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«abnobaVISCUM Crataegi 20 mg»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Wirkstoff
Jede Ampulle enthält 1 ml Auszug aus frischem Weißdornmistelkraut
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme / Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Was ist abnobaVISCUM Crataegi 20 mg und wofür wird es angewendet?
abnobaVISCUM Crataegi 20 mg ist ein anthroposophisches Arzneimittel zur begleitenden Behandlung bei Krebserkrankungen.
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis.
Dazu gehören:
Anregung von Form- und Integrationskräften zur Auflösung und Wiedereingliederung verselbständigter Wachstumsprozesse, z. B.:
• bösartige und gutartige Geschwulsterkrankungen
• Vorstufen bestimmter Krebserkrankungen (definierte Präkanzerosen)
• Vorbeugung gegen Rückfälle (Rezidivprophylaxe) nach Geschwulstoperationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was müssen Sie vor der ANWENDUNG von abnobaVISCUM CRATAEGI 20 mg beachten?
abnobaVISCUM Crataegi 20 mg darf nicht angewendet werden
• Bösartigen Erkrankungen der blutbildenden Organe
• Hypernephrom und malignem Melanom
• Akut entzündlichen bzw. hoch fieberhaften Erkrankungen: wenn eine akut entzündliche oder fieberhafte Erkrankung (Körpertemperatur über 38° C) vorliegt, sollten Sie die Behandlung erst nach Abklingen des Fiebers bzw. der Entzündung beginnen bzw. fortsetzen
• Chronischen granulomatösen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen
• Bekannten Allergien auf Mistelzubereitungen: Eine Fortsetzung der Therapie ist erst nach erfolgter Desensibilisierung möglich
• Hyperthyreose mit nicht ausgeglichener Stoffwechsellage
• Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von abnobaVISCUM CRATAEGI 20 mg ist erforderlich,
• wenn Sie die Dosis steigern: Durch eine zu starke Dosissteigerung (bei Überspringen der nächst stärkeren Dosierung auf die übernächste) kann es zu allergoiden (allergischen Überempfindlichkeitsreaktionen ähnlichen) Reaktionen kommen, die ärztliche Notfallmaßnahmen erfordern.
• Nach Therapiepausen kann Ihre Reaktionsbereitschaft auf die Mistelgaben verändert sein. Ob und in welchem Maße Sie dann eine niedrigere Anfangsdosis erhalten, entscheidet Ihr Arzt.
• Wenn Sie unter primären Hirn- und Rückenmarkstumoren oder intracraniellen Metastasen mit Gefahr einer Hirndruckerhöhung leiden, sollten Ihnen die Präparate nur nach strenger Indikationsstellung und unter engmaschiger klinischer Kontrolle verabreicht werden.
• Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es ist nicht bekannt, ob abnobaVISCUM Crataegi 20 mg die Verkehrstüchtigkeit oder die ähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinflusst. Falls Sie jedoch Symptome wie Fieber verspüren, die mit der Anwendung von abnobaVISCUM Crataegi 20 mg zusammenhängen (siehe mögliche Nebenwirkungen), dürfen Sie so lange nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen, bis diese Symptome abgeklungen sind.

Wie wird es angewendet?

Wie ist abnobaVISCUM CRATAEGI 20 mg ANZUWENDEN?
Einleitungsphase
Dosierung und Häufigkeit der Anwendung
Soweit nicht anders angegeben, erfolgt die Dosierung stets mit 1 ml der Injektionslösung der angegebenen Stärke. Sie sollten die Behandlung mit der Stärke 0,02 mg dreimal wöchentlich beginnen und dann solange vorsichtig mit den nächst höheren Dosen schrittweise weiterführen, bis Sie die optimale Dosis erreicht haben. Die Dosierung erfolgt grundsätzlich individuell nach Anweisung des Arztes und richtet sich nach Ihrer Reaktionslage.
