Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Bisostad plus 5 mg/12,5 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Bisostad plus ist eine Kombination aus dem Beta-Rezeptorenblocker Bisopro-lolhemifumarat und dem harntreibenden Wirkstoff (Diuretikum) Hydrochlorothia-zid.

Bisostad plus wird angewendet
– zur Behandlung von nicht organbedingtem Bluthochdruck.

Die Behandlung mit dem Kombinationsarzneimittel ist angezeigt bei Patienten, deren Blutdruck mit Bisoprololhemifumarat oder Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend behandelt werden kann.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bisostad plus darf NICHT eingenommen werden
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Bisoprololhemifumarat, Hyd-rochlorothiazid oder andere Thiazide, andere Sulfonamide (vorwiegend An-tibiotika) oder einen der sonstigen Bestandteile von Bisostad plus sind – wenn bei Ihnen eine akute Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) be-

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bisostad plus ist erforderlich Möglicherweise haben Sie derzeit oder hatten in der Vergangenheit bestimmte Erkrankungen, die vor oder während der Behandlung mit Bisostad plus beson-dere Maßnahmen erfordern. Informieren Sie daher vor Beginn der Einnahme von Bisostad plus Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben oder in der Vergangenheit einmal hatten:
Herzleistungsschwäche (beeinträchtigte Füllung oder Pumpfunktion des Herzens, so dass das Herz nicht ausreichend Blut durch den Körper pum-pen kann)
– Atembeschwerden aufgrund einer plötzlichen Verkrampfung der Muskula-tur in den Lungen (Bronchospasmus) bedingt durch ein mittelschweres Asthma oder eine andere obstruktive Lungenfunktionsstörung – Diabetes mellitus mit starken Schwankungen der Blutzuckerwerte (die An-

Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, beachten Sie bitte, dass Bisostad plus den Tränenfluss verringern und das Risiko für Reizerscheinungen am Auge erhöhen kann.

Bitte informieren Sie vor Beginn der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt, wenn Sie:
strikt Fasten oder
– derzeit eine Desensibilisierungstherapie erhalten.

Wenn Sie Bisostad plus über einen längeren Zeitraum erhalten, wird Ihr Arzt regelmäßig die Mengen an bestimmten Salzen (Elektrolyte; insbesondere Kali-um, Natrium, Calcium), an Kreatinin und Harnstoff, an Blutfetten (Cholesterin und Triglyceride) und Harnsäure in Ihrem Blut sowie Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren.

Achten Sie während der Behandlung mit Bisostad plus darauf, ausreichend Flüssigkeit und kaliumreiche Nahrungsmittel (z.B. Bananen, Gemüse, Nüsse) zu sich zu nehmen, um den erhöhten Kaliumverlust auszugleichen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken Die Anwendung von Bisostad plus kann bei Dopingkontrollen zu positiven Er-gebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Bisostad plus als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Ge-sundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Bei Einnahme von Bisostad plus mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, pflanzliche Arzneimittel oder natürliche

Heilmittel handelt.

kungen) oder Barbiturate (zur Behandlung von Epilepsie) sowie andere Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck

  • Rifampicin (zur Behandlung der Tuberkulose)
  • Arzneimittel zur Behandlung der Gicht
  • Narkosemittel (Anästhetika); achten Sie daher darauf, dass Sie den Narkosearzt vor einer geplanten Operation davon in Kenntnis setzen, dass Sie Bisostad plus einnehmen
  • Kortisonpräparate zum Einnehmen oder zur Injektion oder das adre-nokortikotrope Hormon (ACTH), das die Bildung von kortisonartigen Substanzen im Körper anregt
  • Carbenoxolon (bei Magengeschwüren), Amphotericin B (Mittel gegen Pilzinfektionen) oder Furosemid (harntreibendes Arzneimittel)
  • Abführmittel (Laxanzien)
  • muskelentspannende Mittel (Muskelrelaxanzien vom Curare-Typ; bitte fragen Sie hierzu Ihren Arzt)
  • Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems und Behandlung von Krebserkrankungen (wie Cyclophosphamid, Fluorouracil oder Me-thotrexat)
  • Colestyramin und Colestipol (diese Mittel binden die Gallensäuren im Darm)
  • Arzneimittel zur Blutverdünnung(orale Antikoagulanzien) oder Pro-benecid (zur Behandlung der Gicht)
  • Mefloquin(Malaria-Mittel).

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apothe-ker um Rat.

Bisostad plus darf während der Schwangerschaft NICHT angewendet werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder schwanger sind.

Bisostad plus darf während der Stillzeit NICHT angewendet werden. Das in Bi-sostad plus enthaltene Hydrochlorothiazid kann die Milchproduktion hemmen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bisostad plus hat keinen oder geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Aufgrund der individuell unterschiedlichen Reaktion auf das Arzneimittel, kann die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen jedoch beeinträchtigt sein (siehe Punkt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich). Die-se Möglichkeit ist insbesondere zu Beginn der Behandlung, bei Änderung der Dosis und bei gleichzeitigem Alkoholkonsum zu beachten. Wenn Sie hiervon betroffen sind, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder andere Tätigkeiten ausüben, bei denen Aufmerksamkeit und Koordination ge-

fordert sind.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Bisostad plus immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Bisostad plus Tabletten sind zum Einnehmen bestimmt.

Bisostad plus kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit Bi-soprololhemifumarat oder Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend behandelt werden kann.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:– die übliche Anfangsdosis beträgt täglich 1 Tablette Bisoplus 5 mg/12,5 mg (entsprechend 5 mg Bisoprololhemifumarat/12,5 mg Hydrochlorothiazid pro Tag).

