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«Berodual Inhaletten»

Berodual Inhaletten
Berodual Inhaletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Stoff- oder Indikationsgruppe oder Wirkungsweise
Ipratropiumbromid und Fenoterolhydrobromid sind bronchialerweiternde Wirkstoffe, die bei Atemnot im Rahmen von Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Bronchitis die verkrampften Atemwege rasch erweitern.
Anwendungsgebiete
Zur Verhütung und Behandlung von Atemnot bei chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen: Asthma bronchiale allergischer und nichtallergischer (endogener) Ursache, auch durch körperliche Belastung (Anstrengungsasthma), chronische Bronchitis mit Verengung der Atemwege (chronisch obstruktive Bronchitis) mit und ohne Lungenblähung (Emphysem).
Hinweis: Sofern eine Dauerbehandlung erforderlich ist, soll stets eine begleitende entzündungshemmende Behandlung erfolgen.
Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?
Die Anwendung bei Kindern darf nur auf ärztliche Anweisung und unter Aufsicht von Erwachsenen erfolgen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wann dürfen Sie Berodual Kapseln zur Trockeninhalation nicht anwenden?
Bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber Berodual Kapseln zur Trockeninhalation, einem der Inhaltsstoffe oder anderen Atropinabkömmlingen, bei Herzmuskelerkrankung mit muskulärer Einengung der Ausflußbahn der linken Herzkammer (hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie) und Herzfrequenzbeschleunigung mit unregelmäßigem Herzschlag darf das Arzneimittel nicht angewendet werden.
Wann dürfen Sie Berodual Kapseln zur Trockeninhalation erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden?
Im folgenden wird beschrieben, wann Sie Berodual Kapseln zur Trockeninhalation nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
Bei Patienten mit frischem Herzinfarkt und/oder schweren organischen Herz- und Gefäßerkrankungen, insbesondere bei Vorliegen einer beschleunigten Herzschlagfolge, sowie bei schwerer Schilddrüsenüberfunktion, Geschwulst der Nebenniere (Phäochromozytom), unausgeglichener Stoffwechsellage bei Zuckerkrankheit ist die Behandlung mit Berodual Kapseln zur Trockeninhalation ärztlich besonders abzuwägen.
Bei Patienten mit erhöhtem Augeninnendruck (Engwinkelglaukom) ist die Behandlung mit Berodual Kapseln zur Trockeninhalation sorgfältig abzuwägen und besonders darauf zu achten, daß das Arzneimittel nicht in die Augen gerät. Der Einsatz sollte ebenfalls sorgfältig abgewogen werden bei Patienten mit vergrößerter Prostata bzw. Harnblasenhalsverengung (siehe ,,Nebenwirkungen‘‘), sowie bei Patienten mit Leber- und Nierenunterfunktion.
Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Obwohl bisher keine fruchtschädigenden Wirkungen bekannt sind, sollten Berodual Kapseln zur Trockeninhalation in der Schwangerschaft, insbesondere während der ersten drei Schwangerschaftsmonate und während der Stillperiode, nur dann angewendet werden, wenn dies vom behandelnden Arzt nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung als notwendig erachtet wird.
Die Risiken einer unzureichenden Behandlung sollten dabei angemessen berücksichtigt werden.
Der Wirkstoff Fenoterol geht vom mütterlichen Kreislauf auf das ungeborene Kind über und kann dort substanzspezifische (sympathomimetische) Wirkungen auslösen. Am Ende der Schwangerschaft ist bei Behandlung mit Fenoterol ein kurzzeitiger wehenhemmender Effekt nicht auszuschließen.
Fenoterol tritt in die Muttermilch über.
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Verschlimmert sich die Atemnot während der Inhalation akut (paradoxe Bronchospastik), so sollte die Behandlung sofort abgesetzt werden und der Behandlungsplan vom Arzt überprüft werden.
Hinweise:
Da der Blutzucker bei Anwendung hoher Dosen Fenoterol ansteigen kann, ist bei Patienten mit unausgeglichener Stoffwechsellage bei Zuckerkrankheit eine wiederholte Blutzuckerkontrolle erforderlich.
Die Kaliumkonzentration im Blut kann unter der Behandlung absinken. Diese Kaliumverschiebung ins Gewebe kann besonders ausgeprägt sein bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen Asthmamedikamenten wie Methylxanthinen (Theophyllin), entzündungshemmenden Medikamenten (Kortikosteroiden) Digitalisglykosiden bzw. harntreibenden Medikamenten (Diuretika) behandelt werden.
