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«Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

UND WOFÜR WERDEN SIE ANGEWENDET?

Bezafibrat "Genericon" gehört zur Gruppe der Fibrate, einer Medikamentengruppe, die den Fettstoffwechsel (Lipidstoffwechsel) beeinflusst. Diese werden dazu verwendet, neben fettarmer Diät und anderen nichtmedikamentösen Behandlungen wie z.B.: sportliche Betätigung und Gewichtsabnahme, den Blutfettspiegel (Triglyceridspiegel) zu reduzieren.
In einigen Fällen kann Bezafibrat "Genericon" dazu verwendet werden auch den Cholesterinspiegel im Blut zu senken, wenn andere Behandlungsmethoden nicht angewendet werden können.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden,

● wenn Sie überempfindlich gegenüber Bezafibrat oder gegen einen der sonstigen

Bestandteile von Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten sind ● bei Leber- und Gallenblasenerkrankungen mit und ohne Gallensteinbildung ● bei Nierenfunktionsstörungen mit Serumkreatininwerten über 1,5 mg/100 ml bzw. 135 µmol/l
● in der Schwangerschaft und in der Stillperiode
Bezafibrat "Genericon" darf von Kindern (im Wachstumsalter) nur mit besonderer Vorsicht eingenommen werden und die Behandlung sollte vom Arzt/von der Ärztin besonders sorgfältig geprüft werden.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn

● Sie Tabletten zur Empfängnisverhütung oder andere hormonhältige Mittel (Östrogene) einnehmen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt/Ihre Ärztin vor Beginn der Behandlung, da diese Wirkstoffe die Ursache Ihrer Fettstoffwechselstörungen sein können
● Sie andere Medikamente einnehmen. Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, welche anderen Medikamente Sie einnehmen und fragen Sie ihn bezüglich der Wechselwirkungen
● innerhalb von etwa 3 Monaten ein entscheidender Effekt der medikamentösen Behandlung nicht nachweisbar ist. Die Behandlung ist dann abzubrechen. Bei der Kontrolle der Blutfette sind störende Faktoren (Tagesschwankungen, Stresssituationen, Art und Zeitpunkt der letzten Mahlzeit) zu berücksichtigen. Die Behandlung mit Bezafibrat "Genericon" ist kein Ersatz für eine geeignete Diät und Änderungen des Verhaltens. Die vom Arzt/von der Ärztin verordneten Einschränkungen bei der Ernährung sind, ebenso wie die vom Arzt/von der Ärztin verordneten Kontrollen der Blutfettwerte, striktest einzuhalten.
● Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen haben
● eine Schwangerschaft eintritt
● Sie Bezafibrat "Genericon" aus irgendeinem Grund nicht mehr einnehmen. Melden Sie dies Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, um mögliche gesundheitliche Nachteile zu vermeiden.
● Sie an anderen Krankheiten leiden
Die Grundlage jeder Behandlung von Fettstoffwechselstörungen bildet eine vom Arzt/von der Ärztin verordnete Diät. Übergewichtige Patienten/Patientinnen sollten Ihr Gewicht normalisieren. Da die medikamentöse Behandlung von Fettstoffwechselstörungen meist über längere Zeit erforderlich ist, sind die Blutfette in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren Sie sollen das Medikament nur nach Vorschrift und vorheriger Aufklärung durch den Arzt/die Ärztin einnehmen. Weitere vom Arzt/von der Ärztin angeordnete Laborkontrollen sind einzuhalten.

Sollten Sie nach dem Durchlesen der Gebrauchsinformation irgendwelche Fragen, Bedenken oder Ängste - vor allem bezüglich der angeführten Nebenwirkungen - haben, dann sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt /Ihrer Ärztin oder Ihrem Apotheker/Ihrer Apothekerin.

Bitte bewahren Sie das Arzneimittel für Kinder unerreichbar auf.

Bei Einnahme von Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker/Ihre Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Die Wirkung jedes einzelnen Arzneimittels kann verstärkt oder abgeschwächt werden, selbst dann, wenn Sie diese Medikamente zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen.

