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«Aciclostad 200 mg Tabletten»

Aciclostad 200 mg Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Aciclostad 200 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Virusinfektionen (Vi-rostatikum).

Aciclostad 200 mg wird angewendet

  • Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen, insbesondere von erstmalig und wiederholt auftretenden Herpes genitalis (schmerzhaften Bläschen im Genitalbereich) der Haut und Schleimhäute bei Patienten mit gesunder Ab-wehr.
  • Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit geschwäch-ter Abwehr

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Aciclostad 200 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Aciclovir, Valaciclovir oder einen der sonstigen Bestandteile von Aciclostad 200 mg sind.
  • zur vorbeugenden Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nieren-

funktion bzw. bei Patienten mit stark verminderter Harnausscheidung (A-nurie) (siehe "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Aciclostad 200 mg-Tabletten ist erforderlich").

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Aciclostad 200 mg ist erforder-lich
Aciclostad 200 mg Tabletten sollten so früh wie möglich nach Auftreten der ers-ten Anzeichen einer Infektion eingenommen werden. Insbesondere bei wieder-kehrenden Herpes simplex-Infektionen sollte mit der Einnahme von Aciclostad 200 mg-Tabletten bereits beim Auftreten der ersten Anzeichen einer erneuten Erkrankung (z. B. Juckreiz, Spannungsgefühl, erste Bläschen) begonnen wer-den.

Wenn bei Ihnen eine Einschränkung der Nierenfunktion festgestellt worden ist, teilen Sie dies Ihrem Arzt mit. Gegebenenfalls wird der behandelnde Arzt eine Dosisanpassung vornehmen.

Während einer hochdosierten Behandlung mit Aciclostad 200 mg Tabletten so-wie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, wie sie bei älteren Patien-ten vermehrt auftreten kann, sollte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geach-tet werden.

Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt oder Ihre Harnproduktion stark ver-mindert ist (Anurie), sollen Sie Aciclostad 200 mg nicht zur Vorbeugung anwen-den, da über den Einsatz von Aciclostad 200 mg unter diesen Bedingungen noch keine Erfahrungen vorliegen.

Insbesondere bei der Anwesenheit von Bläschen sind Maßnahmen zu treffen, die eine Übertragung der Virus-Infektion zu vermeiden helfen. Befragen Sie in diesem Fall Ihren Arzt.

Bei längerdauernder Therapie sind Blutbild-, Leber- und Nierenkontrollen not-wendig. Halten Sie sich bitte an die Anweisungen Ihres Arztes.

Bei Einnahme von Aciclostad 200 mg mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Cimetidin (Magen-Darm-Mittel) und Probenecid (Arzneimittel gegen Gicht ver-ringern die Ausscheidung von Aciclovir über die Nieren, was zu einer längeren Verweildauer von Aciclovir im Körper führen kann.

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Aciclovir und einem Abbaustoff von My-cophenolatmofetil (ein Arzneimittel gegen Abstoßungsreaktionen nach Organ-

transplantationen) ) wurde ein ähnlicher Anstieg der Verweildauer von Aciclovir im Körper gefunden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Sollte sich eine Behandlung in der Schwangerschaft als notwendig erweisen, so wird Ihr Arzt den Nutzen und die möglichen Risiken sorgfältig gegeneinander abwägen.
Der Eintritt einer Schwangerschaft während der Behandlung mit Aciclostad 200 mg-Tabletten sollte vermieden werden.

Nach Einnahme von Aciclovir-haltigen Arzneimitteln wurde Aciclovir in der Mut-termilch gefunden. Deshalb soll während der Behandlung mit Aciclostad 200 mg nicht gestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Aciclostad 200 mgTabletten

Dieses Arzneimittel enthält 217,6 mg Lactose-Monohydrat. Wenn Ihnen be-kannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden, nehmen Sie Acic-lostad 200 mg-Tabletten bitte erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Aciclostad 200 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten, insbesondere von erstmalig und wiederholt auftretenden Herpes genitalis (schmerzhaften Bläschen im Genitalbereich) der Haut und Schleimhäute bei Patienten mit ge-sunder Immunabwehr.

Erwachsene
200 mg Aciclovir (= 1 Aciclostad 200 mg Tablette) 5 x täglich im Abstand von 4 Stunden, mit einer Einnahmepause in der Nacht.

Bei Patienten mit stark beeinträchtigter Abwehr (z.B. nach Knochenmarktrans-plantationen) oder bei Patienten mit ungenügender Wirkstoffaufnahme aus dem Darm sollte eine Erhöhung der Einzeldosis auf 400 mg oder eine intravenöse Verabreichung von Aciclovir in Betracht gezogen werden.

Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionenbei Patienten mit geschwäch-ter Abwehr

Erwachsene
200 mg Aciclovir (= 1 Aciclostad 200 mg Tablette) 4x täglich im Abstand von 6 Stunden.

Bei Patienten nach Knochenmarktransplantationen oder bei Patienten mit un-genügender Aufnahme aus dem Darm ist eine intravenöse Verabreichung zu bevorzugen. Alternativ dazu kann Ihr Arzt eine Dosierung von 400 mg 4 x täg-lich in etwa 6-stündigen Abständen in Betracht ziehen.

