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Krankheiten referenzindex «Hyperosmolares Koma - Ursachen»

Hyperosmolares Koma - Ursachen

Insulinmangel

Das hyperosmolare Koma entsteht durch einen Mangel an Insulin. Dieses Hormon bewirkt eine Senkung des Blutzuckerspiegels. Sind keine ausreichenden Mengen an Insulin vorhanden oder fehlt das Hormon völlig, steigt der Blutzuckerspiegel. Einen Teil des Zuckers scheidet der Körper über die Nieren aus. Der Zucker im Urin zieht Wasser nach sich, was einen starken Flüssigkeitsverlust verursacht.

Bei einem hyperosmolaren Koma sind die Blutzuckerwerte extrem hoch: Meist liegen sie über 600 Milligramm pro Deziliter (mg/dl), häufig sogar über 1000 mg/dl. Zum Vergleich: Bei zuckergesunden Menschen beträgt der normale Blutzuckerwert im nüchternen Zustand zwischen 80 und 120 mg/dl. Im Unterschied zur diabetischen Ketoazidose (beim Typ-1-Diabetes) tritt beim hyperosmolaren Koma kein Fettabbau mit nachfolgender Übersäuerung des Blutes auf.

Ein hyperosmolares Koma wird durch folgende Faktoren ausgelöst:

• Erhöhter Insulinbedarf

In 40 Prozent aller Fälle sind Infektionen, zum Beispiel eine Lungenentzündung, für das hyperosmolare Koma verantwortlich. Infekte erhöhen den Blutzuckerspiegel und damit auch den Insulinbedarf. Aber auch falsche Ernährung, Operationen, Schilddrüsenüberfunktion oder andere Erkrankungen können den Insulinbedarf erhöhen.

• Ungenügende Insulinzufuhr

Dies ist der Fall, wenn ein Diabetiker zu geringe Insulinmengen spritzt, zu wenig blutzuckersenkende Tabletten einnimmt oder wenn die Therapie mit blutzuckersenkenden Tabletten nicht mehr ausreicht und der Patient eigentlich Insulin bräuchte.


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