Wenn zusätzlich zum Kaliummangel ein Sauerstoffmangel im Körper auftritt, kann dies die Herzschlagfolge beeinflussen.
Warnhinweis:
Kommt es trotz der verordneten Behandlung zu keiner befriedigenden Besserung oder gar zu einer Verschlechterung Ihres Leidens, ist ärztliche Beratung erforderlich, um die Therapie gegebenenfalls durch eine Kombination mit anderen Arzneimitteln oder eine Änderung der Dosierung neu festzulegen. Eine plötzliche und zunehmende Verschlechterung der Atemnot kann lebensbedrohlich sein. In diesen ällen muß unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Eine erhebliche Überschreitung der vorgeschriebenen Dosis kann gefährlich sein.
Im Zusammenhang mit schweren Krankheitsverläufen wurden Todesfälle berichtet, deren Vorgeschichte typischerweise durch eine nicht der Krankheitsschwere angepaßte Behandlung und/oder übermäßigen Gebrauch 2-adrenerger Arzneimittel (wie z.B. in Berodual Kapseln zur Trockeninhalation enthalten) gekennzeichnet war. Solche älle sind insbesondere Ausdruck der Tatsache, daß eine begleitende entzündungshemmende Basisbehandlung (z.B. mit inhalativen Kortikosteroiden) unterblieb, die nicht durch eine unkontrollierte bzw. überdosierte Anwendung von bronchialerweiternden Medikamenten auszugleichen ist.
Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten ohne sicheren Halt beachten?
Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen, insbesondere bei höherer Dosierung, kann die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn.

Wie wird es angewendet?

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Berodual Kapseln zur Trockeninhalation nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Berodual Kapseln zur Trockeninhalation sonst nicht richtig wirken können!
Wieviel Berodual Kapseln zur Trockeninhalation und wie oft sollten Sie diese anwenden?
Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Soweit nicht anders verordnet, gelten für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren folgende Empfehlungen:
- Zur Akutbehandlung plötzlich auftretender Bronchialkrämpfe und anfallsweise auftretender Atemnot wird eine Einzeldosis von 100 µg Fenoterolhydrobromid und 40 µg Ipratropiumbromid (entspricht dem Inhalt 1 Kapsel) inhaliert.
Meist führt bei einem akuten Anfall von Luftnot bereits die Anwendung 1 Kapsel zu einer raschen Erleichterung der Atmung.
Sollte sich die Atemnot 5 Minuten nach Inhalation der 1 Kapsel nicht spürbar gebessert haben, kann 1 weitere Kapsel genommen werden. Kann ein schwerer Anfall von Luftnot auch durch eine zweite Anwendung nicht behoben werden, können weitere Inhalationen erforderlich werden.
In diesen ällen muß unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
- Falls eine Dauerbehandlung für notwendig befunden wird, beträgt die Dosierung 1 Kapsel 3mal pro Tag. Sie soll bei Bronchialasthma von einer entzündungshemmenden Dauertherapie begleitet werden. Vorzugsweise sollten Zeitpunkt und Dosis der jeweiligen Einzelanwendung von Berodual Kapseln zur Trockeninhalation entsprechend der Häufigkeit und Schwere der Atemnot (symptomorientiert) gewählt werden.
Der Abstand der einzelnen Inhalationen soll mindestens 3 Stunden betragen.
Die Gesamttagesdosis soll 8 Kapseln nicht überschreiten, da eine höhere Dosierung im allgemeinen keinen zusätzlichen therapeutischen Nutzen erwarten läßt, aber die Wahrscheinlichkeit des Auftretens auch schwerwiegender Nebenwirkungen erhöht werden kann.
- Zur gezielten Vorbeugung bei Anstrengungsasthma oder vorhersehbarem Allergenkontakt wird 1 Kapsel, wenn möglich 10 – 15 Minuten vorher, inhaliert.
Wie und wann sollten Sie Berodual Kapseln zur Trockeninhalation anwenden?
Der Inhalt der Berodual Kapseln zur Trockeninhalation ist ausschließlich zum Inhalieren mit dem Inhalator M bestimmt und darf nicht eingenommen werden.
Die richtige Handhabung des Inhalators M ist für den Behandlungserfolg wesentlich.
Unmittelbar vor dem üllen des Vorratsmagazins wird der Aluminiumstreifen durch Ziehen an der markierten Stelle soweit geöffnet, daß die gewünschte Menge der Kapseln entnommen werden kann (Abb. 1).
