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«Bisoprolol® TAD 5 mg/-10 mg Filmtabletten»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Bisoprolol wird zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen angewendet.Herzleistung und Blutdruck werden laufend durch ein kompliziertes System aus verschiedenen Botenstoffen und Nervensignalen den Bedürfnissen des Körpers angepasst. Für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit sorgt z.B. das Hormon Adrenalin. Am Herz dockt es an speziellen Bindungsstellen, den Beta-Rezeptoren, an und bewirkt dort eine Steigerung der Herzleistung und des Blutdrucks. An den Blutgefäßen bindet es sich an Alpha-Rezeptoren und verengt die Gefäße. Auch dadurch steigt der Blutdruck.Bisoprolol ist ein Beta-Rezeptoren-Blocker. Er besetzt die Beta-Rezeptoren und verhindert damit die Wirkung von Adrenalin am Herzen. Das Herz schlägt langsamer und weniger kraftvoll, der Blutdruck sinkt. Der Herzmuskel verbraucht weniger Energie und Sauerstoff - Atembeklemmungen und Schmerzen in der Herzgegend, die bei der Herzenge (Angina pectoris ) auftreten, werden gebessert. Beta-Rezeptoren findet man in sehr großer Zahl am Herzen, aber auch an vielen anderen Stellen im Körper. Die Wirkungen und damit auch Nebenwirkungen sind nicht nur auf das Herz-Kreislaufsystem beschränkt. Bisoprolol zählt jedoch zur Gruppe der selektiven Beta-Blocker: er wirkt vorrangig auf das Herz.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Angina pectoris (Herzenge)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)

Packungsgrößen

  • 50 Filmtbl. (N2) 5 mg
  • 100 Filmtbl. (N3) 5 mg
  • 30 Filmtbl. (N1) 10 mg
  • 50 Filmtbl. (N2) 10 mg
  • 100 Filmtbl. (N3) 10 mg
  • 30 Filmtbl. (N1) 5 mg

Warnhinweise!

  • Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende, unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Um Nebenwirkungen wie raschen Puls, Zittern oder Schweißausbrüche zu vermeiden, sollten Herz- und Blutdruckmedikamente anfangs niedrig dosiert werden. Die Steigerung der Dosis sollte langsam über mehrere Tage erfolgen. Ebenso behutsam muss beim Absetzen des Medikaments verfahren werden, um bedrohliche Herz-Kreislauf-Krisen zu verhindern.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Asthma bronchiale
  • Bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.
  • Besondere Form der Herzrhythmusstörungen (AV-Block)
  • Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Depression aus der Arzneimittelgruppe der MAO-Hemmer
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Schwere Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Verlangsamter Herzschlag, weniger als 50 Schläge pro Minute (Bradykardie)
  • Vorsicht bei Personen mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Durchblutungsstörungen von Händen und Füßen, Taubheits- und Kältegefühl in den Gliedmaßen (Gelegentlich)
  • Blutdruckabfall mit Schwindel beim Aufstehen, Kopfschmerzen, Steigerung des Pulsschlags (Gelegentlich)
  • Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Empfindungsstörungen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Halluzinationen (Gelegentlich)
  • Verlangsamung des Herzschlags auf unter 60 Schläge pro Minute (Bradykardie) (Gelegentlich)
  • Akute Verkrampfungen der Luftwege (Bronchospasmen), die zu Atembeschwerden und Asthma-Anfällen führen können (Selten)
  • Trockene Augen, z.B. mit Rötung, Brennen, Schmerzen, Fremdkörpergefühl (Sandkorn im Auge). Beschwerden beim Tragen von Kontaktlinsen (Selten)

Wechselwirkungen

Beta-Blocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen erhöhen und allergische Reaktionen verstärken. Der Wiederanstieg des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Insulin oder oralen Antidiabetika wird verzögert. Das ruft verstärkt Unterzuckerreaktionen hervor. Da Bisoprolol die Wirkung des Adrenalins unterdrückt, werden Warnsymptome des Körpers gegen Unterzuckerung (Herzklopfen) nicht wahrgenommen!Bestimmte Antidepressiva, Schlaf-und Beruhigungsmittel, Blutdruckpräparate und Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen können die Wirkung von Bisoprolol beeinflussen oder selbst beeinflusst werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Medikamente einnehmen.


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