Wechselwirkungen können auftreten

  • mit blutzuckersenkenden Mitteln
  • mit Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinflussen
  • sowie mit bestimmten blutgefäßerweiternden Medikamenten (Perhexilin)
  • mit bestimmten Medikamenten gegen Depressionen (MAO-Hemmern)
  • mit der “Pille” oder anderen Arzneimitteln die Östrogene enthalten (Osteoporosebehandlung)
  • mit Entwässerungsmitteln
  • mit Mitteln zur Schilddrüsenbehandlung (Unterfunktion)
  • mit bestimmten Medikamenten zur Behandlung einer Epilepsie (Phenytoin)

Bei gleichzeitiger Anwendung von Cholestyramin (einem anderen Mittel zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte) ist zwischen der Einnahme beider Medikamente ein Abstand von 2 Stunden einzuhalten, da sonst die Aufnahme von Bezafibrat behindert wird.
Eine gleichzeitige Einnahme von Bezafibrat und Statinen (eine andere Gruppe von Lipidsenkern) kann zum Auftreten von Muskelerkrankungen (Myopathie) bis hin zur Selbstauflösung der Muskulatur (Rhabdomyolyse) führen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten dürfen während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, da keine Erfahrungen mit der Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen.
Teilen Sie daher bitte Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, falls Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker/Ihre Apothekerin um Rat.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten
Patienten/Patientinnen mit seltenen Erbkrankheiten (Laktoseunverträglichkeit, Laktasemangel, Glukose-Galaktose-Malabsorption) sollen Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten nicht einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten immer genau nach Anweisung des Arztes/der Ärztin ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder Ihrem Apotheker/Ihrer Apothekerin nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Nehmen Sie Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit, z.B. mit einem Glas Wasser, morgens oder abends zu oder nach den Mahlzeiten ein.

Wie viele Filmtabletten Sie einnehmen sollen bestimmt Ihr Arzt/Ihre Ärztin. Ändern Sie keinesfalls von sich aus die vom Arzt/von der Ärztin verschriebene Dosierung. Nehmen Sie die Filmtabletten regelmäßig und über den vom Arzt/von der Ärztin verordneten Zeitraum ein.

Wenn Sie eine größere Menge Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten eingenommen haben als Sie sollten:
Überdosierung: Falls Sie irrtümlich zu viele Bezafibrat "Genericon" Filmtabletten eingenommen haben, können verstärkt Nebenwirkungen auftreten. Überdosierungen können vor allem bei Patienten/Patientinnen mit eingeschränkter Nierenfunktion zu schweren Muskelschädigungen (Rhabdomyolyse) führen. Bitte informieren Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung umgehend einen Arzt/eine Ärztin, damit gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet werden können, um die Ausscheidung des Wirkstoffes aus dem Körper zu beschleunigen.

Wenn Sie die Einnahme von Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten vergessen haben:
Sollten Sie die Einnahme von Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten einmal vergessen haben, dürfen Sie diese nicht nachholen, indem Sie die Dosis bei der nächsten Einnahme verdoppeln. Nehmen Sie stattdessen einfach die nachfolgende Dosis zur gewohnten Zeit.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder Ihrem Apotheker/Ihrer Apothekerin, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten zu stark oder zu schwach ist. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin und Ihren Apotheker/Ihre Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Bezafibrat "Genericon" retard 400 mg-Filmtabletten Nebenwirkungen haben.
Unter der Behandlung mit Bezafibrat "Genericon" wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Völlegefühl, Magendruck, Sodbrennen und Durchfall
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schwäche, Haarausfall
  • Muskelschwäche, Muskelschmerzen (vor allem in den Beinen)
  • allergische Hautreaktionen (Juckreiz und Hautausschlag)
  • Potenzstörungen (selten)
  • Beeinflussung von Laborwerten der Leber- und Nierenfunktion

Diese Veränderungen sind im Allgemeinen vorübergehend und erfordern kein Absetzen des Medikamentes.
In einzelnen Fällen wurde eine leichte Abnahme des roten Blutfarbstoffes, der Zahl der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen beobachtet.
In sehr seltenen Fällen kann es zu schweren Muskelschädigungen kommen. Diese sind meist auf eine Überdosierung von Bezafibrat insbesondere bei
Patienten/Patientinnen mit eingeschränkter Nierenfunktion zurückzuführen. Bezafibrat "Genericon" verändert die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit durch verstärkte Ausscheidung von Cholesterin. In Einzelfällen wurde über die Bildung von

Gallensteinen berichtet. Ob - wie bei anderen Medikamenten mit gleichartigen Wirkungsmechanismen beobachtet - auch unter Langzeitbehandlung mit Bezafibrat "Genericon" vermehrt Gallensteine auftreten bzw. ob unter Bezafibrat "Genericon" vorhandene Gallensteine an Größe zunehmen können, ist umstritten, da Patienten/Patientinnen mit Fettstoffwechselstörungen an sich häufiger unter Gallensteinen leiden.
Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen unverzüglich Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.
Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker/Ihre Apothekerin, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, oder wenn Sie mit einer der aufgeführten Nebenwirkung Erfahrungen gemacht haben, die schwerwiegend sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

AUFZUBEWAHREN?
Nicht über 25°C lagern. Das Arzneimittel ist im Umkarton aufzubewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "Verw. bis" aufgedruckten Datum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzen Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Wasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker/Ihre Apothekerin wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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