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«Bambec 10 mg - Tabletten»

Bambec 10 mg - Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Bambec enthält Bambuterol, eine Substanz, die erst im Körper langsam in die eigentlich wirksame Substanz Terbutalin umgewandelt wird und eine Weitstellung der Bronchien bewirkt, die in vielen Fällen über einen Zeitraum von 24 Stunden anhält. Es eignet sich daher besonders zur Behandlung von Lungenkrankheiten, bei denen es zu einer Verkrampfung der Muskulatur der Bronchien kommt.

Die abendliche Einnahme verhindert während der Nacht die Asthmabeschwerden. Die Wirkung hält in vielen Fällen auch noch während des folgenden Tages an.

Anwendungsgebiete Erwachsene und Jugendliche:
Verhütung und Behandlung von Atemwegserkrankungen, die mit einer Verengung der Atemwege durch Krämpfe der Bronchialmuskulatur einhergehen (obstruktive Atemwegserkrankungen)

Kinder (2-11 Jahre):
Bronchospasmus (reversible Atemwegsobstruktion) bei Asthma bronchiale

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bambec darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Bambuterolhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Bambec sind.
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Terbutalin oder andere Sympathomimetika sind.
  • wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden
  • bei unregelmäßigem, insbesondere zu schnellem Herzschlag
  • bei einer bestimmten Form der Verengung der Hauptschlagader 1
  • von Kindern unter 2 Jahren

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bambec ist erforderlich,

  • bei Bluthochdruck
  • bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße (Angina pectoris)
  • bei bestimmten anderen Herzmuskelerkrankungen
  • bei frischem Herzinfarkt
  • bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • bei Phäochromozytom (meist im Nebennierenmark liegender, Adrenalin und Noradrenalin, selten auch Dopamin produzierender Tumor)
  • bei Schilddrüsenüberfunktion

Bitte berichten Sie Ihrem Arzt vor Beginn der Einnahme:
Wenn Sie in Ihrer Vergangenheit an einer Herzerkrankung, unregelmäßigem Herzrhythmus oder an einem Engegefühl in der Herzgegend (Angina pectoris) gelitten haben.

Eine Behandlung mit Bambec kann zu möglicherweise schwerwiegendem Kaliummangel im Blut führen. Besondere Vorsicht ist geboten bei sehr schwerem Asthma, da das damit verbundene Risiko durch Sauerstoffmangel im Blut verstärkt werden kann.

Teilen Sie bitte Ihrem behandelnden Arzt alle Ihnen persönlich bekannten weiteren Erkrankungen mit (vor allem Schilddrüsenüberfunktion, Zuckerkrankheit und Lebererkrankungen).

Bitte teilen Sie vor einer Operation dem Narkosearzt mit, dass Sie Bambec einnehmen.

Wenn inhalative Corticosteroiode (entzündungshemmende Medikamente) Ihre Asthmabeschwerden nicht ausreichend lindern, kann Ihnen Ihr Arzt zusätzlich Bambec verschreiben. Sie müssen allerdings Ihre entzündungshemmenden Medikamente auch nach dem Beginn der Behandlung mit Bambec weiter einnehmen, auch wenn sich die Asthmabeschwerden verringern.
Wenn ein zuvor erfolgreiches Behandlungsschema nicht länger die gleiche Verbesserung der Beschwerden bewirkt, ist anzunehmen, dass sich die zugrundeliegende Erkrankung verschlechtert hat. In diesem Fall sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen und dieser sollte eine Neuberwertung der Asthmabehandlung durchführen.
Eine Behandlung mit Bambec darf nicht begonnen werden und die Dosis nicht erhöht werden, wenn sich Ihr Asthma deutlich oder akut verschlechtert hat.

Die Anwendung des Arzneimittels Bambec 10 mg - Tabletten kann bei Doping Kontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Bambec mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bambec kann die muskelentspannende Wirkung von bestimmten Medikamenten (z.B. Succinylcholin) verlängern.

Bambec sollte bei Patienten, die andere Sympathomimetika erhalten mit Vorsicht angewendet werden.
Bestimmte herzwirksame Arzneimittel (Betarezeptorenblocker, vor allem jene vom nicht beta-2-selektiven Typ) heben die Wirkungen von Terbutalin (eigentlich wirksame Substanz von Bambec) auf und können bei Patienten mit Asthma bronchiale die Bronchialverengung verstärken, ebenso wie Mutterkornalkaloide.

