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Krankheiten referenzindex «Psoriasis - Symptome und Formen»

Stark schuppende Hautveränderungen sind das unübersehbare Hauptsymptom der Schuppenflechte. Bei großflächigem Hautbefall oder im akuten Schub kann es zudem zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl und Fieber kommen. Die verschiedenen Formen der Schuppenflechte unterscheiden sich durch Dauer, Schwere, Ort und Ausprägung der Schuppen.

Die "gewöhnliche Schuppenflechte"

Am häufigsten ist die "gewöhnliche Schuppenflechte" (Psoriasis vulgaris). Nahezu alle Schuppenflechte-Kranken leiden an dieser Form. Betroffen sind vor allem:

  • Ellenbogen
  • Knie
  • Kreuzbeingegend
  • Behaarter Kopf

Die Hautareale sind stark gerötet und gegen die gesunde Haut scharf begrenzt. Auf der etwas verdickten Hautoberfläche haften silbriggraue Schuppenbeläge (psoriatische Plaques), die sich nur an der Oberfläche leichter ablösen. Ihre untersten Schichten haften auf einer dünnen, ganz jungen Hautschicht. Werden sie abgelöst, entstehen kleine, punktförmige Blutungen ("blutiger Tau").

Sonderformen

Vor allem nach Infekten tritt gelegentlich die eruptiv-exanthematische Psoriasis auf. Sie kann auch die erste Form einer Neuerkrankung (Erstmanifestation) sein und ist im frühen Lebensalter und bei jungen Erwachsenen häufiger als in späteren Jahren. Innerhalb einiger Wochen entstehen kleine Schuppenflechte-Herde, meistens an den Körperstellen, an denen die Psoriasis vulgaris nicht vorkommt. Bei dieser Form der Psoriasis kann es anfangs zu starkem Juckreiz kommen, die Hauterscheinungen entwickeln sich später zu kleinen Ausgaben der psoriatischen Plaques. Die eruptiv-exanthematische Psoriasis kann von selbst abheilen oder aber in die chronisch-stationäre Form übergehen.

Eine stärker entzündliche Form der Schuppenflechte ist die Psoriasis exsudativa. Sie beginnt in den meisten Fällen mit den kleinen Herden der eruptiv-exanthematischen Psoriasis, die sich dann stark röten und einen entzündeten "Saum" entwickeln. Dabei tritt Wundsekret an die Oberfläche, das anstelle der Schuppen-Plaques in gelblichen Krusten (ähnlich dem Schorf von Schürfwunden) auf den Herden liegt.

Ein etwas anderes Bild der Schuppenflechte ergibt sich bei der Psoriasis pustulosa. Hier bilden sich kleine Bläschen und Pusteln aus, deren Flüssigkeit viele weiße Blutkörperchen (Eiter, Fachwort = Pus), jedoch keine Krankheitserreger enthält. Beschränken sich Hauterscheinungen auf die Fußsohlen und Handflächen, spricht man vom Typ "Königsbeck-Barber". Sind die gesamte Haut und gelegentlich auch Schleimhäute (Mund und Zunge) und Nagelbett betroffen, bezeichnet man die Variante als Typ "von Zumbusch".

Bei manchen Psoriasis-Kranken kommen ganz spezifische Veränderungen der Fuß- und Fingernägel vor, die Nagelpsoriasis. Die Nägel verdicken sich, bekommen kleine Grübchen und Flecken und können sogar in Krümel zerfallen ("Krümelnägel").

Die psoriatische Erythrodermie ist eine seltene Form der Schuppenflechte, bei der sich die gesamte Haut rötet und verdickt. Dadurch wird sie starrer und kann über den Gelenken einreißen und sogenannte Schrunden bilden. Die Schuppung ist allerdings weniger stark ausgeprägt. Durch die großflächigen Hautentzündungen kommt es auch zu allgemeinen Symptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit und Krankheitsgefühl. Die Erythrodermie kann als Reaktion auf eine intensive UV-Bestrahlung, den großflächigen Kontakt mit reizenden Hautpflegemitteln und durch eine intensive mechanische Behandlung entstehen.

Die Psoriasis-Arthritis (Psoriasis arthropathica) ist eine Ausprägung der Schuppenflechte, die die Gelenke befällt. Sie macht rund zwanzig Prozent der Fälle von Schuppenflechte aus und ist vermutlich größtenteils genetisch bedingt.


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