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Krankheiten referenzindex «Schädel-Hirn-Trauma - Diagnose»

Alle Menschen, die ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) erlitten haben, sollten umgehend neurologisch und chirurgisch untersucht werden. Geeignete Anlaufstellen sind die chirurgischen Notfallaufnahmen von Krankenhäusern sowie in leichten Fällen auch sogenannte D-Ärzte (Durchgangsärzte). Das sind Chirurgen und Orthopäden, die auf Sofortmaßnahmen nach Unfällen spezialisiert sind. Kinder sollten nach Möglichkeit von einem Kinderarzt oder Kinder-Neurologen (Neuropädiater) untersucht werden.

Bei Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma versucht der Arzt herauszufinden, unter welchen Umständen sich der Unfall ereignet hat. Hilfreich sind dabei Zeugen des Unfallhergangs oder Sanitätskräfte, die vor Ort waren. Ziel ist es, eine klare Vorstellung davon zu gewinnen, wie lange der Verletzte bewusstlos war und über welchen Zeitraum sich ein möglicher Gedächtnisverlust erstreckt. Diese Informationen helfen dem Arzt, den Schweregrad des Schädel-Hirn-Traumas einzuschätzen.

Größere Knochenbrüche am Schädel, vor allem wenn dabei die einzelnen Bruchstücke gegeneinander verschoben sind, lassen sich auch auf Röntgenbildern darstellen. Da aber Verletzungen des Gehirns im Vordergrund stehen, wird bei allen schwereren Verletzungen in der Regel sofort ein Computertomogramm (CT) angefertigt. Nur so kann ein schwerer Hirnschaden ausgeschlossen werden. Röntgenuntersuchungen des Schädels werden nur dann vorgenommen, wenn kein Computertomograf verfügbar ist.

In der Frühphase eines Schädel-Hirn-Traumas – direkt nach dem Unfall – gilt das CT als beste Untersuchung, um Gehirnblutungen, -prellungen und andere gefährliche Verletzungen sichtbar zu machen. Nur wenn das CT keine Auffälligkeiten erkennen läßt und weiterhin unfallbedingte Beschwerden bestehen, kann eine Kernspintomografie (MRT) folgen.

Zusätzlich zum CT lässt der Arzt bei einem Schädel-Hirn-Trauma auch Blut-Untersuchungen vornehmen, zum Beispiel um die Menge an Blutplättchen (Thrombozyten) und andere Gerinnungsparameter zu bestimmen.


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