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Krankheiten referenzindex «Meniskusriss»


Ein Meniskusriss kann traumatische (unfallbedingte) oder degenerative (verschleiß- oder überlastungsbedingte) Ursachen haben. Meistens ist ein Meniskusriss degenerativer Natur, so dass eine Reparatur (Naht) nicht mehr möglich ist. Bei einem degenerativen Meniskussriss muss das gerissene Gewebe in einer OP entfernt werden.

Hintergrund zum Meniskusriss: das Kniegelenk und seine Verletzungen


Das Kniegelenk ist das größte und das am meisten beanspruchte Gelenk unseres Körpers. Es verbindet Ober- und Unterschenkel miteinander und leitet die gesamte Last des Rumpfes auf den Unterschenkel weiter.

Vor allem bei sportlichen Aktivitäten mit Dreh- und Scherbewegungen wirken oftmals sehr große Kräfte auf das Kniegelenk ein. Diese führen zu Überbelastungen und zu schmerzhaften Verletzungen der Kniegelenkstrukturen, insbesondere der Kreuzbänder, Knorpeloberflächen und Menisken. Nicht selten kommt es auch zu kombinierten Verletzungen von Kreuzband und Meniskus. Weil eine solche Verletzung zu einer Instabilität des Knies und in der Folge zu übermäßigem Gelenkverschleiß führt, ist eine möglichst frühzeitige operative Stabilisierung unumgänglich.

  • Knieverletzungen - Hintergrund / Einleitung im Themenbereich Krankheiten
  • Kreuzband OP - Hintergrund im Themenbereich Behandlungen
  • Vorderer Kreuzbandschaden - Hintergrund / Einleitung im Themenbereich Krankheiten
  • Konservative Therapie der vorderen Kreuzbandruptur - Hintergrund im Themenbereich Behandlungen
  • Vorderer Kreuzbandriss - Hintergrund / Einleitung im Themenbereich Krankheiten
  • Kniescheibenbruch (Patellafraktur) - Hintergrund / Einleitung im Themenbereich Krankheiten

Hintergrund zum Meniskusriss: Was machen die Menisken?


Die Menisken sind zwei sichelförmige Scheiben aus Faserknorpel, die sich im Kniegelenk zwischen Ober- und Unterschenkelknochen befinden. Es gibt einen Außen- und einen Innenmeniskus.

Die Menisken spielen eine äußerst wichtige Rolle für die Funktion des Kniegelenks. Besonders entscheidend ist die Übertragung der Last vom Ober- auf den Unterschenkel und die Stabilisierung des Knies während Beugung, Streckung und Rotation. Zusammen mit den Kreuzbändern sorgen die Menisken für das synchrone Abrollen und Gleiten der Oberschenkelrollen auf dem Schienbeinkopf.

Zudem verteilen die Menisken die Last auf den Gelenkoberflächen, federn Stöße ab und tragen zur Schmierung und Ernährung des Gelenks bei. Aufgrund dieser wichtigen Funktionen ist es aus heutiger medizinischer Sicht sinnvoll, den Meniskus solange wie möglich zu erhalten.

Die Meniskusverletzung

Neben Kreuzband- und Knorpelschäden sind Verletzungen des Meniskus häufiges Ergebnis von Sportunfällen und die Ursache für Schmerzen im Kniegelenk.

Fast alle Verletzungen des Kniegelenkes können heute minimal-invasiv versorgt werden. Bei einer solchen arthroskopisch durchgeführten Operation wird über einen kleinen Hautschnitt eine Miniaturkamera ins Kniegelenk eingebracht, mit deren Hilfe das betroffene Knie untersucht werden kann. Über weitere winzige Zugänge wird dann die Operation schonend vorgenommen. Chirurgische Instrumente und eventuell notwendige Implantate können somit schonend ins Gelenk eingebracht und die verletzten Strukturen repariert werden. Im Allgemeinen stellen solche Operationen heutzutage eine sehr geringe Belastung für den Patienten dar. Die arthroskopische Behandlung von Meniskusschäden ist inzwischen eine etablierte Operation, die in vielen Orthopädischen Kliniken und OP-Zentren durchgeführt wird.

Wie entsteht ein Meniskusriss?


Grundsätzlich unterscheiden wir traumatische (unfallbedingte) und degenerative (verschleiß- oder überlastungsbedingte) Meniskusrisse. Der frische traumatische Meniskusriss entsteht bevorzugt bei Sportverletzungen. Bei solchen Verrenkungen des Kniegelenks kommt es häufig zu schweren Kombinationsverletzungen (Kreuzbandriss, Innenbandriss und Meniskusriss).

Im Regelfall sind basisnahe, frische Meniskusrisse sehr gut vom Operateur mit arthroskopischen Nähten oder Nahtsystemen zu versorgen. Der betroffene Bereich verwächst und bildet wieder ein intaktes Meniskusgewebe aus Faserknorpel.

Die frischen, durch Naht zu versorgenden Meniskusrisse bilden leider den kleinsten Teil der Meniskusschäden (5 % bis 10 %). Den überwiegenden Teil der Meniskusrisse bilden die degenerativen Meniskusschäden. Durch chronische Überlastung über viele Jahre (ungünstige Belastungen in tiefer Hocke, Übergewicht, wiederholte Verdrehungen u.a.) oder viele kleine Überbelastungen beim Sport oder der Arbeit zermürbt das Meniskusgewebe und bei irgendeiner weiteren Überbelastung kommt es zum Riss des vorgeschädigten Gewebes mit nachfolgenden Schmerzen, Blockierungen, Schwellungen.
Meniskusschaden Grad 3 im Kernspintomogramm
Schmerzen bei Verdrehungen, tiefer Hocke und auch nächtliche Schmerzen, insbesondere, wenn die Kniegelenke aufeinanderliegen, sind typische Zeichen einer Meniskusschädigung.

Der erfahrene Arzt kann durch die Untersuchung die Verdachtsdiagnose eines Meniskusrisses relativ sicher stellen. Bei unklaren Befunden kann heute die Kernspintomografie, wenn durch die Röntgenuntersuchung andere knöcherne Ursachen ausgeschlossen werden konnten, eine Meniskusschädigung sicher nachweisen.

Was sind die Folgen einer Meniskusverletzung?

Die abgerissenen Meniskusteile geraten immer wieder zwischen die Gelenkflächen von Oberschenkel und Unterschenkel. Der Knorpel der Gelenkflächen wird durch diese Einklemmungen nachhaltig geschädigt. Wird dieser Mechanismus nicht durch eine Operation beendet, kommt es im Laufe der Zeit zur Ausbildung einer Arthrose (Gelenkverschleiß) des betroffenen Gelenkabschnittes

Kommentar «Meniskusriss»