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Krankheiten referenzindex «Hüftdysplasie»

Hüftdysplasie


Die Hüftdysplasie ist eine Reifungsverzögerung im Bereich der Hüfte bei Babys. Als Ursachen kommen v.a. eine vererbbare Veranlagung und eine Beckenendlage des ungeborenen Kindes in Frage. Eine unzureichend behandelte Hüftdysplasie kann zu einem dem Alter weit vorausgehenden Knorpel- und Gelenkverschleiß und einer Arthrose des Hüftgelenkes führen.

Was ist eine Hüftdysplasie?


Bei der Geburt ist das menschliche Hüftgelenk - wie die anderen Gelenke des Säuglings - noch ganz zart und besteht mehr aus Knorpel denn aus Knochen. Diese Weichheit erleichtert zum einen Schwangerschaft und Geburt und entspricht zum anderen der anfangs noch völlig fehlenden Notwendigkeit der Belastung gegen die Schwerkraft.

Bei manchen Babys ist das Hüftgelenk zum Geburtszeitpunkt hinter der üblichen anatomischen Formgebung (Reifung) zurückgeblieben. Typischerweise ist dabei die Gelenkpfanne zu flach, zu steil und nicht rund, sondern nach oben außen hin ausgeweitet, der Hüftkopf steht dann auch nicht gut in der Pfanne, sondern zeigt eine Tendenz, nach oben außen hin 'auszuwandern'. Diese Reifungsverzögerung der Babys nennt man eine Hüftdysplasie. Ist der Hüftkopf bereits dabei, 'auszuwandern', so spricht man von einer angeborenen Hüftluxation, die im schlimmsten Fall vollständig ist (d.h. der Kopf ist ganz aus der flachen Pfanne herausgerutscht).

Was sind die Ursachen von Hüftdysplasie?


Eine vererbbare Anlage zur Hüftdysplasie und angeborenen Hüftluxation ist gesichert, wenn auch kein strenger Erbgang vorliegt - das heißt, Menschen mit Hüftdysplasie bekommen nicht automatisch Kinder mit dem gleichen Leiden, aber eine besondere Vorsicht ist angezeigt. Bekannt ist, dass Mädchen viel häufiger als Jungen betroffen sind (etwa im Verhältnis 6:1) und dass das Leiden in ca. 40 % der Fälle beidseitig ist. Eine Beckenendlage des ungeborenen Kindes ist überzufällig häufig mit einer Hüftdysplasie verbunden.

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