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Krankheiten referenzindex «Rückenschmerzen - Daten und Fakten»

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Das Leid vieler

Rückenschmerzen kennt fast jeder: Etwa zwei Drittel der Bevölkerung leiden mindestens einmal im Leben darunter. Auf die Frage "Haben Sie täglich Rückenschmerzen?" antworten 15 Prozent der Deutschen mit "Ja". Dementsprechend oft ist das Ziehen und Zerren in Nacken oder Kreuz der Grund für Krankmeldungen am Arbeitsplatz. Die dadurch anfallenden Kosten für das Gesundheitssystem gehen in die Milliarden.

Hartnäckig

Bei den meisten Rückenschmerz-Geplagten verflüchtigen sich die Beschwerden innerhalb von zwei Wochen. Allerdings haben die Schmerzen die Tendenz, wiederzukehren: Bei der Hälfte der Betroffenen ist eine Schmerztherapie zwar auch noch nach einem Monat erfolgreich, beim Rest treten die Rückenschmerzen jedoch erneut auf.

Geschlecht & Alter

Auch junge Menschen leiden häufig unter Beschwerden der Wirbelsäule. Mit zunehmenden Alter steigt die Zahl der Schmerzattacken weiter an. Besonders stark von Rückenschmerzen betroffen ist die Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen. In jeder Altersstufe trifft der Schmerz im Kreuz Frauen häufiger als Männer. Dies gilt besonders für chronische Rückenbeschwerden.

Körperliche Ursachen

Die möglichen Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig: Mal sind Muskelverspannungen durch eine einseitige Körperhaltung (wie stundenlanges Sitzen am PC) der Auslöser, mal falsches Heben, ein Bandscheibenvorfall oder eine Nervenentzündung. Auch Erkrankungen des Skeletts wie Morbus Scheuermann können Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule verursachen.

Die Mehrheit aller Patienten leidet allerdings an unspezifischen Schmerzen, deren Ursache sich trotz modernster Diagnosetechniken nicht eindeutig feststellen lässt. Zwar finden sich bei den meisten Rückenpatienten in der Magnetresonanz-Tomografie (MRT) tatsächlich Veränderungen an der Wirbelsäule wie knöcherne Ausziehungen (Osteophyten) oder Bandscheibenvorwölbungen - ob diese aber wirklich für die Schmerzen verantwortlich sind, ist fraglich. Denn solche Veränderungen sind auch unter völlig schmerzfreien Menschen verbreitet.

Psychische Verstärker

In den letzten Jahren haben Schmerzforscher verstärkt untersucht, welchen Anteil die Psyche an der Entstehung von Rückenschmerzen hat - und der scheint erheblich zu sein. Inzwischen gehen Experten davon aus, dass es häufig einen körperlichen Auslöser für den Schmerz gibt und dieser dann durch psychische Faktoren verstärkt wird.

Die Psyche scheint vor allem darauf einen Einfluss zu haben, ob der Rückenschmerz von alleine verschwindet oder chronisch wird (Chronifizierung). Menschen, die unter Depressionen leiden, haben beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Rückenschmerzen. Ebenso nachgewiesen ist, dass psychische Belastungen wie Stress, aber auch eine ungeliebte Arbeit die Wahrscheinlichkeit für Kreuzschmerzen erhöhen.

 


Kommentar «Rückenschmerzen - Daten und Fakten»