Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

Krankheiten referenzindex «Inlfuenza A (H1N1)»

Inlfuenza A (H1N1)Inlfuenza A (H1N1)Inlfuenza A (H1N1)

In den USA wurden Vorläuferviren des neuen H1N1-Influenzavirus registriert, die sowohl Gene von Influenzaviren aus Schwein, Vogel und Mensch besitzen und bereits seit einigen Jahren unter den Schweinen zirkulierten. In der Vergangenheit kam es nur in absoluten Ausnahmefällen zu einer Infektion des Menschen und zu einer nachfolgenden Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Das „neue Influenzavirus", das im April 2009 erstmalig nachgewiesen wurde besitzt jedoch noch weitere Gene, die man aus Schweinen in Europa und Asien kennt, die aber ihren Ursprung in Vögeln haben. Da sich Schweine sowohl mit Influenzaviren von Schwein, Mensch und Vogel anstecken können, können sich in ihnen bei Mischinfektionen die unterschiedlichen Influenzaviren mischen und neue Influenzaviren bilden.

In vielen Fällen verläuft die Krankheit mild. Die Erkrankungs- und Todeszahlen zeigten jedoch, dass die neue Influenza in vielen Fällen auch einen sehr schweren und tödlichen Verlauf nehmen kann. Nach bisherigen Erfahrungswerten beträgt die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung ein bis vier Tage. Die Ansteckungsfähigkeit wird mit weniger als 24 Stunden (d.h. kurz vor Auftreten der ersten Beschwerden) bis zu ungefähr eine Woche angenommen. Die Beschwerden ähneln den Beschwerden der „normalen" Grippe und beinhalten u.a. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Abgeschlagenheit und Krankheitsgefühl. Gelegentlich kann es auch zu Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall kommen. Die Beschwerden dauern zumeist bis zu einer Woche an, die Erholungsphase des Körpers auf einen grippalen Infekt kann sich jedoch über mehrere Wochen hinweg ziehen. Die häufigste Komplikation ist die Lungenentzündung, die durch einen bakteriellen Befall der Lunge verursacht wird. Ebenso können Entzündungen des Gehirns und des Herzmuskels auftreten. 

Bei Verdacht auf Influenza sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Solange der Verdacht auf eine Influenza besteht sollte die Nähe zu anderen Menschen vermieden werden und beim Niesen Mund und Nase durch Einmaltaschentücher bedeckt werden. Alternativ kann in den Ärmel gehustet oder geniest werden.

Übertragung:

Die neue Influenza wird durch das Grippevirus Influenza A (H1N1) verursacht, das sich - wie die normale Influenza - durch Tröpfcheninfektion (v.a. beim Sprechen, Husten, Niesen) verbreitet. Die Viren gelangen auf die Schleimhäute und infizieren auf diesem Weg die Kontaktperson. Es wird angenommen, dass manche „Tröpfchenkerne" (die kleiner als 5 Mikrometer sind) für längere Zeit in der Luft schweben können und somit auch auf diesem Weg Personen - über den Luftweg - infizieren können. Auch eine Übertragung über verunreinigte Oberflächen wird diskutiert. Der häufigste Übertragungsweg ist jedoch die Tröpfcheninfektion.
 
Am 11. Juni 2009 rief die WHO die Phase 6 der Pandemie aus. Unter Pandemie ist eine länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit zu verstehen. Die „Phase „6" bedeutet eine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung in mindestens drei WHO-Regionen (insgesamt gibt es sechs: Afrika, Amerika, Südostasien, Europa, Östliches Mittelmeer, Westlicher Pazifik.

Schutz:

1. Impfung

Im Herbst 2009 wurde die sog. "Pandemie-Impfung" erstmals zum Schutz vor der Erkrankung eingesetzt. 

2. Schutzmaßnahmen

Wichtig ist das Einhalten von Hygieneregeln. Dazu gehören laut Angaben des RKI u.a. das Vermeiden von Händegeben, Anhusten, Anniesen, die Berührung von Augen, Nase und Mund, die Benutzung von Einmaltaschentüchern und die sorgfältige Entsorgung (z.B. in Toiletten), eine intensive Raumbelüftung (Frischluft!), gründliches Händewaschen nach Personenkontakt, Benutzung von Sanitäreinrichtungen und Gegenständen. Der Kontakt zu möglicherweise erkrankten Personen sollte vermieden werden. Ebenso gilt die Empfehlung bei fieberhafter Erkrankung - auch im eigenen Interesse - zu Hause zu bleiben, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Die Verwendung von Hygienemasken gehören nicht zu den von der WHO empfohlenen Schutzmaßnahmen, da die Maskennur die Anzahl der Erreger verringern, die vom Träger ausgeatmet werden. Die Masken verhindern lediglich das Einatmen von großen Tropfen und Spritzern und sind somit in ihrer Wirksamkeit nur sehr eingeschränkt einsetzbar.


Kommentar «Inlfuenza A (H1N1)»