Die blutzuckersenkende Wirkung von Medikamenten gegen die Zuckerkrankheit kann bei gleichzeitiger Einnahme von Bambec vermindert sein. Es kann sein, dass Ihr Arzt deshalb zu Beginn einer Behandlung mit Bambec öfters eine Blutzuckerkontrolle bei Ihnen durchführt.

Die gleichzeitige Gabe von Bambec und anderen Asthma-Mitteln (Betaadrenergika, Xanthinderivate, Anticholinergika, Steroide) kann die krampflösende Wirkung auf die Bronchien verstärken. Es kann jedoch dabei zu einer Zunahme unerwünschter Wirkungen, wie unregelmäßigem Herzschlag kommen.

Eine Behandlung mit Bambec kann zu Kaliummangel im Blut führen. Dieser kann durch gleichzeitige Behandlung mit so genannten Xanthinderivaten, Steroiden und entwässernden Arzneimitteln verstärkt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Obwohl im Tierversuch nach Anwendung von Bambuterol keine embryoschädigenden Effekte aufgetreten sind, sollte Bambuterol während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft nur in zwingend notwendigen Fällen angewendet werden.

Beta-Agonisten sollten aufgrund der wehenhemmenden Wirkung gegen Ende der Schwangerschaft mit Vorsicht angewendet werden.
Die Gruppe der Arzneimittel zu denen Bambec gehört, kann beim Ungeborenen zu schnellem Herzschlag führen, oder andere Herzrhythmusstörungen auslösen. Nach der Behandlung der Mutter mit diesen Arzneimitteln wurde bei Frühgeborenen eine vorübergehende Senkung des Kaliumspiegels im Blut beobachtet.

Über die Anwendung in der Stillperiode entscheidet der Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Bambec hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Bambec

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Bambec 10mg - Tabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Bambec immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

für Erwachsene und Jugendliche (12- 18 Jahre):

Als Anfangsdosis wird 1 Tablette täglich (10 mg) empfohlen. Abhängig von der Wirkung kann die Dosis nach einer oder zwei Wochen auf 2 Tabletten täglich (20 mg) gesteigert werden.

Bei Patienten mit leichtem Asthma wird eine Anfangsdosis von ½ Tablette täglich (5 mg) empfohlen.

Ältere Patienten (> 65 Jahre):

Für ältere Patienten gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für Erwachsene.

Kinder von 2 - 6 Jahren:

Als Standarddosis wird 1-mal täglich ½ Tablette Bambec (= 5 mg) empfohlen. Abhängig vom klinischen Effekt kann der behandelnde Arzt nach 1-2 Wochen die Dosis auf 1 Tablette (=10mg) erhöhen.
Aufgrund von pharmakokinetischen Unterschieden sollten asiatische Kinder maximal eine halbe Tablette Bambec (= 5 mg) erhalten.

Kinder von 6 - 11 Jahren:

Als Startdosis wird 1-mal täglich 1 Tablette Bambec (= 10 mg) empfohlen. Bei ausreichender Verträglichkeit kann die Dosis, abhängig vom klinischen Effekt, nach 1 - 2 Wochen verdoppelt werden (= 20 mg).
Aufgrund von pharmakokinetischen Unterschieden sollten asiatische Kinder maximal 1 Tablette Bambec (= 10 mg) erhalten.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Da der Wirkstoff von Bambec hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird, sollte die Dosis von Bambec bei beeinträchtigter Nierenfunktion halbiert werden (= 1-mal täglich ½ Tablette).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit Leberzirrhose und wahrscheinlich auch bei Patienten mit anderen Gründen für eine schwere Beeinträchtigung der Leberfunktion wurde eine nicht vorhersehbare Variabilität des Verstoffwechselung von Bambuterol zu Terbutalin beobachtet. Eine direkte Anwendung des aktiven Metaboliten Terbutalin (Bricanyl) ist bei diesen Patienten vorzuziehen. Siehe Pkt.2

Art der Anwendung

Zum Einnehmen mit etwas Flüssigkeit.
Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.
Bambec wird einmal täglich kurz vor dem Schlafengehen eingenommen.