Ermittlung der individuellen Dosis
Die individuelle Dosis ist diejenige, bei der sich bei Ihnen mindestens eine der im folgenden genannten Reaktionen zeigt:
a) Änderung des subjektiven Befindens
Besserung des Allgemeinbefindens (Zunahme von Appetit und Gewicht, Normalisierung von Schlaf, Wärmeempfinden und Leistungsfähigkeit) und der psychischen Befindlichkeit (Aufhellung der Stimmungslage, Zunahme von Lebensmut), Steigerung der Initiative und gegebenenfalls Schmerzlinderung zeigen Ihnen an, dass Sie im wirksamen Bereich dosieren.
Am Injektionstag eventuell auftretende Abgeschlagenheit, Frösteln, allgemeines Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und kurzzeitige Schwindelgefühle sind keine Zeichen von Unverträglichkeit, sondern weisen auf eine wirksame, möglicherweise schon zu hohe Dosierung hin. Wenn diese Erscheinungen innerhalb der nächsten 48 Stunden noch nicht abgeklungen sind oder ein tolerables Maß übersteigen, sollten Sie Ihren Arzt fragen.
b) Lokale Entzündungsreaktion
An der Injektionsstelle erfolgt eine Lokalreaktion. Diese sollte nicht größer als 5 cm im Durchmesser sein.
c) Temperaturreaktion
Es können drei Arten von Temperaturreaktionen beobachtet werden:
- Sofortreaktion: Ein Temperaturanstieg im Verlauf der nächsten Stunden nach der Injektion
- Rhythmisierende Reaktion: Man beobachtet die Wiederherstellung der im Normalfall auftretenden (physiologischen) Temperaturdifferenz zwischen morgens und abends von mindestens 0,5° C. Die erste Messung soll morgens vor dem Aufstehen, möglichst vor 7.00 Uhr, die zweite Messung nachmittags zwischen 14.00 und 18.00 Uhr nach einer halben Stunde Liegeruhe erfolgen. Es soll immer zur gleichen Zeit gemessen werden. Die zweite Messung sollten Sie möglichst zum Zeitpunkt des individuellen Temperaturmaximums durchführen. Falls es erforderlich ist, das individuelle Temperaturmaximum zu ermitteln, muss eine Tagesmessung durchgeführt werden. Dazu wird von 7.00 bis 21.00 Uhr alle zwei Stunden nach Liegeruhe gemessen.
- Spätreaktion: Im Verlauf der Behandlung steigt der mittlere Temperaturwert, der zwischen dem morgendlichen und abendlichen liegt, an.
d) Immunologische Reaktion
Ihr Arzt kann durch Laboruntersuchungen Ihres Blutes eine positive Reaktion Ihres Immunsystems feststellen. Dies kann durch einen Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen (Lymphozyten und Eosinophile) im Blut nachgewiesen werden.
Bei manchen Patienten zeigt sich ausschließlich eine Temperaturreaktion. Bei den meisten Patienten beobachtet man jedoch Kombinationen aller vier Reaktionsarten.
Die individuelle Dosis kann schon bei der Stärke 0,02 mg vorliegen. Andernfalls erhöhen Sie die Dosis schrittweise auf die Stärke 0,2 mg, 2 mg und 20 mg mit jeweils 3 Injektionen pro Woche.
Da beim Übergang von einer Stärke auf die nächst höhere Konzentration heftige Reaktionen auftreten können, sollten zunächst nur 0,5 ml Injektionslösung der nächst höheren Konzentration injiziert werden.
Falls schon bei der Stärke 0,02 mg zu starke Reaktionen auftreten, sollten Sie auf die Potenzstufe D6 übergehen. Falls auch hier zu starke Reaktionen auftreten, sollten Sie nur ein Drittel der Ampulle verwenden, auf D10 oder nach Rücksprache mit Ihrem Arzt auf abnobaVISCUM eines anderen Wirtsbaumes wechseln.
Gelingt es nicht, eine der genannten Reaktionen zu erzielen, so fragen Sie bitte Ihren behandelnden Arzt. Er wird eventuell die Injektionshäufigkeit ändern oder auf abnobaVISCUM eines anderen Wirtsbaumes wechseln.
