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Krankheiten referenzindex «Schuppen bei Hautkrankheiten»

Schuppen bei HautkrankheitenSchuppen bei HautkrankheitenSchuppen bei Hautkrankheiten

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Jeder Zweite betroffen

Viele Menschen bemerken im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal Schuppen auf ihrem Kopf. In den allermeisten Fällen sind die kleinen Hautfetzen harmlos und eine vorübergehende Erscheinung. Sie entstehen, wenn sich die menschliche Kopfhaut erneuert.

Kopfschuppen können aber auch eine Begleiterscheinung von Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder der Schuppenflechte sein - dann sind sie kein rein kosmetisches Problem mehr. Ein Arzt kann die genaue Ursache klären.

Suchen Sie daher einen Hautarzt auf, wenn:

  • Schuppen stark jucken
  • Sich Krusten auf der Haut bilden
  • Die Haut zusätzlich entzündet ist

Häufige Hautkrankheiten

Bei folgenden Hauterkrankungen können Kopfschuppen entstehen:

» Seborrhoisches Ekzem

Diese Erkrankung hat ihre Ursache in einer höchstwahrscheinlich anlagebedingt gesteigerten Talgproduktion. Sie zeigt sich vor allem an Hautarealen mit besonders viel Talgdrüsen, beispielsweise auf dem behaarten Kopf und im Gesicht. Dabei besitzt diese Stoffwechselstörung ein sehr weites Spektrum: Von der Minimalversion, die viele für die Ursache der "herkömmlichen" Schuppen halten, bis hin zu schweren Verläufen, die unbedingt in die Hand eines Hautarztes gehören.

Auf der fettig-schuppenden Kopfhaut sieht man zusätzlich leicht entzündete, scharf begrenzte gelblich-rote Herde. Das seborrhoische Ekzem besteht häufig ein Leben lang und kehrt auch nach erfolgreicher Behandlung in Schüben wieder. Mehr Männer als Frauen leiden darunter.

» Pilzbefall

Auf der Haut des Menschen finden sich viele verschiedene Pilzarten. Das Immunsystem hält das Wachstum dieser Pilze in Grenzen, sie lösen daher keine Krankheitszeichen aus. Wird die Immunabwehr aber geschwächt, beispielsweise durch intensive Sonneneinstrahlung oder eine Erkrankung, können sich die Pilze deutlich vermehren. Juckreiz, Ausschlag und Schuppen können die Folgen sein.

» Psoriasis (Schuppenflechte)

Die Schuppenflechte ist eine gutartige Hauterkrankung. Typisch sind scharf begrenzte, rote, teils juckende, erhabene, mit silberweißen Schuppen bedeckte Hautveränderungen. Meist entstehen sie an der Haut der großen Gelenke, doch können sie auch den gesamten Körper befallen. Die Beschwerden sind mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt. Ursache der Psoriasis ist ein Angriff des Immunsystems auf die oberste Hautschicht, die sich als Reaktion stark vermehrt und schuppt. Der alleinige Befall der Kopfhaut ohne Erkrankung der Haut ist hier sehr unwahrscheinlich.

» Neurodermitis

Neurodermitis ist eine schubweise auftretende, chronische Entzündungsreaktion der Haut. Sie beginnt häufig bereits im Kleinkindalter. Bei Kleinkindern kann auch der Kopf betroffen sein. Die Krankheit zählt zu den allergischen Erkrankungen. Auch bei Erwachsenen tritt ein stark juckender, roter Ausschlag auf. Vor allem das Gesicht und die Beugen der großen Gelenke sind betroffen, es kann aber auch die Haut des gesamten Körpers verändert sein. Die Haut ist trocken, fleckig, rötlich und verdickt. Hautbakterien führen relativ leicht zum Ekzem – einer Entzündung der Haut.

» Fischschuppenkrankheit

Die Fischschuppenkrankheit (Ichthyosis vulgaris) ist eine seltene erbliche Hautkrankheit. Die Betroffenen leiden unter trockener Haut und einer vermehrten Bildung von Hautschuppen. Diese liegen pflasterartig nebeneinander und bilden ein Muster, ähnlich der Haut eines Reptils oder Fischs. Die Schuppen der Ichthyosis vulgaris sind grau bis grünlich und fallen feinpulverig ab. Die Krankheit bricht schon in den ersten Lebensjahren aus. Befallen sind vor allem die Streckseiten der Gliedmaßen, in seltenen Fällen können auch Rücken, Hände und Kopf befallen sein. Typischerweise sind die Gelenkbeugen frei von Schuppen.

» Kontaktallergie

Bei einer Kontaktallergie ist die Haut mit einer Substanz in Berührung gekommen, auf die sie übermäßig reagiert. Als Folge treten Rötung und Schwellung der Haut auf, die mit einem extremen Juckreiz und manchmal auch Brennen einhergehen. Später entwickeln sich kleine Bläschen, die eintrocknen und mit Schuppenbildung abheilen. Häufig sind hierfür Allergien auf Duftstoffe, Kosmetika und Aromastoffe verantwortlich. Halten sich Kopfschuppen hartnäckig und jucken, sollte ein Hautarzt eine mögliche Kontaktallergie ausschließen.

Seltene Ursachen

Zu den seltenen Ursachen für Kopfschuppen zählen:

» Sekundäre Syphilis: Sie zählt zu den Geschlechtskrankheiten. Im ersten Stadium nach einer Infektion entsteht meist ein schmerzloses Knötchen oder Geschwür an der Eintrittspforte der Bakterien (Genitalbereich, After oder Mund), das nach einiger Zeit von selbst abheilt. Wird die Syphilis nicht behandelt, kommt es zum Stadium II (Sekundäre Syphilis). Neben den grippeähnlichen Symptomen entsteht ein schuppender Hautausschlag, der den ganzen Körper befallen kann. In manchen Fällen tritt ein fleckartiger Haarausfall (Alopecia areolaris) auf.

» Scharlach: Dies ist eine durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit, die in der Regel im Kindesalter auftritt. Scharlach beginnt plötzlich mit hohem Fieber, Halsschmerzen und am zweiten Tag kommt es zum typischen Ausschlag und zur sogenannten "Himbeerzunge". Nach drei bis fünf Tagen verschwindet der Ausschlag. Ein bis drei Wochen später schält sich die Haut, vor allem an Händen und Füßen. Die kleieförmige Schuppung kann bis zu acht Wochen andauern.


Kommentar «Schuppen bei Hautkrankheiten»