Wie lange sollten Sie Berodual Kapseln zur Trockeninhalation anwenden?
Die Dauer der Behandlung wird durch den behandelnden Arzt bestimmt und richtet sich nach dem aktuellen Stand der Erkrankung.
Anwendungsfehler und Überdosierung
Was ist zu tun, wenn Berodual Kapseln zur Trockeninhalation in zu großen Mengen angewendet wurden (beabsichtigt oder versehentlich)?
Bei einer erheblichen Überschreitung der vorgesehenen Dosierung nehmen Sie bitte unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig Berodual Kapseln zur Trockeninhalation angewendet oder eine Anwendung vergessen haben?
Keine Verdoppelung der nächsten Dosis.
Bei wiederholter Unterdosierung besteht die Gefahr, daß sich Ihre Atemnot verstärkt.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?
Eine Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Behandlung mit Berodual Kapseln zur Trockeninhalation soll nur nach Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt erfolgen. Bei vorzeitiger Beendigung der Therapie besteht die Möglichkeit, daß sich Ihre Atemnot wieder verstärkt.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Berodual Kapseln zur Trockeninhalation?
Bei gleichzeitiger Therapie mit anderen 2-Sympathomimetika, Methylxanthinen (z.B. Theophyllin), Anticholinergika und entzündungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Kortikosteroiden) kann die Wirkung von Berodual Kapseln zur Trockeninhalation erhöht werden.
Wenn Berodual Kapseln zur Trockeninhalation mit anderen 2-Sympathomimetika oder Methylxanthinen angewendet werden, können verstärkt Nebenwirkungen auftreten (z.B. stark beschleunigte Herztätigkeit, Herzrhythmusstörungen).
Systemisch verfügbare Anticholinergika (wie z.B. pirenzepinhaltige Präparate), können die Nebenwirkungen (z.B. Harnverhalten) verstärken. Dieses ist besonders bei Patienten mit vergrößerter Prostata zu beachten.
-Rezeptorenblocker (bestimmte blutdrucksenkende Medikamente) heben die Wirkung von Berodual Kapseln zur Trockeninhalation auf und können daher zu schweren Bronchialkrämpfen führen.
Eine erhöhte Gefahr unregelmäßiger Herzschlagfolge besteht bei gleichzeitiger Narkose mit bestimmten Narkosegasen (halogenierten Kohlenwasserstoffen).
Die gleichzeitige Anwendung von Berodual Kapseln zur Trockeninhalation und bestimmten Psychopharmaka (Monoaminoxidase-Hemmern) oder bestimmten (trizyklischen) Antidepressiva kann eine verstärkte Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System auslösen. Dies gilt auch für Substanzen mit einem direkten oder indirekten Effekt auf das sympathische Nervensystem.
Da unter hochdosierter Anwendung von Berodual Kapseln zur Trockeninhalation ein Absinken des Kaliumspiegels im Blut auftreten kann, ist in diesem Fall eine Kontrolle der entsprechenden Werte erforderlich. Dies gilt insbesondere bei gleichzeitiger Verabreichung von harntreibenden Medikamenten (Diuretika) und bestimmten Herzmitteln (Digitalisglykosiden) oder Antiarrhythmika (siehe auch „Vorsichtsmaßnahmen).
Beachten Sie bitte, daß diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Welche Genußmittel, Speisen und Getränke sollten Sie meiden?
Es bestehen keine Einschränkungen.
Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Berodual Kapseln zur Trockeninhalation auftreten?
Feines Fingerzittern gehört zu den häufigeren Nebenwirkungen.
Bei besonderer Empfindlichkeit und/oder höherer Dosierung können gelegentlich, vor allem bei Behandlungsbeginn, Unruhegefühl, stark beschleunigte Herztätigkeit, Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Herzschlagfrequenz (Tachyarrhythmien) und Herzklopfen auftreten. Diese klingen jedoch bei Fortführung der Behandlung nach 1 – 2 Wochen meist wieder ab.
Über Atemnotanfälle unmittelbar nach Inhalation (paradoxe Bronchospasmen) wurde berichtet. Bei ihrem Auftreten soll Ihr behandelnder Arzt unverzüglich informiert werden.
Die Kaliumkonzentration im Blut kann unter der Behandlung absinken (siehe auch Abschnitte ,,Vorsichtsmaßnahmen“ und „Wechselwirkungen). Der Blutzucker kann unter der Therapie ansteigen.
Es kann in Einzelfällen zu Harnverhalten, insbesondere bei Patienten mit vergrößerter Prostata, kommen.
