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Krankheiten referenzindex «Psoriasis - die richtige Hautpflege»

Für kurze Zeit ruhten die Hoffnungen vieler Schuppenflechte-Patienten auf einem australischen Laufvogel. Das Unterhaut-Fett des Emu sollte der Psoriasis-Haut besonders gut tun. Doch die vermutete entzündungshemmende Substanz wurde nie gefunden und große Erfolge gibt es bis heute nicht. Zurück zum Bewährten: Harnstoff, Glycerin und Fett.

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Was die Haut bei Schuppenflechte gar nicht vertragen kann, sind heiße Dauer-Duschen und parfümierte Wannenbäder - sie ist sehr empfindlich und meistens extrem trocken. Das wenige Fett, das sie zu ihrem eigenen Schutz halten kann, geht unter einem warmen Wasserstrahl und alkalischer Seife schnell verloren. Zudem fachen viele Duftstoffe die Hautentzündung eher an, als sie zu lindern. Am besten ist wohl der kurze Kontakt mit lauwarmem Wasser und säureneutralen, rückfettenden Pflegeseifen.

Feuchtigkeitsspender

Aus eigener Kraft kann die Schuppenflechte-Haut kaum genug Feuchtigkeit halten, um geschmeidig zu bleiben. Wasserhaltige Lotionen saugt sie auf wie ein Schwamm, nach wenigen Minuten ist sie trocken wie zuvor. Doch von einigen Substanzen weiß man seit langer Zeit, dass sie in der Lage sind, Wassermoleküle an sich zu binden und in der Haut festzuhalten. Der Alkohol Glycerin und die Stickstoffverbindung Harnstoff sind als Inhaltsstoffe von Cremes und Lotionen seit langer Zeit dermatologisch erprobt. Auch Hyaluronsäure und Kollagene sollen Wasser binden können. Vitamin E könnte als Fänger radikaler Sauerstoffverbindungen die Entzündungsprozesse ein wenig dämpfen.

Schuppenentfernung

Doch bis zu den Hautzellen können diese Substanzen nur vordringen, wenn die Schuppen-Plaques nicht allzu dick darüber liegen. Die müssen also nicht nur aus kosmetischen Gründen immer wieder von der Haut entfernt werden. Für die Schuppenentfernung hat sich vor allem die Salicylsäure bewährt: Sie weicht abgestorbene Hautzellen auf und löst ihre Verklebung untereinander in einer mehrstündigen Einwirkzeit. Die Wirkstoff-Creme wird dick aufgetragen und mit einem wasserdichten Verband geschützt (Okklusionsbehandlung). Anschließend lassen sich die Schuppen leicht abwaschen. Eine fettige Creme bildet den Abschluss der aufwendigen Psoriasis-Hautpflege.

Leuchtender Haarkamm

Für die problematische Kopfhautbehandlung der Schuppenflechte gibt es spezielle Schuppenlöser, die nach zwei bis drei Stunden Einwirkdauer mit einem milden Shampoo ausgewaschen werden. Dann ist auch der Weg frei für eine Behandlung mit UV-Licht. Die dafür erhältlichen "Psor-Kämme" sind mit kleinen Leuchtstoffröhren ausgerüstet und werden durch eine eingebaute Uhr abgeschaltet, wenn die erlaubte Lichtdosis erreicht ist. Die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht hat sich in der Behandlung der Schuppenflechte seit langer Zeit bewährt.


Kommentar «Psoriasis - die richtige Hautpflege»