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Krankheiten referenzindex «Schlafapnoe»

Schlafapnoe

Janina Dierks/Fotolia.comBeschreibung

Schnarchen ist ein weitverbreitetes Phänomen. Meist stört das nur den Schlaf des Partners, während die schnarchende Person selbst nichts davon bemerkt. Schnarcht jemand besonders laut und unregelmäßig, kann dies jedoch ein Hinweis auf eine Schlafapnoe sein. Bei dieser Atemstörung kann es zu einem vorübergehenden, bedrohlichen Atemstillstand kommen.

Am häufigsten von einer Schlafapnoe betroffen sind übergewichtige Männer im mittleren Lebensalter. Die Schlafapnoen gehören wie das "normale" Schnarchen zu den schlafbezogenen Atemstörungen.

Die obstruktive Schlafapnoe (OSAS) ist die häufigste Form der Schlafapnoen. Während des Schlafs erschlaffen die Muskeln des weichen Gaumens, der sich zwischen dem Ansatz der Zunge und den Gaumenzäpfchen befindet. Dadurch verschließen sich die Luftwege teilweise oder vollkommen und der Schlafende kann nicht mehr richtig atmen.

Alarmiert durch den Sauerstoffmangel, versucht der Körper, Luft zu holen. Er aktiviert abrupt die Atemmuskeln von Zwerchfell und Brustkorb, der Schlafende wacht dabei meist kurzzeitig auf. Dieses Aufwachen nennen Mediziner Arousal. Setzt die Atmung anschließend wieder ein, folgen meist mehrere tiefe Atemzüge. Die Atemstillstände können zehn Sekunden bis zwei Minuten dauern und bis zu hundert Mal pro Nacht auftreten. Der Betroffene kann sich am nächsten Morgen meist nicht mehr an die Schlafunterbrechung erinnern.

Durch die Atemstillstände der Schlafapnoe sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut. Um den Körper ausreichend zu versorgen, erhöht das Herz seine Leistung. Der Blutdruck steigt, in einigen Fällen kommt es zu Herzrhythmusstörungen.

Die zweite Form der Schlafapnoe ist die zentrale Schlafapnoe. Bei ihr bleiben die Atemwege zwar geöffnet, die Atemmuskeln von Brust und Zwerchfell bewegen sich jedoch nicht ausreichend. Durch die ausbleibende Atmung sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut und der Schlafende wird vom Gehirn geweckt. Unter einer zentralen Schlafapnoe leiden vor allem ältere Menschen. Diese Variante der Atemstörung ist oft harmlos und muss meist nicht behandelt werden. Nur wenn sie zusammen mit einer Herzschwäche oder Nervenstörungen auftritt, sollte ein Arzt hinzugezogen werden.


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