Selten kann es bei Anwendung von Berodual Kapseln zur Trockeninhalation vergleichbar wie bei anderen 2–Sympathomimetkia zu Reizungen von Mund und Hals, Husten, Sodbrennen sowie Blutdrucksteigerungen oder -senkungen kommen.
Überempfindlichkeits- und allergische Reaktionen (z.B. Schwellungen der Haut und Schleimhäute, Nesselsucht, Übelkeit, Schwindel und starker Blutdruckabfall, punktförmige Blutergüsse, Hautausschlag und Blutplättchenmangel) sind sehr selten berichtet worden.
Vereinzelt wurde über auftretende Augenkomplikationen (z.B. Pupillenerweiterung, Anstieg des Augeninnendrucks, Engwinkelglaukom, Augenschmerzen) berichtet, meist wenn das Arzneimittel bei nicht sachgemäßer Anwendung versehentlich in das Auge gelangt war. In diesem Fall können die o.g. Augenkomplikationen sowie Einstellstörungen des Auges auf unterschiedliche Sehentfernungen auftreten. Diese Störungen können mit pupillenverengenden Augentropfen behandelt werden.
Bei entsprechend veranlagten Patienten kann evtl. auch ein akuter Glaukomanfall auftreten (siehe ,,Gegenanzeigen“). Merkmale für einen akuten Glaukomanfall können sein: Augenschmerzen oder -beschwer-den, unscharfes Sehen oder unwirkliches Farbempfinden in Verbindung mit geröteten Augen.
Beim Auftreten von schweren Augenkomplikationen sollte sofort ein Facharzt aufgesucht und eine Behandlung mit miotischen Augentropfen eingeleitet werden.
Wie bei anderen 2-Sympathomimetika sind in Einzelfällen sowie bei hoher Dosierung folgende Nebenwirkungen möglich: Herzbeklemmung sowie vorzeitige Herzkammerschläge, Schwindel, Kopfschmerzen, Schwitzen.
In Einzelfällen wurde als örtliche Reaktion Mundtrockenheit beobachtet. In diesen ällen sollte der Mund ausgespült werden.
In Einzelfällen wurde unter der inhalativen Therapie mit -Sympathomimetika über das Auftreten von psychischen Veränderungen berichtet.
Weiterhin kann es in Einzelfällen zu Störungen des Bewegungsvermögens im Magen-Darm-Bereich (gastrointestinalen Motilitätsstörungen) insbesondere bei Patienten mit zystischer Fibrose, kommen. Diese bilden sich nach Therapieunterbrechung wieder zurück.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Beim Auftreten von Nebenwirkungen ist Ihr behandelnder Arzt unverzüglich aufzusuchen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels
Das Verfalldatum dieser Packung ist auf den Aluminiumstreifen sowie auf der Faltschachtel aufgedruckt. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum!
Nach Entnahme der Kapseln aus dem Aluminiumstreifen ist die Haltbarkeit der Kapseln über 3 Tage gewährleistet.
Bei Reisen in tropische Länder sollte die benötigte Kapsel unmittelbar vor der Inhalation aus dem Aluminiumstreifen entnommen und in das Magazin eingelegt werden.
Wie sind Berodual Kapseln zur Trockeninhalation aufzubewahren?
Die Kapseln dürfen nicht über + 25° C gelagert werden.
Sie dürfen weder in der Packung noch im Inhalator extremen Temperaturen ausgesetzt werden, d. h. nicht in die Sonne oder auf die Heizung gelegt werden.
Stand der Information
August 1998
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren!
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Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
Berodual Kapseln zur Trockeninhalation enthalten zwei bronchialerweiternde Wirkstoffe, die sich in ihrer krampflösenden Wirkung auf die Bronchialmuskulatur ergänzen und verstärken. Dadurch kann die Dosis des -adrenergen Wirkstoffanteils besonders niedrig gehalten werden.
Mit den neuen Erkenntnissen der Ursache des Asthma bronchiale kommt antientzündlich wirksamen Medikamenten ein deutlich wachsender Stellenwert zu. Die Behandlung mit inhalierbaren Kortison-Präparaten ermöglicht, die Entzündung als wesentlichen Faktor der Erkrankung wirksam zu behandeln. Aus diesen Gründen wird heute häufig neben einem direkt bronchialerweiternden Medikament wie Berodual Kapseln zur Trockeninhalation, zusätzlich ein inhalierbares Kortison-Präparat verordnet.
