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Krankheiten referenzindex «Subarachnoidalblutung - Symptome»

Subarachnoidalblutung - SymptomeSubarachnoidalblutung - SymptomeSubarachnoidalblutung - Symptome

Heftige Kopfschmerzen

Leitsymptome der Subarachnoidalblutung sind schlagartig auftretende heftigste Kopfschmerzen, meist im Hinterkopf ("wie vom Blitz getroffen"). Die Hälfte aller Erkrankten berichtet über diesen "Vernichtungskopfschmerz". Dazu kommen meist Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu und Nackensteife (Meningismus). Bei großen Blutungen können auch Bewusstseinstrübung und Bewusstlosigkeit, bis hin zu Atem- und Kreislaufstillstand auftreten.

Umgekehrt bestätigt sich aber nur bei zehn Prozent aller Patienten mit hammerartig einsetzenden Kopfschmerzen eine Subarachnoidalblutung (SAB). Treten zudem noch Krampfanfälle oder Lähmungen bestimmter Körperregionen auf, spricht das für eine zusätzliche Blutung im Inneren des Gehirngewebes (intrazerebrale Blutung).

Fünf Grade

Experten in Deutschland teilen die Schwere einer Subarachnoidalblutung in fünf Grade (Hunt und Hess Grade) ein. Diese richten sich nach der Ausprägung der Beschwerden und dem Punktwert in der sogenannten Glasgow-Coma-Skala (GCS): In dieser Skala erhält der Patient für bestimmte Reaktionen (wie Augenöffnen, Reaktion auf Schmerzreize und sprachliche Äußerungen), die bei der orientierenden Untersuchung am Unfallort erfasst werden, eine bestimmte Anzahl von Punkten. Diese werden zum Schluss addiert. Der schlechteste Wert ist drei, der beste 15.

  • Hunt und Hess Grad I: Keine oder nur leichte Kopfschmerzen, leichte Nackensteife, GCS-Wert 15.
  • Hunt und Hess Grad II: Starke Kopfschmerzen, Nackensteife, keine neurologischen Beschwerden außer möglicherweise Hirnnervenlähmungen durch direkten Druck des Subararchnoidalblutes auf die Hirnnerven, GCS-Wert 13-14.
  • Hunt und Hess Grad III: Benommenheit, Verwirrtheit oder leichte Lähmungen/Sensibilitätsstörungen in bestimmten Körperregionen, GCS-Wert 13-14.
  • Hunt und Hess Grad IV: Schwere Benommenheit oder Schläfrigkeit, Halbseitenlähmung, Störungen von Kreislauf, Atmung oder Temperaturregulation, GCS-Wert 7-12.
  • Hunt und Hess Grad V: Patient ist im Koma, Hinweise in der neurologischen Untersuchung, dass das Gehirn durch zu hohen Druck im Schädel einklemmen könnte, GCS-Wert 3-6.

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