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Krankheiten referenzindex «Malaria - Therapie»

Malaria - Therapie

Die Therapie der Malaria hängt von der Art des Plasmodiums, der Schwere der Erkrankung, der Resistenzlage des Erregers und der zuvor durchgeführten Chemoprophylaxe ab.

Die Behandlung erfolgt mit speziellen Medikamenten, die den Erreger abtöten. Die Therapie einer Malaria tropica sollte unbedingt stationär erfolgen. Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) empfiehlt folgende Behandlungen:

» Malaria tertiana und Malaria quartana:

  • Bei Einreise aus einem Land ohne Chloroquin-Resistenz: Chloroquin.
  • Im Falle einer Malaria tertiana, die in einem Land mit Chloroquin-Resistenz (z.B. Papua-Neuguinea, Peru, Brasilien) erworben wurde: Artemether/Lumefantrin, Mefloquin oder Atovaquon/Proguani.
  • Um Rückfälle zu vermeiden, erfolgt bei einer Malaria tertiana zusätzlich eine Therapie mit Primaquin.

» Unkomplizierte Malaria tropica:

  • Nach Aufenthalt in Gebieten ohne Chloroquin-Resistenz: Chloroquin.
  • Nach Aufenthalt in Gebieten mit Chloroquin-Resistenz: Atovaquon/Proguanil oder Artemether/Lumefantrin oder Mefloquin.
  • Ein Präparat mit der Wirkstoff-Kombination Dihydroartemisinin/Piperaquin soll noch 2011 für Europa zugelassen werden.

» Komplizierte Malaria tropica:

  • Chinin, häufig zusammen mit dem Antibiotikum Doxycyclin bzw. Clindamycin.
  • Artesunat; derzeit (Stand: Juli 2011) nicht in Europa zugelassen.

Neben Resistenzen gegen Chloroquin kommen weltweit, je nach Gebiet, weitere Resistenzen gegen andere Malaria-Medikamente vor. Da zudem nicht jedes Malaria-Medikament beispielsweise für Schwangere und Kinder geeignet ist, muss der Arzt die Malaria-Therapie in jedem Fall individuell abstimmen.

 

     


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