Wenn Sie durch Ihre Tumorerkrankung Fieber bekommen können die Temperaturreaktionen nicht zur Ermittlung der individuellen Dosis herangezogen werden, es wird mit niedrigen Konzentrationen eine Normalisierung und Rhythmisierung der Körpertemperatur angestrebt. In diesen ällen dienen die lokalen Entzündungsreaktionen und das Allgemeinbefinden Ihrem Arzt neben den üblichen onkologischen Verlaufskriterien zur Orientierung.
Ändert sich im Laufe der Behandlung Ihre Reaktionslage, so muss auch die individuelle Dosis neu ermittelt werden. Neben Allgemeinbefinden, Lokal- und Temperaturreaktion können auch immunologische Parameter zur Beurteilung Ihrer Reaktionsfähigkeit herangezogen werden. Auch während einer Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie oder nach einer Operation kann sich Ihre individuelle Reaktionslage verändern und so eine Dosisanpassung erforderlich machen.
Erhaltungsphase
Mit der so ermittelten optimalen individuellen Konzentration bzw. Dosis wird die Behandlung fortgesetzt. Zur Vermeidung von Gewöhnungseffekten empfiehlt sich eine rhythmische Anwendung:
- Abwechslung mit geringeren Konzentrationen bzw. Dosen in Form auf- und evtl. auch absteigender Dosierungsreihen
- Rhythmisierung der Injektionsintervalle, z. B. Injektion am Tag 1, 2 und 5 jeder Woche
- Einfügung von Pausen, z. B. Wochen Pause nach 4 Wochen Therapie
In Abständen von 3 – 6 Monaten sollte die Dosierung anhand der Patientenreaktion (siehe unter 3. a – d „Wie ist ABNOBAVISCUM CRATAEGI 20 mg anzuwenden?“) sowie des Tumorverhaltens überprüft werden.
Applikationshäufigkeit
Subcutane Injektion: x wöchentlich, soweit nicht anders verordnet.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Behandlung ist prinzipiell nicht begrenzt. Sie wird von Ihrem Arzt festgelegt und richtet sich nach dem jeweiligen Risiko für ein Tumorrezidiv (Wiederauftreten eines gleichartigen Tumors nach vorausgegangener Behandlung) und nach Ihrem individuellen Befinden bzw. Befund. Sie sollte mehrere Jahre betragen, wobei in der Regel Pausen in zunehmender Länge eingelegt werden.
Zeiten seelischer und körperlicher Belastung, insbesondere Viruserkrankungen, erfordern eine intensivere Beobachtung. Während der Ferien oder Reisen sollten Sie die Behandlung fortsetzen.
Art der Anwendung
Der Inhalt der Ampulle wird auf eine Spritze aufgezogen und streng subkutan injiziert. Da die Präparate unter strengem Oxidationsschutz hergestellt worden sind, sollten sie unmittelbar nach dem Öffnen der Ampullen injiziert werden. Angebrochene Ampullen dürfen nicht mehr für eine spätere Injektion verwendet werden.
Die subcutane Injektion erfolgt in Tumor- oder Metastasennähe. Nicht in entzündete Hautbereiche (z. B. Lokalreaktion) oder Bestrahlungsfelder injizieren. Falls die Injektion in Tumornähe für den Patienten zu belastend ist, kann z.B. auf Bauch, Oberschenkel oder Oberarm ausgewichen werden.
Nach der Injektion sollten Sie möglichst eine Ruhepause einlegen.
Wenn Sie eine größere Dosierung abnobaVISCUM Crataegi 20 mg angewendet haben, als Sie sollten,
können Reaktionen wie sie unter Nebenwirkungen beschrieben sind, auftreten. Die nächste Injektion sollte dann erst nach Abklingen dieser Symptome und in reduzierter Dosierung erfolgen.