Ältere Menschen
Normalerweise ist keine Dosiserhöhung erforderlich. Es wird empfohlen, die Behandlung mit der niedrigsten möglichen Dosis zu beginnen.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionseinschränkung oder leichter bis mittelschwerer Leberfunktionseinschränkung ist keine Dosisanpas-sung erforderlich. Der Arzt kann gegebenenfalls eine niedrigere Dosis verord-nen.

Bisostad plus darf von Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunkti-on oder Leberfunktion NICHT eingenommen werden.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)
Die Anwendung von Bisostad plus bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksam-keit in dieser Altersgruppe vorliegen.

Art der Anwendung
Nehmen Sie die Tabletten im Ganzen und unzerkaut mit ausreichend Wasser (z.B. 1 Glas) morgens auf nüchtern Magen oder zum Frühstück ein.

Dauer der Anwendung
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge Bisostad plus eingenommen haben, als Sie sollten
Setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt oder der Notaufnahme des nächst-gelegenen Krankenhauses in Verbindung, wenn Sie zu viele Tabletten einge-nommen haben.

Mögliche Anzeichen einer Überdosierung sind langsame Herzschlagfolge, nied-riger Blutdruck, der zu Schwindel oder Ohnmachtsanfällen führen kann, Atem-not (Bronchospasmus) oder Störungen der Erregungsleitung im Herzen oder des Herzrhythmus.

Bis ärztliche Hilfe/der Krankenwagen eintrifft, sollte der Patient auf den Rücken gelegt werden mit nur einem kleinen Kissen unter dem Kopf, wobei die Füße hochzulegen sind.

Wenn Sie die Einnahme von Bisostad plus vergessen haben Nehmen Sie die nächste Dosis wie üblich zum dafür vorgesehenen Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Bisostad plus abbrechen
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Bisostad plus nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Die Behandlung mit Bisostad plus darf nicht plötzlich abgebrochen werden, sondern muss durch schrittweise Dosisreduktion (nach Anweisung des Arztes) beendet werden. Ein plötzliches Abbrechen der Behandlung kann zu einer aku-ten Verschlechterung Ihrer Erkrankung führen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Bisostad plus Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nehmen Sie das Arzneimittel nicht weiter ein und setzen Sie sich umge-hend mit Ihrem Arzt in Verbindung, wenn Sie eine der folgenden Neben-wirkungen bei sich bemerken:
– Störungen des Elektrolythaushaltes (zu den möglichen Beschwerden siehe: „Häufige Nebenwirkungen“ weiter unten)
– Schwindelgefühl oder Ohnmachtsanfall wegen eines Blutdruckabfalls beim Aufstehen oder Aufsetzen
– Überempfindlichkeitsreaktionen
– Starke Bauchschmerzen
– Beschwerden, die auf einen Abfall der weißen Blutkörperchen hindeuten

Häufige Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten):
– Anstieg der Blutfettwerte (Triglyceride und Cholesterin)
– Anstieg des Blutzuckers oder vermehrte Ausscheidung von Zucker im Urin (Glukosurie)
– Erhöhte Harnsäurewerte im Blut
– Störung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts: Kalium- oder Natrium-mangel im Blut, Magnesium- oder Chloridmangel im Blut, erhöhter Calcium-gehalt im Blut oder metabolische Alkalose (diese Störungen können sich in Symptomen wie Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Muskelschwäche Störungen des Herzrhythmus, Übelkeit, Bauchschmerzen, Verwirrtheit, Kopfschmer-zen, Bewusstseinseinschränkung, Muskelkrämpfen, Zittern oder Krampfan-fällen äußern)
– Müdigkeit, Erschöpfung/Abgeschlagenheit, Schwindelgefühl oder Kopf-schmerzen. Diese Beschwerden treten insbesondere zu Therapiebeginn auf, sind im Allgemeinen schwach ausgeprägt und klingen häufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab.
– Kälte- oder Taubheitsgefühl in Armen und Beinen
– Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung.

Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten):
– Schlafstörungen, Depressionen
– Verlangsamter Puls, Erregungsleitungsstörungen im Herzen oder Ver-schlechterung einer Herzleistungsschwäche (Zunahme von Gewebeschwel-lungen, Kurzatmigkeit)
– Starker Blutdruckabfall beim Aufstehen oder Aufsetzen (mit Schwindelge-fühl oder Ohnmacht)
– Verstärkung der Beschwerden (Bronchospasmus) bei Patienten mit Bron-chialasthma oder Atemwegserkrankungen mit Verengung der Bronchien (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) in der Vorgeschichte – Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen
– Entzündung der Bauchspeicheldrüse (mit Oberbauchschmerzen) oder An-stieg der Amylase-Werte im Blut
– Muskelschwäche und -krämpfe
– Anstieg der Kreatinin- oder Harnsäurewerte im Blut.

Seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten)
– Abfall der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, kann zu unerklärlichem Fie-ber oder grippeartigen Beschwerden wie Halsschmerzen führen) – Abfall der Blutplättchen (Thrombozytopenie, kann eine erhöhte Neigung zu

Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10 000 Behandelten) oder Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
– Starke Verminderung der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose, kann unerklärliches Fieber oder grippeartige Symptome wie Halsschmerzen her-vorrufen)
– Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
– Brustschmerzen
– Auftreten oder Verschlechterung einer Schuppenflechte (Psoriasis; Erkran-kung, die zu roten schuppenden Flecken auf der Haut führt)
– Haarausfall (Alopezie)
– Kutaner Lupus erythematodes (seltene Autoimmunerkrankung mit Befall der Haut).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemer-ken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durch-drückpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfalls-datum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über +30°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren.

Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Bisostad plus 5 mg/12,5 mg - Filmtabletten»