Wenn Sie eine größere Menge von Bambec eingenommen haben, als Sie sollten

Überdosierung kann zu hohen Terbutalinspiegeln führen und daher sind dieselben Beschwerden wie bei einer Überdosierung von Terbutalin zu erwarten: Kopfschmerzen, Ängstlichkeit, Zittern, Übelkeit, Muskelkrämpfe, Herzrasen, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen. Nach Überdosierung von Terbutalin ist ein Abfall des Blutdruckes möglich. Es treten Hyperglykämie (zu hoher Zuckerspiegel im Blut) und Laktatazidose (erhöhter Milchsäuregehalt des Blutes) auf. Hohe Dosen von Beta-2-Agonisten können eine Hypokaliämie (zu wenig Kalium im Blut) verursachen, die jedoch meist keiner Behandlung bedarf. Die Überdosierung von Bambuterol verursacht wahrscheinlich auch eine über einige Tage anhaltende Hemmung der Cholinesterase (bestimmtes Enzym im Blut).

Hinweise für den Arzt:

Die Behandlung erfolgt hauptsächlich symptomatisch:

a) Geringfügige und mäßige Überdosierung:

Dosisreduktion, anschließend langsame Erhöhung der Dosis, falls der broncholytische Effekt unzureichend ist.

b) Schwere Fälle:

Magenspülung, Verabreichung von Aktivkohle, vorübergehendes Absetzen von Bambec, Bestimmung des Säure-Basen-Gleichgewichts, des Blutzuckers und der Elektrolyte. Herzfrequenz, -rhythmus und Blutdruck müssen genau beobachtet werden.

Metabolische Veränderungen sollen korrigiert werden. Zur Behandlung von Arrhythmien wird ein Beta-1-selektiver Rezeptorenblocker empfohlen. (Vorsichtig anwenden, wegen der Gefahr einer Bronchokonstriktion.) Wenn die Verringerung des peripheren Widerstandes zum Blutdruckabfall führt, sollte ein Plasmaexpander gegeben werden.

Bei Krämpfen werden Tranquilizer wie Diazepam (0,1 - 0,3 mg/kg KG, bis 10 mg i.v.) empfohlen.

Wenn Sie die Einnahme von Bambec vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Bambec abbrechen

kann sich Ihr Zustand wieder verschlechtern. Brechen Sie daher die Einnahme von Bambec nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Bambec Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Sehr häufig: Zittern, Kopfschmerzen
Verhaltensstörungen wie Unruhe

Häufig Herzklopfen,
Schlafstörungen
Muskelkrämpfe

Gelegentlich: Verhaltensstörungen wie Erregungszustände
Herzrhythmusstörungen, Tachykardie

Häufigkeit nicht bekannt Nesselsucht, Ausschlag, Schwellung der Schleimhäute der oberen Atemwege
Hypokalämie (zu niedriger Kaliumgehalt im Blut), Hyperglykämie (erhöhter Blutzucker), Hypercholesterinämie ( erhöhter Serum- Cholesterinspiegel)
Schwindel, Hyperaktivität
Myokardischämie (Minderdurchblutung des Herzmuskels)
Übelkeit

Obwohl nicht genau bekannt ist, wie häufig diese Nebenwirkung auftritt, können bei einigen Personen gelegentlich Schmerzen in der Brust (aufgrund von Herzerkrankungen wie Angina pectoris) auftreten. Bitte berichten Sie Ihrem Arzt/Ihrer Hebamme, wenn derartige Symptome während der Anwendung bei Ihnen auftreten. Setzen Sie jedoch das Medikament nicht ab, außer wenn Sie dazu aufgefordert werden.

Die meisten Nebenwirkungen klingen nach 1 - 2 Wochen ab. Ein Absetzen des Arzneimittels ist selten erforderlich.

Wie bei anderen Asthmamitteln dieser Substanzklasse kann es zu einer Abnahme des Serumkaliumspiegels kommen. Das kann sich unter Umständen in Form von Appetitlosigkeit, Verstopfung, unregelmäßigem oder beschleunigtem Herzschlag oder übermäßiger Wasseransammlung in den Beinen äußern.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 30 °C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Folienstreifen als „Verwendbar bis“ bzw. „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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