Voraussetzung für den Erfolg der Behandlung ist die Beachtung der nachfolgenden Hinweise und die sachgemäße Handhabung des Inhalators M:
- Halten Sie die von Ihrem Arzt verordnete Anwendung ein und ändern Sie nicht eigenmächtig die empfohlene Dosierung.
- Halten Sie sich bitte bei der Anwendung von Berodual Kapseln zur Trockeninhalation an die durch Zeichnungen erläuterte Gebrauchsinformation, da die richtige Handhabung des Inhalators M wesentlich für den Erfolg der Behandlung ist.
- Nutzen Sie auch die Möglichkeit zur Selbstkontrolle durch tägliche Bestimmung Ihres Atemstoßes mit einem Peak-flow-Meter. Das regelmäßige Aufschreiben der Ergebnisse ermöglicht Ihrem Arzt eine bessere Beurteilung Ihrer Krankheit – eine wichtige Voraussetzung für Ihre Therapie.
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Diese Packung wurde von der Firma Eurim-Pharm Arzneimittel GmbH,
83451 Piding, importiert. Der Beipackzettel wurde ebenfalls von der
Firma Eurim-Pharm Arzneimittel GmbH gedruckt und hinzugefügt.
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Zusätzliche Informationen

0282-ZA001b
Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie diese Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Ihre Apothekerin/Ihren Apotheker.
Gebrauchsinformation
Berodual Kapseln zur Trockeninhalation
Öffnen des Inhalators
Mundstück (weißes Teil) aufklappen (Abb. 2).
Vorratsmagazin
Das Vorratsmagazin leicht anheben und im Uhrzeigersinn drehen bis die Zahl 6 über der Markierung steht.
Anschließend das Vorratsmagazin wieder herunterdrücken (Abb. 3).
Einlegen der Kapseln
a) vollständige Befüllung
Jetzt die Kapseln aus dem Aluminiumstreifen entnehmen und in die Kapselkammern des Vorratsmagazins stecken.
Anschließend den Inhalator durch Herunterklappen des Mundstücks wieder schließen (Abb. 4).
b) Teilbefüllung
Beispiel:
Wenn der Inhalator nur mit 4 Kapseln befüllt werden soll, das Vorratsmagazin so weit drehen, bis die Zahl 4 über der Markierung () steht. Dann die erste Kapsel in die durch den Pfeil angezeigte Kammer einlegen (Abb. 5).
Die restlichen 3 Kapseln entgegen dem Uhrzeigersinn einfüllen (in diesem Falle bleiben die beiden Kapselkammern hinter der Zahl 4 leer).
Anschließend den Inhalator durch Herunterklappen des Mundstücks wieder schließen.
Vorbereitung der Inhalation
Das Mundstück nach oben halten. Den weißen Knopf bis zum Anschlag eindrücken und danach unbedingt wieder loslassen.
Dabei wird die Kapsel an beiden Enden angestochen und der Wirkstoff ist für die Inhalation verfügbar (Abb. 6).
Inhalation
Zunächst ohne Gerät tief ausatmen. Danach das Mundstück in den Mund nehmen und mit den Lippen fest umschließen (Abb. 7). Jetzt durch das Inhalationsgerät langsam, aber kräftig und tief einatmen.
Gerät absetzen und langsam ausatmen. Um eine Kapsel vollständig zu entleeren, diesen Vorgang noch 2mal wiederholen.
Nicht durch das Gerät ausatmen, da sich sonst die Feuchtigkeit der Atemluft im Gerät niederschlägt.
Vorbereitung zur nächsten Inhalation
Nach Beenden der Inhalation (wie unter Punkt 5 beschrieben) das Vorratsmagazin im Uhrzeigersinn bis zum Einrasten weiterdrehen. Es erscheint dann die nächstniedrigere Zahl über der Markierung (also die 5 nach der 6 oder die 4 nach der 5). So kann immer gleich festgestellt werden, wieviele Kapseln noch zur Inhalation im Vorratsmagazin sind (Abb. 8).
Entfernen der Kapseln
Erscheint über der Markierung die Ziffer 1, so bedeutet dies, daß nur noch eine Kapsel zur Verfügung steht. In dieser Position läßt sich das Magazin nicht weiterdrehen.
Nach Inhalation der letzten Kapsel bzw. spätestens 3 Tage nach Einlegen der Kapseln in das Vorratsmagazin das Mundstück aufklappen. Den Inhalator mit der Öffnung nach unten halten und die Kapseln herausschütteln (Abb. 9). Anschließend das Gerät wieder schließen bzw. mit neuen Kapseln befüllen.


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