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Krankheiten referenzindex «Leben nach dem Herzinfarkt»

Leben nach dem Herzinfarkt

PhotoDiscAlltag nach dem Herzinfarkt

Sie haben sich nach Ihrem Herzinfarkt erholt und die Reha hinter sich. Pflichtprogramme wie Blutdruckkontrolle, Belastungs-EKG, Gymnastik in der Herzgruppe sind absolviert. Vielleicht haben Sie diese Programme sogar ergänzt mit dem Besuch von Vorträgen über Ernährung, Alltagsdrogen und Stress. Lehrküche, Entspannungstraining und Stressbewältigung haben Ihnen vielleicht sogar Spaß gemacht. Doch alle diese Maßnahmen fanden gewissermaßen unter der schützenden Glasglocke der Klinik statt. Sie gleichfalls imAlltag umzusetzen, ist keine leichte Aufgabe.

Regelmäßig Medikamente einzunehmen, ist kein großes Problem. Sie haben auch verstanden, was Ihren Herzkranzgefäßen schadet: zu viel Stress und zu wenig Erholung, zu viel Fett, Nikotin und Alkohol und zu wenig Gemüse. Doch lassen sich diese Ge- und Verbote im Alltag immer einhalten? Kann man auf lange Sicht seine Lebenserwartung verbessern und trotzdem die Lebensqualität bewahren?

Es gibt einen Trick. Lassen Sie Ihr Herz sprechen. Es ist dann nicht mehr länger Ihr Problem, sondern Ihr Berater. Es macht Sie zum Experten für Ihre Herzensangelegenheiten. Zahlreiche geflügelte Worte können Ihnen Hilfestellung sein.

Das Herz auf der Zunge

Herzgesundes Essen muss nicht nach Verboten oder Langeweile schmecken. Wird die Zunge mit der mediterranen Küche gelockt, schmeckt diese Kost nach Urlaub und Sonne. Das Geheimnis dieser Küche ist: Die Kost aus den Mittelmeerländern enthält viele pflanzliche Lebensmittel (Pasta, Gemüse, Kräuter, Knoblauch und Obst), wenig tierische Produkte, kaum Fett.

Wer den Süden nicht liebt, aber sich zum Fernen Osten hingezogen fühlt, ist ähnlich gut mit asiatischer Küche beraten. Chinesische Küche etwa wird meistens fettarm im Wok zubereitet und ist überwiegend vegetarisch.

Obst und Gemüse hat mit verschiedenen, sogenannten sekundären Pflanzenstoffen einen herzschützenden Effekt. Lycopin beispielsweise, mit dem Tomaten besonders üppig ausgestattet sind, hat sich als regelrechtes Pflegemittel für angegriffene Blutgefäße entpuppt. Ähnliches ist schon länger von den Polyphenolen im Rotwein bekannt. Ein Glas Chianti zu Makkaroni all' arabbiata verspricht also Genuss ohne Reue.

Ein offenes Herz haben - Ärger raus

Wer sich Kränkungen zu sehr zu Herzen nimmt, wird auch krank davon. Hoher seelischer Druck bewirkt hohen Blutdruck, erhöht die Stresshormone und das "schlechte" Cholesterin (LDL). Eine gute Seelenhygiene dagegen ist wie ein Hausputz für die Blutgefäße.

Das beste Rezept gegen ein "herzloses" Klima ist: Freude haben und das Leben genießen!

Was das Herz begehrt

Längst bewiesen ist, dass unglückliche Menschen ihre Unsicherheiten und unerfüllten Bedürfnisse mit Ersatzhandlungen überspielen: üppiges Essen, Rauchen, Arbeitssucht. Solche vermeintlichen Hilfsmittel gegen das Unglück können aber zur Gewohnheit werden und die Gesundheit gefährden.

Es lohnt sich daher, detektivisch seine wahren Bedürfnisse und Wünsche aufzuspüren. Sie lassen sich oft fast genauso leicht erfüllen wie die Ersatzhandlungen. Ein lang aufgeschobenes Gespräch mit dem Partner, ein Urlaub in das Lieblingsland, Zeit für sich und andere, all das tut der Seele und damit auch dem Herzen gut.

Das Herz vor Freude hüpfen lassen

Wer Herzsport machen möchte, bekommt von seinem behandelnden Arzt genaue Hinweise, in wie weit er sich belasten darf. Eine Herzgruppe bietet für jeden das passende Bewegungsprogramm. Ballgymnastik, Fahrrad-Ergometer-Training und Walking sind nur einige Beispiele. Herzgruppen garantieren Sicherheit, denn immer ist ein Arzt dabei. Sie sind darüber hinaus zusätzlich Kontakt- und Informationsbörsen. Außerdem sind Herzgruppen ein Schutzraum, in dem jeder ohne Scham seine noch begrenzte Leistungsfähigkeit verbessern kann. Kontinuierlich kann hier die körperliche Fitness für den häuslichen Bedarf gesteigert werden, beispielsweise fürs Treppensteigen, bei dem der Puls in die Höhe geht.

Sex ist - körperlich betrachtet - mit einer sportlichen Übung vergleichbar. Der Herzsport ist somit die ideale Vorbereitung, diese schöne Anstrengung wieder angstfrei zu genießen.

Der Herzschlag als Puls der Zeit

Hektik gilt als einer der gefährlichsten Stressfaktoren für Herzpatienten. Deshalb darf zur stressarmen Gestaltung des Alltags ein gutes Zeitmanagement nicht fehlen.

Der Pulsschlag ist ein besserer und gesünderer Helfer bei der Zeiteinteilung als die Uhr am Handgelenk und der Druck der Termine. Beachten Sie ihn, dann merken sich auch, wann Sie und Ihr Herz eine Pause brauchen.


Kommentar «Leben nach dem Herzinfarkt»