Wenn Sie die Anwendung von abnobaVISCUM Crataegi 20 mg vergessen haben,
folgen Sie für die weiteren Injektionen Ihrem normalen Therapieplan.
Wenn Sie die Anwendung von abnobaVISCUM Crataegi 20 mg abbrechen,
müssen Sie bei Neubeginn der Therapie wieder mit der niedrigen Anfangsdosierung beginnen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme/Anwendung von abnobaVISCUM CRATAEGI 20 mg mit anderen Arzneimitteln
Zu Wechselwirkungen mit anderen immunmodulierenden Substanzen (z.B. Thymusextrakten) liegen keine Untersuchungen vor. Bei zeitnaher Anwendung entsprechender Präparate ist eine vorsichtige Dosierung und Kontrolle geeigneter Immunparameter empfehlenswert.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Siehe unter 2. „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von abnobaVISCUM Crataegi
20 mg ist erforderlich, “
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann abnobaVISCUM Crataegi 20 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Einige dieser Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und Notfallmaßnahmen, wie sie bei Schock üblich sind, erfordern.
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
Eine geringe Steigerung der Körpertemperatur, örtlich begrenzte entzündliche Reaktionen um die Einstichstelle der subcutanen Injektion sowie vorübergehende leichte Schwellungen regionaler Lymphknoten sind unbedenklich.
Bei Fieber über 38 °C (evtl. mit Abgeschlagenheit, Frösteln, allg. Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und kurzzeitigen Schwindelgefühlen) oder bei größeren örtlichen Hautreaktionen über 5 cm Durchmesser sollte die nächste Injektion erst nach Abklingen dieser Symptome und in reduzierter Konzentration bzw. Dosis gegeben werden.
Das durch abnobaVISCUM Crataegi 20 mg-Injektion hervorgerufene Fieber soll nicht durch fiebersenkende Arzneimittel unterdrückt werden. Bei länger als drei Tage anhaltendem Fieber ist an einen infektiösen Prozess oder Tumorfieber zu denken.
Übermäßige lokale Reaktionen lassen sich durch Verdünnung des Ampulleninhaltes mit physiologischer Kochsalzlösung vermindern.
Es können örtliche oder allgemeine allergische oder allergoide Reaktionen (generalisierter Juckreiz, Nesselsucht, Hautausschläge, allergische Schwellung in Mund und Hals (Quinckeödem), Schüttelfrost, Atemnot, Verkrampfung der Atemwege, Schock) auftreten, die ein Absetzen des Präparates und sofortige ärztliche Behandlung erforderlich machen.
Es kann zur Aktivierung von Entzündungen kommen (z.B. chronische Sinusitis, Zahnwurzelgranulome, Gingivitis).
Venen können mit entzündlichen Reizerscheinungen (Thrombophlebitis) reagieren. Eine vorübergehende Therapiepause ist erforderlich.
Es wurde über das Auftreten chronisch granulomatöser Entzündungen (Sarkoidose und Erythema nodosum) und von Autoimmunerkrankungen (Erythema exsudativum multiforme und Kälteagglutininerkrankung) berichtet.
Bei primären Hirn- und Rückenmarkstumoren oder bei Hirnmetastasen ist theoretisch eine Hirndruckerhöhung nicht auszuschließen.
Es kann zu einem Anstieg des Harnsäurespiegels, zu einem Abfall der Albuminkonzentration und einem Abfall des Gesamtproteins kommen.
Ein immunsuppressiver Effekt höherer Dosierungen ist nicht auszuschließen. Systematische Untersuchungen liegen hierzu nicht vor.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist abnobaVISCUM CRATAEGI 20 mg aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Ampullenetikett nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen :
Im Kühlschrank lagern (2°C bis 8°C). Nicht einfrieren.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch
Angebrochene Ampullen dürfen nicht mehr für eine spätere Injektion verwendet werden.

Zusätzliche Informationen

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
abnobaVISCUM Crataegi 20 mg
Injektionslösung


Bewertungen «abnobaVISCUM Crataegi 20 mg»