Kinder
Zur Behandlung von Herpes simplex-Infektionen mit gesunder Abwehr sowie zur Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen mit geschwächter Abwehr er-halten Kinder über 2 Jahre die gleiche Dosis wie Erwachsene. Kinder unter 2 Jahre erhalten die Hälfte der Erwachsenendosis

Für Kinder stehen auch besser geeignete Darreichungsformen zur Verfügung.

Ältere PatientenBei älteren Patienten nimmt die Aciclovir- Gesamtausscheidung parallel zur Kreatinin-Clearance ab.
Bei älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist besonders auf eine Dosisanpassung zu achten.

Patienten mit Niereninsuffizienz
Die Dosierung wird im Einzelfall in Abhängigkeit von Laborwerten (Kreatinin-Clearance) vom Arzt festgesetzt.

Kreatinin-Clearance über 10 ml/min
(Serumkreatinin: Frauen < 550 µMol/l, Männer < 750 µMol/l): Standarddosie-rung.

Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min:
200 mg (= 1 Aciclostad 200 mg Filmtablette) 2 x täglich im Abstand von 12 Stunden.

Art der Anwendung
Die Einnahme der Tabletten sollte möglichst nach den Mahlzeiten mit ausrei-chend Flüssigkeit erfolgen.

Dauer der Anwendung
Bei Herpes simplex Infektionen beträgt die Behandlungsdauer 5 Tage, kann je-doch von Ihrem Arzt, abhängig vom Heilungserfolg, verlängert werden. Zur Vorbeugung von Herpes simplex-Infektionen bei Patienten mit geschwächter Abwehr richtet sich die Dauer der Behandlung nach dem erhöhten Infektionsrisi-ko des Patienten.

Wenn Sie eine größere Menge Aciclostad 200 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Nach der Einnahme von bis zu 20 g sind im Allgemeinen keine Vergiftungser-scheinungen zu erwarten. Die versehentliche wiederholte Einnahme von Acic-lovir über mehrere Tage wurde von Übelkeit und Erbrechen sowie von Kopf-schmerzen und Verwirrtheit begleitet.

Falls Sie zu viele Tabletten eingenommen haben oder ein Kind einige Tabletten geschluckt hat, nehmen Sie sofort Kontakt mit einem Arzt oder der Notfallabtei-lung des nächsten Krankenhauses auf. Nehmen Sie die restlichen Tabletten oder die Verpackung mit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirk-stoff informieren kann

Wenn Sie die Einnahme von Aciclostad 200 mg vergessen haben nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme wie gewohnt zum nächsten vorge-sehenen Zeitpunkt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Aciclostad 200 mg abbrechen
Selbst bei einer spürbaren Besserung Ihres Befindens sollten Sie die Behand-lung mit Aciclostad 200 mg zu Ende führen, um den Heilungserfolg nicht zu ge-fährden. Sollten Sie sich unsicher sein, z.B. wegen auftretender Nebenwirkun-gen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie eigenmächtig die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden!

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Aciclostad 200 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig : mehr als 1 Behandelter von 10;
Häufig :1 bis 10 Behandelte von 100;
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1000;
Selten: Weniger als 1 bis 10 Behandelte von 10 000;
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000;

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätz-bar

Untersuchungen
Selten: Beeinträchtigung der Nierenfunktion mit Anstieg bestimmter Laborwerte (Se-rumharnstoff und Kreatinin), Beeinträchtigung der Leberfunktion mit vorüberge-hendem Anstieg bestimmter Laborwerte (Bilirubin und Leberenzyme)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten: Blutarmut (Anämie), verringerte Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukope-nie) , Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel
Sehr selten:
Zittern, Störung in der Koordination von Bewegungsabläufen (Ataxie), Schwie-rigkeiten beim Sprechen, Krampfanfälle, Hirnveränderung (Enzephalopatie)

Viele der genannten Nebenwirkungen bilden sich zurück und kommen übli-cherweise bei Patienten mit geschädigter Nierenfunktion oder anderen Erkran-kungen, die das Auftreten dieser unerwünschten Wirkungen begünstigen.

Erkrankungen der Atmungsorgane
Selten: Atemnot

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Häufig: Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmer-zen

Erkrankungen der Niere und Harnwege
Sehr selten: Nierenfunktionsstörungen, Blut im Harn, Nierenschmerzen, akutes Nierenver-sagen

Nierenschmerzen können mit Nierenversagen in Zusammenhang stehen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Juckreiz, Hautausschlag (einschließlich Lichtempfindlichkeit)
Gelegentlich:
Nesselausschlag, vermehrte Haarausdünnung (diffuser Haarausfall)
Selten:

Plötzlich auftretende Schwellungen vor allem im Gesichtsbereich, bei Beteili-gung von Zunge und Kehlkopf unter Umständen mit Schluckbeschwerden und Atemnot (sogenanntes Angioödem)

Allgemeine Erkrankungen
Häufig: Erschöpfung, Fieber

Erkrankungen des Immunsystems
Selten: Akute allergische Reaktion (Anaphylaxie)

Leber- und Gallenerkrankungen
Sehr selten: Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht.

Psychiatrische Erkrankungen
Sehr selten: Unruhe, Verwirrtheit, Halluzinationen, Zeichen von Psychosen, Entfremdungs-erlebnisse (verschwanden nach Absetzen des Arzneimittels), Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit,Bewusstlosigkeit (Koma)

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemer-ken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 °C lagern!

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach Verw. bis ange-gebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


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