, muss selbstverständlich die Grunderkrankung behandelt werden (z.B. eine Behandlung des Magens bei einer Refluxkrankheit). Was bei Rachenentzündungen getan werden kann, können Sie in der Folge lesen.

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